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  1. #1
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    Standard Sensorgröße/ Objektiv usw.

    Kameras für Otto-Normalanwender, wo auch gern mal der Automatik-Modus genutzt wird, haben meist kleinere Bildsesoren.
    Wird dies in jedem Fall der Bildqualität zum Verhängnis?

    Oder so,
    ist die Größe des Bildsensors für die Bildqualität verantwortlich oder hängt dies auch maßgeblich auch mit einem modernen Bildprozessor zusammen?

    Und das Objektiv, Qualitäts-Markenobjektiv?
    Je lichtempfindlicher je besser
    oder haben extrem lichtempfindiche Objektive ggf. auch Nachteile?

    Die Bildsensoren der DSRL-Kameras sind ja deutlich größer.
    Ich hatte mal gelesen, das die großen Sensoren aber nicht automatisch für eine bessere Bildqualität sorgen, sondern überwiegend die Tiefenschärfe davon profitieren soll.

    Wer kennt sich besonders gut damit aus und kann dazu etwas erklären?

    Gruß, Sachs

  2. #2
    timow
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    Standard

    Oder so, ist die Größe des Bildsensors für die Bildqualität verantwortlich oder hängt dies auch maßgeblich auch mit einem modernen Bildprozessor zusammen?
    Die Größe in dem Sinne ist nicht direkt für die Bildqualität verantwortlich, sondern die Pixeldichte, d.h. wie viele Megapixel sich auf dem Sensor tummeln. Ein kleiner Sensor, wie er in Kompakten üblich ist, kann durchaus sehr gute Bildqualität liefern, wenn er z.B. nur 6 MP oder weniger hat. Aber heute packen die Hersteller halt gerne mal 14 MP und mehr auf eine Fläche von wenigen Quadratmillimetern. Da kommt bei einem Pixel dann so wenig Licht an, dass das Nutzsignal so stark verstärkt werden muss, dass schon bei ISO 100 ohne Ende Rauschen unterdrückt werden muss...

    Ich behaupt mal, der Bildprozessor muss bei kleineren Sensoren generell leistungsfähiger sein, um die Nachteile der Minipixel ausbügeln zu können.

    Zum Vergleich: Ein APS-C-Sensor einer DSLR hat ca. 12x so viel Fläche wie die Sensoren einer Kompakten. Bei einem 4/3"-Sensor (Four Thirds) ist die Fläche immer noch 8x so groß. Um den Faktor mehr Licht bekommt dann auch jeder Pixel ab (bei gleicher MP natürlich) und das Nutzsignal ist viel sauberer und muss nicht so stark verstärkt werden. Da brauchst du dann auch viel weniger Rauschunterdrückung und als Endergebnis hast du ein Foto mit viel weniger Artefakten. Ferner können bei schlechten Lichtverhältnissen Detail besser erhalten werden, weil das Rauschen sich in einem Rahmen hält, in dem nicht durch die Rauschunterdrückung gleich alle Details mit weggebügelt werden.

    Je lichtempfindlicher je besser oder haben extrem lichtempfindiche Objektive ggf. auch Nachteile?
    Teurer, größer, schwerer.
    Geändert von timow (18.02.2011 um 21:57 Uhr)

  3. #3
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    Hallo Sachs,
    Was genau meinst Du mit "Qualität"? Rauschen, Grundschärfe?

    zum Rauschen:
    Da spielt die "Pixeldichte" eine große Rolle. Je größer die Pixel auf dem Sensor sind, desto größer ist der Signal-zu-Rauschabstand, was zu weniger Rauschen führt. Größere Sensoren haben oft die gleiche Auflösung wie kleinere und haben darum größere Pixel.
    Ein lichtstärkeres Objektiv würde dazu führen, dass man mit geringerer ISO-Empfindlichgkeit fotografieren könnte, was dann ebenfalls weniger Rauschen hervorruft.
    Jedoch haben lichtstarke Objektive auch Nachteile. Sie sind größer und extrem lichtstarke Objektive haben zumeist auch eine geringere Grundschärfe und schlechtere Kontraste.

    zur Grundschärfe:
    Dazu eine Beispielrechnung: Man nehme zwei Kameras, eine Kompakte mit einem 6x4,5mm Sensor (ca. 1/2,3 Zoll) und eine DSLR mit einem 36x23,9mm Sensor (Kleinbild). Bei beiden Kameras bilden die Objektive identisch scharf ab.
    Nun möchte man die gemachten Bilder im Format eines 13cm Fotos ausdrucken. Dafür müsste man bei der Kompaktkamera das vom Objektiv auf den Sensor projiziertes Bild um den Faktor 29 vergrößern. Beim Kleinbildsensor lediglich um den Faktor 5,4.
    Da kann man sich gut vorstellen, wie schwer es eine Kompaktkamera hat mit einem großen Sensor Schrittzuhalten.

