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Das Loupedeck im dkamera.de Test

Steuerpult mit Tasten und Drehreglern für Adobe Photoshop Lightroom

Mit dem Loupedeck bietet das gleichnamige Unternehmen aus dem finnischen Helsinki ein Produkt an, das sich an Fotografen richtet, die ihre Bilder mit Adobe Photoshop Lightroom bearbeiten. Beim Loupedeck handelt es sich um ein Steuerpult, mit dem Eingaben gegenüber einer herkömmlichen Tastatur oder auch Maus deutlich schneller vornehmbar sein sollen. Wir haben das Loupedeck einem Test unterzogen.

Allgemeine Informationen:
Spezielle Tastaturen für einzelne Softwarelösungen sind nichts Neues, unter anderem für Videoschnittprogramme gibt es diese schon länger. Des Weiteren lassen sich für Tastaturen "Abdeckungen" erwerben, die das Arbeiten mit Shortcuts vereinfachen sollen. Auch das Loupedeck möchte die Arbeit leichter und schneller gestalten. Das jedoch nicht durch den Einsatz von Shortcuts, sondern durch spezielle Tasten und Drehregler.

Die Umverpackung des Loupedeck, Zubehör liegt keines bei:

Das Loupedeck besitzt in etwa die Abmessungen (40 x 15,6 x 3,2cm) einer herkömmlichen Tastatur und bringt knapp 600g auf die Waage. Es wird aus Kunststoff gefertigt und per USB an den Computer angeschlossen.

Eine Kabelführung auf der Rückseite erlaubt das Herausführen des Kabels (ca. 130cm Länge) auf der Ober- oder der linken Seite. Die Verarbeitungsqualität ist als ordentlich zu bezeichnen, Kunststoff bleibt letztendlich aber nur Kunststoff. Vier Gummifüße sorgen für einen sicheren Stand.

Auf der Unterseite besitzt das Loupedeck eine Kabelführung:

Das Loupedeck funktioniert ab Windows 7 oder Mac OS 10.10 sowie Adobe Photoshop Lightroom 6.0. Ältere Versionen werden nicht unterstützt, für anderweitige Software gilt dies ebenfalls. Zum Lieferumfang gehören neben dem Loupedeck nur eine Karte mit einem Hinweis zur Installationsanleitung auf der Loupedeck-Webseite sowie ein kleines Heftchen mit Garantieinformationen.

Der Treiber muss somit zwingend über die Webseite heruntergeladen werden. Das dürfte in der Regel kein Problem darstellen, ganz optimal erscheint es uns jedoch nicht. Auf der Webseite kann der Eigentümer gleich noch den User-Guide beziehen. Alle Informationen liegen nur auf Englisch vor, unser Testgerät ist ebenso durchgehend auf Englisch beschriftet. Auch dies könnte man ein wenig kritisieren, praktisch trauen wir es dem durchschnittlichen Lightroom-User aber zu, mit Begriffen wie „Undo“, „Vibrance“, „Contrast“ oder „Highlights“ etwas anfangen zu können. Selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, stellt das Verständnis der Begriffe kein Hexenwerk dar.

Nach der Treiberinstallation kann das Loupedeck per USB angeschlossen werden:

Die Software ist einfach gehalten, aber modern-funktionell gestaltet:

Bevor man das Loupedeck an einen Computer anschließen kann, muss unbedingt zuerst die Treibersoftware installiert werden. Ist dies gesehen, startet nach dem Anstecken des Loupedeck ein kleines Programm. Damit lässt sich die Hardware umfangreich individualisieren. Dazu später mehr. In unserem Test funktionierte das Loupedeck erst nach einem Neustart, davor war es zu keinerlei Eingabe in Lightroom zu bringen.

