Verschwommener Hintergrund (also: Freistellen des Aufnahmeobjektes mittels geringer Schärfentiefe) hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab:
Je länger die tatsächliche Brennweite des Objektivs und je größer sein wirksamer Durchmesser im Verhältnis zu Brennweite sind, desto geringer die Tiefenschärfe. Das klingt kompliziert und sieht in der Praxis so aus:
Beim KB-Format 24x36 mm galt ein Objektiv mit 90mm Brennweite und Blende f:1 bis f:2,8 als gutes Portraitobjektiv (Schärfentiefe 7,6cm bei 2m Entfernung 90mm Brennweite und Blende 2,8).
Je kleiner der Sensor der Kamera im Verhältnis zu KB ist (Crop-Faktor) desto kleiner ist die Brennweite des Objektivs um den gleichen Bildausschnitt zu zeigen. Und damit steigt die Schärfentiefe.
KB_______ Crop=1 ......BW=90mm__ f:2,8 2m
Schärfentiefe= 7,6cm
z.B. M8___ Crop=1,33 ..BW=67,5mm f:2,8 2m Schärfentiefe= 10,3cm
FT, µFT__ Crop=2 .......BW=45mm__ f:2,8 2m
Schärfentiefe= 15,6cm
Bridge____ Crop=4,84 ..BW=18,6mm f:2,8 2m
Schärfentiefe= 38,6cm
Pocket____Crop=7,67 ..BW=11,7mm f:2,8 2m Schärfentiefe= 62,3cm
Ich danke dir ganz doll! Muss mir das was Du geschrieben hast noch ein paar mal durchlesen... bin da ja nicht sooo versiert..
Du siehst hier ja selbst, dass eine Bridge bezüglich Freiststellen schon recht grenzwertig ist. Schau Dir deshalb mal die neuen µFT-Kameras von Panasonic, Olympus (und bald auch Leica) an, da geht das noch sehr gut und sie sind kleiner und leichter als die klotzigen DSLRs.
Das mache ich!
Ja, kleiner/leichter als z.B. meine Nikon sollte sie schon sein. Immer mit der riesen Tasche (Kamera und Objektiven) rum rennen ist echt nervig..
Ich möchte halt auch gute Bilder machen wenn ich mal so unterwegs bin, deshalb ist ne Bridge von der Größe her schon echt gut, die krieg ich in meine Handtasche
Nicht zuletzt achte beim verschwimmenden Hintergrund auf ein gutes Bokeh:
Das was unscharf wird sieht dann sehr angenehm aus, wen die unscharfe Fläche möglichst gleichmässig (ohne helle Ränder und ohne helle Mitten) abgebildet ist.
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