    /EDIT
    Da war wohl jemand schneller
    lg medvedev

  4. #4
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    Zitat Zitat von medvedev Beitrag anzeigen
    Hallo Sachs,
    Was genau meinst Du mit "Qualität"? Rauschen, Grundschärfe?

    zum Rauschen:
    Da spielt die "Pixeldichte" eine große Rolle. Je größer die Pixel auf dem Sensor sind, desto größer ist der Signal-zu-Rauschabstand, was zu weniger Rauschen führt. Größere Sensoren haben oft die gleiche Auflösung wie kleinere und haben darum größere Pixel.
    Ein lichtstärkeres Objektiv würde dazu führen, dass man mit geringerer ISO-Empfindlichgkeit fotografieren könnte, was dann ebenfalls weniger Rauschen hervorruft.
    Jedoch haben lichtstarke Objektive auch Nachteile. Sie sind größer und extrem lichtstarke Objektive haben zumeist auch eine geringere Grundschärfe und schlechtere Kontraste.

    zur Grundschärfe:
    Dazu eine Beispielrechnung: Man nehme zwei Kameras, eine Kompakte mit einem 6x4,5mm Sensor (ca. 1/2,3 Zoll) und eine DSLR mit einem 36x23,9mm Sensor (Kleinbild). Bei beiden Kameras bilden die Objektive identisch scharf ab.
    Nun möchte man die gemachten Bilder im Format eines 13cm Fotos ausdrucken. Dafür müsste man bei der Kompaktkamera das vom Objektiv auf den Sensor projiziertes Bild um den Faktor 29 vergrößern. Beim Kleinbildsensor lediglich um den Faktor 5,4.
    Da kann man sich gut vorstellen, wie schwer es eine Kompaktkamera hat mit einem großen Sensor Schrittzuhalten.

    /EDIT
    Da war wohl jemand schneller
    Mit Qualität der Fotos möchte ich das Rauschverhalten der Kamera bezeichnen. Eine Kamera bei der Fotos schon bei ISO 400 so grobpixelig sind möchte ich nicht haben. Ich hatte nun auch gelesen das CCD Sensoren deutlich weniger Rauschen erzeugen als die CMOS Sensoren.
    Ist das noch immer so oder hat die Technik das nun schon anders entschieden?

    Für die allgemeine Bildschärfe, diese Infos habe ich, sind die kleinen Sensoren halbwegs brauchbar, nur die sogenannte Tiefenschärfe lässt sich nicht damit nicht darstellen?!

    Gruß, Sachs

  5. #5
    timow
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    Zitat Zitat von Sachs Beitrag anzeigen
    Ich hatte nun auch gelesen das CCD Sensoren deutlich weniger Rauschen erzeugen als die CMOS Sensoren.
    Ist das noch immer so oder hat die Technik das nun schon anders entschieden?
    Das war nur am Anfang so, als CMOS-Sensoren noch neu waren. Hing damit zusammen, dass bei CMOS-Sensoren die ganze Elektronik zum Auslesen mit auf dem Chip sitzt und den Pixeln einen Großteil der Fläche wegenommen hat. Durch die ständige Miniaturisierung und Verbesserung der Fertigungstechnik gibt es diesen Nachteil bei CMOS-Sensoren aber schon seit vielen Jahren nicht mehr.

  6. #6
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    Zitat: Für die allgemeine Bildschärfe, diese Infos habe ich, sind die kleinen Sensoren halbwegs brauchbar, nur die sogenannte Tiefenschärfe lässt sich nicht damit nicht darstellen?!

