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Canon PowerShot G1 X Mark III und EOS M5 im Vergleich (Teil 1)

Teil 1 von 3: Premium-Kompaktkamera und spiegellose Systemkamera mit APS-C-Sensor


Links sehen Sie die Canon PowerShot G1 X Mark III, rechts die Canon EOS M5.

Lange Zeit bedeutete der Wunsch nach einem größeren Sensor auch die Arbeit mit einer größeren Kamera. Zugegeben, heute gibt es auch kompakte Spiegelreflexkameras, und dank der spiegellosen Systemkameras lassen sich größere Sensoren in kleinen Gehäusen unterbringen. Zudem werden Kompaktkameras mit APS-C-Sensor angeboten. Wer bislang ein Modell mit sehr kompakten Abmessungen suchte, musste jedoch immer zu einer Kamera mit Festbrennweite greifen. Davon kann man sich dank der Canon PowerShot G1 X Mark III nun verabschieden. Wie sich diese im Vergleich zu einer kompakten DSLM mit Kitzoom schlägt, haben wir getestet.

Zu unseren beiden Einzeltestberichten gelangen Sie über folgende Links:
Testbericht der Canon PowerShot G1 X Mark III
Testbericht der Canon EOS M5

Unterschiede der Kandidaten als Entscheidungshilfe beim Kauf:

Abmessungen/Verarbeitung/Bedienung:
Bei den zu vergleichenden Kameras in diesem Test handelt es sich um die Canon PowerShot G1 X Mark III und die Canon EOS M5. Dass beide Modelle von Canon stammen, lässt sich bereits auf den ersten Blick erkennen. Die Ähnlichkeit der Gehäuse ist für Kameras unterschiedlicher Klassen sehr hoch.

Die PowerShot G1 X Mark III besitzt ein besonders kompaktes Kameragehäuse:

Links sehen Sie die Canon PowerShot G1 X Mark III, rechts die Canon EOS M5.

Welcher Platz sich mit einem fest verbauten und optimal auf einen Sensor abgestimmten Objektiv sparen lässt, zeigt der direkte Vergleich: Die Canon EOS M5 fällt mit Abmessungen von 11,6 x 8,9 x 6,1cm selbst ohne Objektiv größer als die Canon PowerShot G1 X Mark III (11,5 x 7,8 x 5,1cm) aus.

Wird das kompakteste Kitzoom mit EF-M-Bajonett, das EF-M 15-45mm F3,5-6,3 IS STM, verwendet, liegen die Abmessungen bei 11,6 x 8,9 x 9,0cm. Alle Werte gelten für die Größe beim Transport, im Einsatz sorgen die ausgefahrenen Objektive für größere Abmessungen.

Die Gehäuse bestehen jeweils aus Kunststoff, das der PowerShot G1 X Mark III wurde abgedichtet:

Links sehen Sie die Canon PowerShot G1 X Mark III, rechts die Canon EOS M5.

In puncto Gewicht hält die EOS M5 ebenfalls nicht mit: Während die G1 X Mark III nur 396g auf die Waage bringt, sind es bei der EOS M5 genau 420g (ohne Objektiv) bzw. 550g (mit EF-M 15-45mm). Letzterer Wert ist für eine DSLM mit APS-C-Sensor und 3-fach-Zoom zwar keineswegs viel, mit der G1 X Mark III lassen sich allerdings mehr als 150g sparen. Daher gilt: Wer eine möglichst kompakte und leichte APS-C-Kamera mit Zoomobjektiv sucht, liegt bei der Canon PowerShot G1 X Mark III richtig. Deren Gehäuse macht auch einen höherwertigen Eindruck, das Kunststoffmaterial der EOS M5 fühlt sich einfacher an. Die G1 X Mark III liegt aber nicht nur hinsichtlich der Wertigkeit des Gehäuses vorn, Abdichtungen halten hier auch Staub und Spritzwasser vom Inneren fern. Diese Dichtungen hat Canon bei der EOS M5 leider weggelassen.

Die rechten Oberseiten mit Tasten und Einstellrädern im Vergleich:

Links sehen Sie die Canon PowerShot G1 X Mark III, rechts die Canon EOS M5.

Und wie sieht es bei der Bedienung aus? Sind aufgrund des kleineren Gehäuses der G1 X Mark III Abstriche hinzunehmen? Wir meinen: nur wenige. Das größere Gehäuse der EOS M5 erlaubt in der Tat das Vorhandensein eines größeren Griffs auf der Vorderseite, und auch die Daumenablage auf der Rückseite bietet mehr Platz. Die DSLM liegt dadurch besser in der Hand. Da uns auch das Handling der PowerShot G1 X Mark III gefällt (und mangels Bajonett keine schwereren Objektive angeschlossen werden können), sehen wir in puncto Handling lediglich einen kleinen Vorteil für die EOS M5.

