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  1. #1
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    Lächeln Bildbearbeitung allgemein

    Liebe Freunde,
    ich beschäftige mich mit der Fotografie erst einige Monate intensiver, bin also Einsteiger und der Meinung, das Erlernen des Wechselspiels zwischen Zeit und Blende ist ein lang andauernder Lernprozess.
    Die meisten Fotoamateure, so meine Erfahrung, vertreten heute die Meinung, dass alle gemachten Aufnahmen grundsätzlich über Bildbearbeitungsprogramme laufen müssen, bevor sie im wahrsten Sinn des Wortes "das Licht der Welt erblicken".
    Das eine technologische Entwicklung, die durch die Digitalfotografie erst nutzbar geworden ist, auch im Amateurbereich Anwendung findet, akzeptiere ich ja. Aber die Versuchung, mangelhafte Aufnahmen grundsätzlich mittels Software "zu verbessern", halte ich manchmal doch für ziemlich übertrieben. Auch als Anfänger steht man so natürlich gut da. Die gemachten Fehler bei der ursprünglichen Aufnahme erkenne ich aber eigentlich nur schwer oder garnicht. Mir wird das immer wieder bewusst, wenn ich hier manch tolle Fotos sehe, die wie selbstverständlich mit Photoshop, Gimp usw. getrimmt werden.
    Ohne Angaben über Blende, Belichtungszeit, Brennweite und andere Einstellungen zu erhalten, kann ich als Betrachter wohl sagen: "Schönes Bild, tolle Aufnahme", aber der Lerneffekt, gerade für mich als Anfänger, ist doch eigentlich ziemlich gering.
    Welche Meinung habt ihr zu diesem Thema? - LG Heggestroefer

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von joachimeh
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    Zitat Zitat von Heggestroefer Beitrag anzeigen
    Liebe Freunde,
    ich beschäftige mich mit der Fotografie erst einige Monate intensiver, bin also Einsteiger und der Meinung, das Erlernen des Wechselspiels zwischen Zeit und Blende ist ein lang andauernder Lernprozess.
    Die meisten Fotoamateure, so meine Erfahrung, vertreten heute die Meinung, dass alle gemachten Aufnahmen grundsätzlich über Bildbearbeitungsprogramme laufen müssen, bevor sie im wahrsten Sinn des Wortes "das Licht der Welt erblicken".
    Das eine technologische Entwicklung, die durch die Digitalfotografie erst nutzbar geworden ist, auch im Amateurbereich Anwendung findet, akzeptiere ich ja. Aber die Versuchung, mangelhafte Aufnahmen grundsätzlich mittels Software "zu verbessern", halte ich manchmal doch für ziemlich übertrieben. Auch als Anfänger steht man so natürlich gut da. Die gemachten Fehler bei der ursprünglichen Aufnahme erkenne ich aber eigentlich nur schwer oder garnicht. Mir wird das immer wieder bewusst, wenn ich hier manch tolle Fotos sehe, die wie selbstverständlich mit Photoshop, Gimp usw. getrimmt werden.
    Ohne Angaben über Blende, Belichtungszeit, Brennweite und andere Einstellungen zu erhalten, kann ich als Betrachter wohl sagen: "Schönes Bild, tolle Aufnahme", aber der Lerneffekt, gerade für mich als Anfänger, ist doch eigentlich ziemlich gering.
    Welche Meinung habt ihr zu diesem Thema? - LG Heggestroefer
    Die "Nachbearbeitung" eines digitalen Fotos kann hauptsächlich aus 4 Gründen notwendig sein:

    1. Belichtung und Weißabgleich wurden bei der Aufnahme falsch eingestellt
    Da kann man, wenn man RAW-Dateien hat, wenigstens den Weißabgleich noch nachträglich retten (ähnlich zum analogen Farbnegativfilm in früheren Jahren). Hat man JPG-Dateien, so muss man (wie vormals beim analogen Diafilm) gleich bei der Aufnahme alles richtig eingestellt haben; Nachbesserung bringt da keine zufriedenstellenden Ergebnisse.

    2. Man möchte "stürzende Linien" aufrichten oder einen bestimmten Bildausschnitt haben (z.B. den Horizont waagerecht ausrichten).
    Das ist wie früher in der Dunkelkammer, da kommt man - egal mit welcher Kamera oder in welchem Datenformat - um die elektronische Nachbearbeitung nicht umhin.

    3. Korrektur von optischen Fehlern bei manchen Objektiven.
    Chromatische Fehler (Farbränder an Hell-Dunkelkanten), Vignettierung (Abschattung hin zu den Ecken), geometrische Verzerrung (meistens bei Weitwinkel) lassen sich bei den meisten Programmen heutzutage sehr leicht korrigieren.

    4. Man möchte bestimmte "Spezialeffekte" erzielen
    Da bietet die Nachbearbeitung ein üppiges Betätigungsfeld, weit mehr und einfacher als früher Chemie und Dunkelkammer.