    Kannst du mir mal die "allgemeine Bildschärfe" und die "Tiefenschärfe"
    definieren und den Unterschied erklären?
    Viele Grüße,
    Elisabeth

  7. #7
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    Zitat Zitat von Sachs Beitrag anzeigen
    Ich hatte nun auch gelesen das CCD Sensoren deutlich weniger Rauschen erzeugen als die CMOS Sensoren.
    Das strimmte vielleicht vor einigen Jahren. Heute hat sich die CMOS-Technik weiter entwickelt und rauscht im Vergleich zu einem CCD-Sensor (fast) genau so stark. Zumindest soll es angeblich so sein.
    CMOS-Sensoren sollen weniger lichtempfindlich sein, was den Signal-zu-Rauschabstand verringert. Sie verbrauchen aber auch weniger Strom und erwärmen sich darum weniger, was den Signal-zu-Rauschabstand wiederum erhöht.
    Die beiden Effekte halten sich anscheinend in Waage? Zumindest habe ich das gelesen, dass sie das tun.

    zur Tiefenschärfe:
    Klar, kleinere Sensoren haben eine deutlich größere Tiefenschärfe.
    Ich habe aber auch eine Kompaktkamera (LX3) und die hat einen 1/1,63"-Sensor. Dieser ist mit ca. 8mm Breite etwas größer als übliche Sensoren in Kompaktkameras. Dort kann ich mit der größten Blendenöffnung auch eine recht geringe Tiefenschärfe erreichen.
    Die Tiefenschärfe wird aber auch geringer, wenn man die Brennweite erhöht (heran zoomen). Wenn ich darum bei meiner LX3 die größte Brennweite und Blende einstelle, kann ich Porträtaufnahmen fast wie von einer DSLR schießen.
    Naja, aber nur fast
    lg medvedev

  8. #8
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    Zitat Zitat von Elisabeth II Beitrag anzeigen
    Kannst du mir mal die "allgemeine Bildschärfe" und die "Tiefenschärfe" definieren und den Unterschied erklären?
    Ich bin zwar nicht gefragt, aber ich sitze gerade hier

    Tiefenschärfe ist also die Ausdehnung des Schärfebereichs bei einem Foto. Je nachdem wie weit der Schärfebereich von der Kamera entfernt ist, ist diese Ausdehnung unterschiedlich groß.

    Die allgemeine Schärfe (auch Grundschärfe genannt) ist ein Faktor dafür wie scharf Objekte in diesem Schärfebereich auch tatsächlich abgebildet werden. Wenn man die Blendenöffnung immer weiter verringert, erhöht sich zwar die Tiefenschärfe, doch ab einem bestimmten Wert verringert sich leider die Grundschärfe.

    Hast Du nie war davon gehört?
    lg medvedev

  9. #9
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    Zitat Zitat von Elisabeth II Beitrag anzeigen
    Zitat: Für die allgemeine Bildschärfe, diese Infos habe ich, sind die kleinen Sensoren halbwegs brauchbar, nur die sogenannte Tiefenschärfe lässt sich nicht damit nicht darstellen?!

    Kannst du mir mal die "allgemeine Bildschärfe" und die "Tiefenschärfe"
    definieren und den Unterschied erklären?
    Also, wirklich erklären kann ich es sicher nicht, ich befinde mich noch auf Findungskurs!
    Ich glaube: geringe Tiefenschärfe liegt vor wenn z.B. das Objekt im Vordergrund des Foto scharf erscheint und der Hintergrund sehr unscharf dagestellt wird.
    Somit erreiche ich einen wirklichen Fokus auf das Objekt und nicht auf das drumherum.
    Oder???

    Gruß, Sachs

  10. #10
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    Zitat Zitat von timow Beitrag anzeigen
    Das war nur am Anfang so, als CMOS-Sensoren noch neu waren. Hing damit zusammen, dass bei CMOS-Sensoren die ganze Elektronik zum Auslesen mit auf dem Chip sitzt und den Pixeln einen Großteil der Fläche wegenommen hat. Durch die ständige Miniaturisierung und Verbesserung der Fertigungstechnik gibt es diesen Nachteil bei CMOS-Sensoren aber schon seit vielen Jahren nicht mehr.
    Es ist also ziehmlich gleich ob eine Kamera einen modernen CCD oder CMOS Senor verbaut hat?
    CCD/ CMOS weniger MP auf größerem Sensor ist dann anzustreben?

    Somit muss der neue 1/2 Zoll kleine (aber auch optimierte) EXR-CMOS-Sensor von Fujifilm nicht zwangsweise schlechter als der Durchschnitt sein?

    Gruß, Sachs

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