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Erfahrungen mit dem EF-S 17-55 2,8 USM IS
War am Wochenende in Berlin mit einer EOS 400 und dem oft gelobten und auch ganz schön teuren EF-S 17-55 2,8 USM IS unterwegs - Equipment aus der Arbeit. Das Wetter war nicht besonders und meine Fotos sind auch größtenteils eher mau, aber für mich als Knipsenfotograf wars interessant, wieviel besser so eine ordentliche DSLR mit einem guten Zoom ist.
Erkenntnis 1: Macro geht genauso gut wie mit der Kompakten

(Schloss Charlottenburg, 55 mm, F8,0, 1/50, ISO 100)
Bin so nahe hingegangen, wie es vom Autofokus her ging, das waren etwa 15 cm Abstand. Blende 8 war die kleinste, bei der die ganze Blüte auch aus dieser Perspektive halbwegs scharf wurde. Besser wär ein ruhigerer, einfarbiger Hintergrund gewesen. Ein ähnliches Bild wär wohl auch mit meiner Kompaktknipse möglich gewesen. Die Blüte im Ganzen scharf zu kriegen ist damit leicht, und da ich näher rangehen kann (ca. 5 cm), wird der Hintergrund auch etwa so unscharf.
Erkenntnis 2: Weitwinkelfotos werden genauso verzerrt

(Gedächtniskirche, 21 mm, F 9,0, 1/320, ISO 200)
Ich weiß, ein grausiges Bild, vor allem wegen des Wetters. Ich poste es nur wegen der Verzeichnung: Nach meinen Erfahrungen mit windschiefen Kapellen war für mich interessant, dass auch mit dem 850-Euro-Objektiv die beiden Türme nichtmal halbwegs gerade hinzukriegen waren. Recht viel weitwinkliger als 21 mm hätte ich es nicht fotografieren können ohne Bäume oder Laternen im Weg zu haben.
Erkenntnis 3: In der Dämmerung geht viel mehr

(Brandenburger Tor, 21 mm, F4,0, 1/60, ISO 1600)
Auch kein besonders tolles Bild. Aber bemerkenswert, wie gut die Qualität im Vergleich zur Knipse ist. Ich hab die Kamera auf eine Parkbank aufgestützt und um 22h40 in der Dunkelheit fotografiert - nur die Beleuchtung des Tors war da. Einfach ISO 1600 eingestellt, und immer noch ein akzeptables Ergebnis gekriegt. Mit der Knipse undenkbar, selbst mit Selbstauslöser und Stativ nicht.
Mein Fazit
Ein schönes Objektiv, das sich für Makro und Available Light eignet, aber nicht für Architektur. Dafür wär das EF-S 10-22 mm gut gewesen. Das haben wir in der Arbeit und laut Objektivtest auf photozone.de gibt es bei 22mm kaum mehr Verzeichnungen.
Was hättet ihr getan?
Was hättet ihr für ein Wochenende Berlin mitgenommen? Da ich glaube, dass man eine Stadt am besten zu Fuß erkundet, ist dergleichen immer mit viel Latscherei verbunden, also scheidet eine Wagenladung Objektive aus. Aber vielleicht wäre es besser gewesen, neben dem Standardzoom noch ein extra Weitwinkelzoom zu haben? Oder besser nur ein 20 mm und ein 50 mm?
Geändert von Samsungknipser (16.06.2010 um 21:57 Uhr)
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Erfahrener Benutzer
Zitat: Was hättet ihr getan?
Für mich ganz klar: Nicht nach Berlin fahren. Als ich letztens kurz vor dem
Mauerbau in Berlin war, wurde mir klar, daß große Anhäufungen von
Menschen und Steinen nicht meine Welt ist.
Ach so, die Optik steht eigentlich hoch im Kurs bei den Canonieren, aber
die WW-Linsen aus Fernost zählen noch nicht zu der absoluten Spitze,
aber das ändert sich bestimmt ganz schnell.
Die Canonoptik: 2,8/40-70
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Zitat von
berndbaru
Die Canonoptik: 2,8/40-70
Du meinst das 24-70 f/2.8 USM L, oder? Mit fast einem Kilo ist das Glas noch deutlich schwerer als mein Favorit (ca. 650 g), und auch länger und teurer (1.050 statt 820€). Und auch ein bisschen lange Brennweite für ein Standardzoom an einer APS-C-Kamera. Die Verzerrung ist bei 24 mm allerdings gering, und bei 40 mm sogar verschwunden! Allerdings scheint die Serienstreuung laut photozone groß zu sein: "During the last two years four lenses has seen the lab with only one within specs". Und: "the EF-S 17-55mm f/2.8 USM IS is a better and cheaper bet except regarding build quality."
Grüße,
Stefan
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