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  1. #1
    Benutzer Avatar von Millie
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    Standard Spiegelreflex oder Bridge Kamera? Entscheidungshilfe

    Hallo Leute,

    kurz vorweg, ich bin ein schwieriger Fall, versuche aber mich kurz zu fassen.

    Ich fotografiere schon sehr lange, sehr viel und auch recht gut würde ich sagen.

    Habe mir vor vielen Jahren eine NIKON F90X professional geholt
    (nicht digital;-) Ja, ich dachte damals, kauf mal gleich eine die alles kann...
    Hmm, das war blöd, ich habe weder von Blende noch Belichtung Ahnung *schäm*

    Ich machte super- Fotos, habe aber lange nicht alles aus der Kamera raus geholt was in ihr steckt, schon schade.

    Nun habe ich seit ein paar Jahren eine kleine Casio EXZ750, also ein Hosentaschen- Schnappschuss- Modell.

    Die ist ja so auch ganz nett aber ersetzt natürlich keine "richtige" Kamera.

    Nun möchte ich mir demnächst eine etwas bessere Digitale zulegen.

    Nun ja, ich habe immer noch nicht die große Ahnung in Sachen Fotografie und möchte mich auch nur bedingt damit befassen.
    UND, Ich möchte diesmal eine Kamera kaufen die ich auch bedienen kann, bzw. wo ich es schaffe die Bedienungsanleitung zu lesen ohne vorher Fotografie studiert zu haben

    Fotografieren werde ich am meisten Tiere, Pflanzen... mir ist halt der verschwommene Hintergrund wichtig und dass sie schnell auslöst.

    Jetzt meine Fragen,

    *Bekomme ich mit einer Bridge-Kamera ähnlich gute Fotos wie mit einer Spiegelreflex?
    *Also dass der Hintergrund verschwommen ist, Tiefenschärfe und so?
    *Gibt es eine Bridge-Kamera die ihr empfehlen könnt?
    *Was (außer dem festen Objektiv) unterscheidet eine Bridgekamera von einer Spiegelrefelx (also nur grobe Infos, ich brauche keine Daten)
    * Was würdet Ihr mir raten, also zu welcher Kamera, bzw. worauf ich achten soll, damit auch ICH sie bedienen kann?

    Entschuldigt, das sind viele Fragen und ich weiß dass das als Neulig schon frech rüber kommt aber ich steh ein bisschen auf dem Schlauch ... und die neue Kamera muss auch nicht morgen sein.. vielleicht Weihnachten oder so...also falls ihr antworten mögt, ich bin geduldig

    Vielen Dank und liebe Grüße, Millie

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von tommy
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    Standard

    Zitat Zitat von Millie Beitrag anzeigen

    *Bekomme ich mit einer Bridge-Kamera ähnlich gute Fotos wie mit einer Spiegelreflex?
    *Also dass der Hintergrund verschwommen ist, Tiefenschärfe und so?
    *Gibt es eine Bridge-Kamera die ihr empfehlen könnt?
    *Was (außer dem festen Objektiv) unterscheidet eine Bridgekamera von einer Spiegelrefelx (also nur grobe Infos, ich brauche keine Daten)
    * Was würdet Ihr mir raten, also zu welcher Kamera, bzw. worauf ich achten soll, damit auch ICH sie bedienen kann?

    Der verschwommene Hintergrund sollte auch mit eine Bridge gehen.
    Aber siehe dir eine Bridge an und eine Spiegelreflex, die Größe macht da fast keinen Unterschied mehr.
    Blende, Verschlusszeiten kann man bei einer Bridge auch einstellen, ich kann nun nicht sagen ob es bei jeder geht.

    Der Unterschied liegt sicherlich im Sensor und das eine Bridge ein Zoom-Objektiv drauf hat. Ich würde ins Geschäft gehen und welche in die Hand nehmen. Ich selber würde zu einer Spiegelreflex greifen weil ich dort einfach auch die Objektive tauschen kann.

    Gruss, Tommy

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von joachimeh
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    Verschwommener Hintergrund (also: Freistellen des Aufnahmeobjektes mittels geringer Schärfentiefe) hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab:

    Je länger die tatsächliche Brennweite des Objektivs und je größer sein wirksamer Durchmesser im Verhältnis zu Brennweite sind, desto geringer die Tiefenschärfe. Das klingt kompliziert und sieht in der Praxis so aus:

    Beim KB-Format 24x36 mm galt ein Objektiv mit 90mm Brennweite und Blende f:1 bis f:2,8 als gutes Portraitobjektiv (Schärfentiefe 7,6cm bei 2m Entfernung 90mm Brennweite und Blende 2,8).

