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Frage zur Iso empfindlichkeit
Hi, da ich mich gerade nach einer neuen Kamera umsehe und mir mittlerweile ziemlich sicher bin das es eine Lumix Lx5 werden wird habe ich mich natürlich ziemlich ausgiebig durch vergleiche und Testberichte gehangelt.
Der einzige Nachteil den ich für mich bei der Lx5 gegenüber der Powershot G12 feststellen kann, ist das die Lx5 bei wenig Licht und höheren Iso Werten etwas mehr Rauscht.
Damit bin ich aber auch schon an dem Punkt wo ich gerade nichts verstehe.
Ich sollte dazu sagen das ich Kamera technisch genau genommen Absoluter Anfänger bin. Habe zwar schon viel Fotos gemacht, aber nur mit kleinen "billig" knipsen die alles alleine machen und da nicht viel Platz zum ausprobieren lassen.
Wenn ich mir diesen Bericht ansehe, im besonderen die "Iso Test" Bilder, dann stelle ich mir die Frage warum das Rauschen bei hohen Iso Werten überhaupt ein Problem ist. Denn das Bild mit ISO 200 ist für mich eindeutig besser als alle anderen mit den höheren Iso Werten zusammen. Also warum sollte ich dann überhaupt so einen hohen ISO Wert einstellen und mich über das Rauschen ärgern, wo das bei ISO 200 doch wesentlich besser aussieht ?
So wie ich das verstanden habe steht der ISO-Wert für die Lichtempfindlichkeit des Sensores, aber warum werden die Bilder denn schlechter wenn der Sensor empfindlicher gestellt wird ? Andersrum fände ich das logisch.
Naja wäre nett wenn mir da mal jemand etwas Licht ins dunkle bringen könnte.
Bin auch für links dankbar wo solche Grundlagen wie Iso-Wert, was ist der unterschied zwischen der echten Brennweite und den auf kleinformat umgerechneten Werten, was die werte für die Lichtstärke bsp. f2.0 - f8.0 überhaupt bedeuten usw. erklärt wird
Ich hab so das Gefühl das es wohl sinnvoll ist mich da erstmal etwas schlau zumachen bevor ich dann kaufe.
mfg Jens
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Zuerst einmal, die Lichtempfindlichkeit eines Sensors ist immer gleich, die kann sich nicht ändern. Was bei Erhöhung des ISO-Wertes passiert, ist, dass das Signal vom Sensor einfach verstärkt wird. Dadurch verschlechtert sich aber das Signal-Rausch-Verhältnis, d.h. das Rauschen nähert sich von der Stärke her immer mehr dem Bildsignal an, wodurch es sichtbarer wird. Gerade bei Dunkelheit ist das ein Problem, weil da das Bildsignal eh schon recht schwach ist.
Warum macht man also nicht immer nur Bilder mit ISO 100 oder 200? Weil je nach Licht oder Motiv eine kurze Belichtungszeit benötigt oder gewünscht wird, und das geht halt nur, indem man die Blende weiter öffnet oder den ISO-Wert erhöht. Damit sollte dir dann auch klar sein, warum Lichtstärke wichtig ist. Hier kannst du bei Offenblende wesentlich kürzere Belichtungszeiten nutzen, ohne gleich den ISO-Wert hochdrehen zu müssen. (Lichtstärke sagt aus, wie viel Licht bei voll geöffneter Blende am Sensor ankommt; je kleiner der Wert, desto besser. Hat auch Einfluss auf die Tiefenschärfe, aber bei Kompaktknipsen mit kleinem Sensor macht das nicht viel aus...)
Brennweite auf Kleinbild umrechnen macht man, weil man die Brennweiten sonst nicht vergleichen könnte. Die echte Brennweite besagt nämlich wenig, weil die je nach Sensorgröße unterschiedlich ist, auch wenn man auf KB umgerechnet auf dieselbe Brennweite kommt. Umrechnen geht für gewöhnlich: echte Brennweite * Crop-Faktor = Brennweite nach KB. Die LX5 hat übrigens einen Crop-Faktor von 4,7.
Geändert von timow (13.01.2011 um 08:58 Uhr)
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Erfahrener Benutzer
Zum Thema Rauschen, Finde das wir häufig überbewertet. Läßt sich aber in bestimmten Situationen nicht vermeiden und kann mit einem EBV-Programm auch gemildert werden (Noise-Reduktion).
Versuche mal Deine Fragen mal in Kurzform zu erläutern.
was ist der unterschied zwischen der echten Brennweite und den auf kleinformat umgerechneten Werten
Das nennt man den Crop-Faktor der je nach Herstellern unterschiedlich ist. Canon hat z.B. 1,5. d.h. wenn Du auf der digitalen Kamera ein 50mm Objektiv drauf hast, würde das bei einer Analogen 75mm entsprechen.
was die werte für die Lichtstärke bsp. f2.0 - f8.0 überhaupt bedeuten
Diese Werte geben an, wie Lichtstark ein Objektiv ist. Stellt man Blende 2 ein (offene Blende) kommt viel Licht durch das Objektiv aber, man hat dann nur eine geringe Tiefenschärfe und bei gutem Wetter auch eine schnelle Belichtungszeit (kein Verwackeln der Bilder) stellt man Blende 8 ein, dann fällt weniger Licht ein und die Belichtungszeit ist erheblich länger, dafür ist die Tiefenschärfe wesentlich größer. Grob gesagt. z.B. Blende 4 = 1/500 sec. Blende 5,6 = 1/250 sec Blende 8 = 1/125 sec Blende 16 = 1/60 sec. usw.
Also warum sollte ich dann überhaupt so einen hohen ISO Wert einstellen und mich über das Rauschen ärgern, wo das bei ISO 200 doch wesentlich besser aussieht ?
Nehmen wir mal das rote Beispiel. Mit dieser Einstellung kann man keine schnellen Objekte einfangen (außer man zieht die Bewegung mit) Du willst aber eine große Tiefenschärfe haben, also muß Blende 16 bleiben. Du brauchst aber mind. eine 1/500. Jetzt kommt die ISO ins Spiel. Erhöht man den Wert um jeweils 100, dann wird die Belichtungszeit schneller. ASA200=16=1/60, ASA 400=16=1/120, ASA600=16=1/250, ASA800=16=1/500. Das sind jetzt nur grobe werte.
Hoffe ein wenig Licht gebracht zu haben.
upps, timow war schneller
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So dann mal Danke für die ausführlichen Antworten, damit wäre dann nun alles geklärt
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Erfahrener Benutzer
Hier kann man gut sehen, wie sich die Brennweite und Blende auf die Tiefenschärfe auswirkt.
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