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30 Jahre Canon EOS System – wir blicken zurück (Teil 1)

Teil 1 von 2: Von der Vorstellung bis zur ersten digitalen EOS-Kamera

Canon EOS – damit dürften viele Fotografen vor allem digitale Spiegelreflexmodelle von Canon in Verbindung bringen. Das EOS-System ist jedoch wesentlich älter, und mehr als acht Jahre vergingen, bevor die erste digitale EOS-Kamera vorgestellt wurde. Wir blicken in diesem ersten Teil unseres Artikels zum 30-jährigen Jubiläum des EOS-Systems auf die analogen und digitalen Anfänge zurück und gehen auf einige Meilensteine ein.

Im März 1987 wagte Canon einen Neuanfang und kündigte zusammen mit dem EOS-System das EF-Bajonett an. Das Kürzel „EOS“ steht für „Electro Optical System“ und bezeichnet die Kommunikation zwischen Kamera und Objektiv, die beim EOS-System elektronisch erfolgt. Während andere Kamerahersteller noch länger – zum Teil bis heute – unter anderem auf die mechanische Übertragung der Blende setzten, verfügen EF-Objektive über keine mechanischen Übertragungsmöglichkeiten mehr. Alle Daten, die von der Kamera an das Objektiv und zurück übertragen werden, müssen daher elektronisch gesendet werden.

Das Canon EF-Bajonett (hier am Beispiel einer Canon EOS 5D Mark III):

Das Kürzel „EF“ im Namen des EF-Bajonetts bzw. der EF-Objektive steht für „Electro Focus“ und gibt an, dass die Fokussierung elektronisch gesteuert wird. Der Autofokus sitzt des Weiteren im Objektiv. Die (alleinige) elektronische Kommunikation zwischen Kamera und Objektiv stellte zur damaligen Zeit eine Revolution dar, brachte gleichzeitig aber auch Nachteile mit sich. Während Objektive mit Nikon-F- oder Pentax-K-Bajonett auch heute noch (teilweise mit Einschränkungen) an modernen Kameras verwendet werden können, hat Canon bei der Konstruktion des EF-Bajonetts die Abwärtskompatibilität "über Bord geworfen". Der Einsatz der damals vorherrschenden FD-Objektive ist an EOS-Kameras daher – auch wegen eines geänderten Auflagemaßes – nur mit größeren Einschränkungen möglich.

Die 1987 angekündigte Canon EOS 650 ist das erste (analoge) EOS-Modell:

Doch zurück zum EOS-System: Die erste EO-Kamera nannte sich EOS 650 und wurde zusammen mit dem Canon EF35-70mm F3,5-4,5, dem Canon EF35-105mm F3,5-4,5 sowie dem „Urvater“ des heutigen Canon EF50mm F1,8 STM, dem Canon EF50mm 1:1,8, vorgestellt. Bei der EOS 650 (nicht EOS 650D) handelt es sich um eine analoge Spiegelreflexkamera der gehobenen Klasse mit Autofokusunterstützung und einer Serienbildrate von drei Bildern pro Sekunde.

Der Schritt in die Profiklasse wurde 1989 mit der EOS-1 vollzogen:

Nachdem Canon zu Beginn unter anderem mit der EOS 620 und der EOS 850 weitere Kameramodelle der gehobenen und der Einsteigerklasse auf den Markt gebracht hatte, folgte im Jahr 1989 die erste Profikamera namens EOS-1.

1994 präsentierte Canon die EOS 5 mit „Eye-Tracking-AF“:

Zu den weiteren Meilensteinen des noch mit Filmen arbeitenden Canon EOS-Systems gehört auch die im Jahr 1994 erschienene Canon EOS 5. Diese konnte sich gegenüber früheren Modellen mit einem sogenannten „Eye-Tracking-AF“ absetzen. Dabei handelt es sich um eine Augenerkennung, die das betrachtete AF-Messfeld automatisch aktiviert.

1995 war die Zeit für die erste digitale Spiegelreflexkamera von Canon reif, die EOS DCS 5. Die DSLR wurde zusammen mit Kodak „entwickelt“ und basierte auf einer Canon EOS-1N, welche mit einem digitalen Rückteil ausgestattet wurde. Beim Bildwandler der EOS DCS 5 handelte es sich um ein CCD-Modell mit 1,5 Megapixel, der Autofokus arbeitete mit fünf Messfeldern. Abgelegt wurden die Daten auf PCMCIA-Karten. Noch war der Markt für digitale Spiegelreflexkameras aber nicht bereit. Die Bildqualität analoger Kameras war digitalen Modellen noch bei weitem überlegen.

Das Canon EF 75-300mm F4-5,6 IS USM ist das erste EF-Wechselobjektiv mit Bildstabilisator:

1995 hat Canon jedoch nicht nur seine erste digitale SLR vorgestellt, sondern auch ein besonderes Objektiv. Beim Canon EF 75-300mm F4-5,6 IS USM handelt es sich um das erste für Vollformatsensoren erhältliche Wechselobjektiv mit einem integriertem Bildstabilisator („IS“ = Image Stabilizer). Der heute immer noch anzutreffende IS-Bildstabilisator (natürlich in technisch verbesserten Versionen) gleicht Verwacklungen durch den Fotografen bis zu einem bestimmten Maße aus und macht dadurch Aufnahmen mit längeren Belichtungszeiten möglich.

Im zweiten Teil unseres Jubiläums-Artikels zum 30. Geburtstag des EOS-Systems gehen wir auf Meilensteine vom Jahr 2000 bis zur Gegenwart ein.

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