    JPG ooc (direkt aus der Kamera) ist mit den neuen Apparaten (z.B. Deiner Lumix) in den meisten Fällen völlig ausreichend. Nachbearbeitung versauter Bilder bringt da meistens nur eine Verschlimmerung der gemachten Fehler.
    Gute "Vorbilder" mit allen EXIF-daten mögen zwar hilfreich sein, aber aus eigenen Fehlern lernt man doch am meisten.

    Mein kleiner Tipp: mehrere Aufnahmen mit verschiedenen Einstellungen kosten heutzutage nichts. Auf jeden Fall solltest Du lernen, nach jeder Aufnahme, die Dir wichtig ist, das Histogramm zu kontrollieren. Mit etwas Übung hast Du schnell raus, was Du falsch oder richtig gemacht hast.
    Geändert von joachimeh (09.12.2010 um 17:51 Uhr)
    mfG Joachim



    Gesunder Menschenverstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber kein Grad von Bildung den gesunden Menschenverstand.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer
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    Hallo und herzlich willkommen im Forum, Heggestroefer!

    ...mangelhafte Aufnahmen grundsätzlich mittels Software "zu verbessern", halte ich manchmal doch für ziemlich übertrieben.
    Also für mich zählt das Ergebnis. Es gibt Bilder, die wirken nach der digitalen Überarbeitung unnatürlich, vor allem viele HDR-Bilder. Aber eine moralische Frage würde ich daraus nicht machen wollen. Schließlich machen die Kameras ja selbst schon Bildbearbeitung, wenn sie aus dem RAW-Bild ein jpg machen.

    Bevor ich Bilder hier poste, muss ich sie immer bearbeiten. Ich verkleinere sie natürlich, und dabei werden sie unscharf. Also schärfe ich nach. Ich bearbeite aber auch die Farben. Aber sowas ähnliches macht die Kamera ja auch, beim Weißabgleich...

    Manchmal zögere ich bei der Bearbeitung allerdings: Wenn ich genau weiß, dass der Sonnenuntergang auf dem Bild anders aussieht als in Wirklichkeit.

    Ohne Angaben über Blende, Belichtungszeit, Brennweite und andere Einstellungen ... [ist] der Lerneffekt [...] doch eigentlich ziemlich gering.
    Wenns um einzelne Aufnahmen geht, dann frag doch den Fotografen. Ich denk, die meisten werden ihre Fotos gerne erläutern.

    Grüße,
    Stefan
    Geändert von Samsungknipser (09.12.2010 um 21:46 Uhr)

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von piepenhagen
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    Bildbearbeitung beherrsch ich so gut wie gar nicht. Mache die Bilder im RAW-Modus, dann einfach mit dem Progamm von Canon in jpg umwandeln. Mit Gimp dann vielleicht noch Kontrast/Helligkeit und fertig. Ausnahme, ich möchte nachträglich S/W - Bilder haben, dann mach ich je nach Bedarf noch Korrekturen mit Rot/Orange/Gelb/Grün - Filtern.

    Richtig verhunzte Bilder kann man eh nicht retten, sondern wie schon erwähnt wurde, nur verschlimmbessern oder aber halt ein Trashphoto daraus machen.

    Halt dich einfach an diese Eselsbrücken

    Portraits im Zimmer - F8 klappt immer.

    Kein Blitz dabei - Blende 2.

    Fast schon Nacht - Blende 2 Komma 8.

    Schnelles Tier - Blende 4.

    Grünes Gewächs - Blende 5 Komma 6.

    Ist die Schärfentiefe ranzig, nimm doch Blende 22.

    Das Pickel-Model schlägt nach dir, nimmst du die 12 statt Blende 4

    Ist das Makro Matsch und scheissig - Blende elf bis zweiunddreissig

    Geht im Sucher die Sonne nicht auf, hast den Deckel Du noch drauf

    Viel zu lang ist wohl Dein Tele, siehst Du vom Fanten nur das Ele

    An Makrolinsen tote Fliegen? Wirds an der Naheinstellung liegen

    Fotografierst du einfach Nackte, reicht dann locker 'ne Kompakte.

    Sollen Fotos gut gelingen, mußt du dein Geld zu Canon bringen

    Ist die Ausrüstung viel zu schwer, muß der Ehegatte her

    Ohne jedes Fotowissen, sind die Bilder meist beschissen.
    mehr Bilder von mir auf

    http://www.dslr-lounge.de

  5. #5
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    Schnelles Tier - Blende 4.
    Super. Endlich hab ichs begriffen.

  6. #6
    profimasking
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    Hallo!
    das ist so. Ich bekommen täglich viele Bilder, einigen davon sind schon professionell, aber einfach durch Technik und gute Kamera reicht nicht. durch PS kann man noch viel verbessern.

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