    Je kleiner der Sensor der Kamera im Verhältnis zu KB ist (Crop-Faktor) desto kleiner ist die Brennweite des Objektivs um den gleichen Bildausschnitt zu zeigen. Und damit steigt die Schärfentiefe.

    KB_______ Crop=1 ......BW=90mm__ f:2,8 2m Schärfentiefe= 7,6cm
    z.B. M8___ Crop=1,33 ..BW=67,5mm f:2,8 2m Schärfentiefe= 10,3cm
    FT, µFT__ Crop=2 .......BW=45mm__ f:2,8 2m Schärfentiefe= 15,6cm
    Bridge____ Crop=4,84 ..BW=18,6mm f:2,8 2m Schärfentiefe= 38,6cm
    Pocket____Crop=7,67 ..BW=11,7mm f:2,8 2m Schärfentiefe= 62,3cm

    Du siehst hier ja selbst, dass eine Bridge bezüglich Freiststellen schon recht grenzwertig ist. Schau Dir deshalb mal die neuen µFT-Kameras von Panasonic, Olympus (und bald auch Leica) an, da geht das noch sehr gut und sie sind kleiner und leichter als die klotzigen DSLRs.

    Nicht zuletzt achte beim verschwimmenden Hintergrund auf ein gutes Bokeh:

    Das was unscharf wird sieht dann sehr angenehm aus, wen die unscharfe Fläche möglichst gleichmässig (ohne helle Ränder und ohne helle Mitten) abgebildet ist.
    mfG Joachim



    Gesunder Menschenverstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber kein Grad von Bildung den gesunden Menschenverstand.

  4. #4
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    Hallo,
    sagen wir mal so, das Gewicht und die Größe ist schon noch größer bei den DSLRs als bei den Bridgekameras. Aber du musst beachten: Bei den DSLRs schleppst du ja auch noch 2-3 Objektive mit und noch ein Stativ und da kommst du dann schon auf deine 1,5 kg und bei den Bridgekameras bleibst du bei ca 400-500 g. Außerdem, wenn du Tiere fotografierst die nicht lange stehen bleiben ist eine Bridge vielleicht besser für dich.
    Aber am Ende musst du selbst entscheiden welche du nun holst.

  5. #5
    Benutzer Avatar von Millie
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    Vielen Dank Tommy!!

    Zitat Zitat von tommy Beitrag anzeigen
    Der verschwommene Hintergrund sollte auch mit eine Bridge gehen.
    Aber siehe dir eine Bridge an und eine Spiegelreflex, die Größe macht da fast keinen Unterschied mehr.

    Ja, ich werde eh in den Geschäften mal schauen, sie in die Hand nehmen, gucken was womit möglich ist und womit ich klar komme.

    Blende, Verschlusszeiten kann man bei einer Bridge auch einstellen, ich kann nun nicht sagen ob es bei jeder geht.
    Da mach ich mich mal schlau.

    Der Unterschied liegt sicherlich im Sensor und das eine Bridge ein Zoom-Objektiv drauf hat. Ich würde ins Geschäft gehen und welche in die Hand nehmen. Ich selber würde zu einer Spiegelreflex greifen weil ich dort einfach auch die Objektive tauschen kann.

    Gruss, Tommy
    Super, ich wollte hier ja auch Vorab- Infos, damit ich im laden dann ein bisschen weiß, worauf ich achten muss..
    Danke!!

  6. #6
    Benutzer Avatar von Millie
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    Hallo Joachim!

    Zitat Zitat von joachimeh Beitrag anzeigen
    Verschwommener Hintergrund (also: Freistellen des Aufnahmeobjektes mittels geringer Schärfentiefe) hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab:

    Je länger die tatsächliche Brennweite des Objektivs und je größer sein wirksamer Durchmesser im Verhältnis zu Brennweite sind, desto geringer die Tiefenschärfe. Das klingt kompliziert und sieht in der Praxis so aus:

    Beim KB-Format 24x36 mm galt ein Objektiv mit 90mm Brennweite und Blende f:1 bis f:2,8 als gutes Portraitobjektiv (Schärfentiefe 7,6cm bei 2m Entfernung 90mm Brennweite und Blende 2,8).

    Je kleiner der Sensor der Kamera im Verhältnis zu KB ist (Crop-Faktor) desto kleiner ist die Brennweite des Objektivs um den gleichen Bildausschnitt zu zeigen. Und damit steigt die Schärfentiefe.