Bei den Bedienelementen zahlt sich das größere Gehäuse der EOS M5 deutlicher aus. So verfügt die DSLM im Vergleich zur Canon PowerShot G1 X Mark III (Testbericht) über ein zusätzliches frei belegbares Einstellrad auf der Oberseite und drei zusätzliche Tasten. Das erlaubt bei der EOS M5 das Anpassen eines zweiten Parameters, ohne auf das rückseitige Einstellrad ausweichen zu müssen. Die zusätzliche M-Fn-Taste auf der Oberseite macht eine weitere Option schnell erreichbar.

Die Rückseite der PowerShot G1 X Mark III:

Canon PowerShot G1 X Mark III.

Die Rückseite der EOS M5:

Canon EOS M5.

Auf der Vorder- und der Rückseite gibt es ebenso eine Taste mehr. Außerdem sind die Bedienelemente bei der DSLM von Canon wesentlich besser konfigurierbar: Während Besitzer der Kompaktkamera nur zwei Tasten individuell mit Funktionen belegen können, sind es bei der EOS M5 insgesamt sieben. Dies erlaubt deutlich umfassendere Anpassungen an die eigenen Wünsche.

Das Tasten- und Wählräderbelegungsmenü der PowerShot G1 X Mark III:

Canon PowerShot G1 X Mark III.

Das Tasten- und Wählräderbelegungsmenü der EOS M5:

Canon EOS M5.

Dagegen gleich: Das Programmwählrad liegt auf der linken Oberseite und ist vor dem Drehen zu entriegeln. Auf der rechten Oberseite gibt es zudem ein Einstellrad zur Korrektur der Belichtung. Auf der Rückseite hat Canon außerdem ein kombiniertes Einstellrad und Steuerkreuz positioniert. Weitere Einstellungen sind über das jeweils vorhandene Quickmenü möglich. Auch im Menü ähneln sich beide Kameras. Die EOS M5 verfügt allerdings über ein zusätzliches Custom-Menü, das speziell zur Wahl der konfigurierbaren Optionen dient.

Unsere Wertung bei den Abmessungen, der Verarbeitung und der Bedienung: Unentschieden.

Beide Kameras besitzen einen APS-C-Sensor mit 24 Megapixel:

Bildqualität:
Dass eine Kompaktkamera und eine spiegellose Systemkamera mit dem gleichen Sensor (oder zumindest sehr ähnlichen Modellen) ausgestattet sind, sieht man nur selten. Bei unseren beiden Testkameras trifft dies jedoch zu. Die Bildwandler messen  jeweils 22,3 x 14,9mm und gehören somit zur APS-C-Klasse.

Eine Pixelzahl von 6.000 in der Vertikalen sowie 4.000 in der Horizontalen resultiert in 24 Megapixel. Ein Tiefpassfilter ist vorhanden, die ISO-Wahl zwischen 100 und 25.600 möglich. Beide Sensoren unterstützen die Dual Pixel CMOS-AF-Technologie.
Wegen der gleichen Sensoren durften wir bereits vor unserem Test von einer annähernd gleichen Bildqualität ausgehen. Diese Annahme hat sich im Test bestätigt.

Vergleich der Bildqualität bei ISO 100 (Tag):

Die Bildqualität anhand dreier Ausschnitte im Detail:

Bei unseren Tagesaufnahmen, die mit ISO 100 erfolgt sind, geben beide Kameramodelle viele Details wieder. Da Canon die Bilder recht weich abstimmt, lohnt es sich unter anderem, an der kamerainternen Nachschärfung zu drehen. Das Bildrauschen haben beide Kameramodelle gut im Griff, bis ISO 800 ist es nicht zu sehen. Bei ISO 1.600 lässt es sich das erste Mal erkennen, bei ISO 3.200 tritt es deutlicher zutage. Ab hier muss auch die kamerainterne Rauschreduzierung stärker eingreifen.

Vergleich der Bildqualität bei ISO 6.400 (Nacht):

Die Bildqualität anhand dreier Ausschnitte im Detail:

Unsere Nachtbilder, die wir mit ISO 6.400 aufgenommen haben, zeigen ein etwas stärkeres Rauschen bzw. ein recht starkes Eingreifen der Rauschreduzierung. Sie greift bei der G1 X Mark III etwas stärker ein, bei der Canon EOS M5 (Testbericht) weniger.

Die beste Bildqualität sollten Fotografen bei dieser Sensorempfindlichkeit nicht mehr erwarten, die Bilder sind aber noch verwendbar. Von höheren ISO-Stufen würden wir dagegen abraten, hier kann uns unter anderem die Detailwiedergabe nicht mehr überzeugen.

Unsere Wertung bei der Bildqualität: Unentschieden.

Mit einem Klick auf das nachfolgende Bild gelangen Sie zu unserem Bildqualitätsvergleich:

Im zweiten Teil unseres Vergleichstests der Canon PowerShot G1 X Mark III und der Canon EOS M5 gehen wir unter anderem auf die Bildkontrolle, die Geschwindigkeit und die Objektive ein.

Links zum Artikel:

 
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