    KB_______ Crop=1 ......BW=90mm__ f:2,8 2m Schärfentiefe= 7,6cm
    z.B. M8___ Crop=1,33 ..BW=67,5mm f:2,8 2m Schärfentiefe= 10,3cm
    FT, µFT__ Crop=2 .......BW=45mm__ f:2,8 2m Schärfentiefe= 15,6cm
    Bridge____ Crop=4,84 ..BW=18,6mm f:2,8 2m Schärfentiefe= 38,6cm
    Pocket____Crop=7,67 ..BW=11,7mm f:2,8 2m Schärfentiefe= 62,3cm


    Ich danke dir ganz doll! Muss mir das was Du geschrieben hast noch ein paar mal durchlesen... bin da ja nicht sooo versiert..

    Du siehst hier ja selbst, dass eine Bridge bezüglich Freiststellen schon recht grenzwertig ist. Schau Dir deshalb mal die neuen µFT-Kameras von Panasonic, Olympus (und bald auch Leica) an, da geht das noch sehr gut und sie sind kleiner und leichter als die klotzigen DSLRs.

    Das mache ich!
    Ja, kleiner/leichter als z.B. meine Nikon sollte sie schon sein. Immer mit der riesen Tasche (Kamera und Objektiven) rum rennen ist echt nervig..
    Ich möchte halt auch gute Bilder machen wenn ich mal so unterwegs bin, deshalb ist ne Bridge von der Größe her schon echt gut, die krieg ich in meine Handtasche


    Nicht zuletzt achte beim verschwimmenden Hintergrund auf ein gutes Bokeh:

    Das was unscharf wird sieht dann sehr angenehm aus, wen die unscharfe Fläche möglichst gleichmässig (ohne helle Ränder und ohne helle Mitten) abgebildet ist.

    Vielen Dank für deine Tips und Infos!! Das hilft mir sehr weiter!

  7. #7
    Benutzer Avatar von Millie
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    Hallo Scotcallor und vielen Dank!

    Zitat Zitat von shotcallor Beitrag anzeigen
    Hallo,
    sagen wir mal so, das Gewicht und die Größe ist schon noch größer bei den DSLRs als bei den Bridgekameras. Aber du musst beachten: Bei den DSLRs schleppst du ja auch noch 2-3 Objektive mit und noch ein Stativ und da kommst du dann schon auf deine 1,5 kg und bei den Bridgekameras bleibst du bei ca 400-500 g.

    Ja, wie schon geschrieben, vom Gewicht her bestens, denn wenn ich wieder nen großen Koffer mit schleppen muss, überlege ich mir ja jedes mal, ob ich sie mitnehme..brauche.. und wenn ich sie dann nicht mit hab und ein tolles Motiv finde, dann ärgere ich mich. Hab zwar IMMER ne Kleine dabei aber das ist ja nicht soo doll...

    Außerdem, wenn du Tiere fotografierst die nicht lange stehen bleiben ist eine Bridge vielleicht besser für dich.
    Aber am Ende musst du selbst entscheiden welche du nun holst.
    Danke, ja ich schau mir mal an, was der Markt da so zu bieten hat..
    Danke!!

  8. #8
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    Ja ich kann dir sagen, dass Die Sony DSC HX1, die Panasonic FZ28 oder 38, die Nikon Coolpix P90 und die Canon Powershot SX1 zur Zeit so die Besten sind.
    DIe Sony hat nur den Nachteil, dass sie kein RAW-Format unterstützt und der Rest hat nur einen 2,7 Zoll großen Display und die Sony 3,0 Zoll.
    Ich tendiere nämlich auch derade zwischen der Sony und den beiden Panasonics. Kan mich aber irgendwie nicht entscheiden. Na gut die Sony ist auch etwas teurer als die Panasonics.

  9. #9
    Benutzer Avatar von Millie
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    Hallo shotcallor, vielen Dank, die guck ich mir mal an..

    War heute auch mal kurz im Geschäft (kein Fachgeschäft sondern Elekrtonik-Markt) hatte nur kurz Zeit und hab mal geguckt..
    Was sollte man ausgeben?

    Also ich bin nicht reich aber ich will auch keinen Schrott kaufen..

    Viele Glück bei deiner Entscheidung!!
    Kannst ja dann erzählen, für welche Du dich entschieden hast..

  10. #10
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    Wie viel du dafür bezahlen musst ist dir überlassen. Das kommt auf deinen Geldbeutel und natürlich auf deine Anprüche an.
    Für die Sony bezahlst du mindestens 350€ und für die Panasonic FZ38 kannst du Glück haben und nur 320€ bezahlen. Aber der Durchschnitt bei ebay liegt bei 330€.
    Die FZ28 kriegst du auch schon neu für 280€.

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