Das Produkt erinnert an eine Mischung aus Tastatur und Mischpult:

Das Loupedeck im Einsatz (Test-PC mit Windows 7 x64 und Lightroom CC Classic):
Das Loupedeck besitzt zahlreiche Tasten, Wählräder und Drehregler. Vor dem ersten Einsatz sollte man daher einen Blick in den User-Guide werfen. Die Beschriftungen vieler Bedienelemente sind erfahrenen Lightroom- oder allgemein Bildbearbeitern jedoch nicht fremd. Man kennt sie, sofern die englischsprachige Version von Lightroom verwendet wird, aus der Programmoberfläche. Das Loupedeck ist in mehrere Bereiche unterteilt, wobei es keine festen Abgrenzungen gibt. Dies hätte man wohl noch etwas übersichtlicher lösen können.

Mit dem großen Rotate-/Crop-Regler werden Aufnahmen gedreht und zugeschnitten:

Auf der linken Seite finden sich vor allem Bedienelemente für allgemeine Optionen (Tasten für Undo, Redo und Fullscreen) sowie Tasten zum Bewerten der Bilder. Dabei kann der Fotograf zwischen dem üblichen Sternenrating oder dem Verwenden von Farben wählen. Der große Rotate- bzw. Crop-Regler erlaubt das Drehen eines Bildes, das Drücken führt den Zuschnitt aus.

Acht Einstellräder erlauben das Optimieren bzw. Verändern einzelner Farben:

In der Mitte befinden sich acht P-Tasten sowie Wählräder, den Rest der Fläche nehmen fast komplett verschiedene Drehregler sowie vier Cursortasten ein. Zu den Details: Die P-Tasten des Loupedeck aktivieren verschiedene Presets. Für Freunde von ebenjenen ist das Loupedeck daher ein sehr gelungenes Werkzeug. Die Lightroom-Presets lassen sich im Loupedeck-Menü sehr einfach einer der acht P-Tasten (P1 bis P8) zuweisen, über die Fn-Taste (gedrückt halten und gleichzeitig eine der P-Tasten drücken) ist deren Anzahl sogar nochmal zu verdoppeln.

Wer die Belegung der P-Tasten im Kopf hat, kann damit blitzschnell ein Preset anwenden. Das Suchen und Auswählen in den Benutzervorgaben von Lightroom bleiben einem dadurch erspart. Ob 8 bzw. 16 schnell auswählbare Presets ausreichen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Basic-Presets sollten damit jedoch auf jeden Fall abgedeckt sein.

Die Drehregler ermöglichen das schnelle Verändern der wichtigsten Parameter:

Die Wählräder unter den P-Tasten sind für Farbveränderungen gedacht. Die einzelnen Farben lassen sich per kleinem Punkt unterhalb der Räder ablesen. Ob der Farbton („Hue“), die Sättigung („Sat“) oder die Luminanz („Lum“) verändert werden soll, bestimmt man per Taste links daneben. Des Weiteren lässt sich Lightroom per Full-Screen-Taste in die Vollbilddarstellung versetzen, und das Wechseln zwischen der Farb- und Schwarz-Weiß-Bearbeitung ist möglich. Die Drehregler des Loupedeck sind jeweils beschriftet und erlauben die wichtigsten Korrekturen (Belichtung, Kontrast, Weißabgleich, ...).

Die Drehregler sind in ihrer Sensitivität konfigurierbar:

Das Drehen der Regler oder Wählräder fällt bei den Standardeinstellungen für unseren Geschmack zu fein aus, für stärkere Korrekturen sind einige Drehungen nötigt. Dies lässt sich im Menü des Loupedeck jedoch einfach verändern und die Geschwindigkeit genau an die eigenen Wünsche anpassen. Sehr gut gelöst wurde auch das Zurücksetzen auf die Ursprungseinstellungen. Dazu wird der Regler oder das Einstellrad gedrückt. Das funktioniert intuitiv und schnell.

Zum Zurücksetzen eines Parameters wird der Regler nach unten gedrückt:

Ebenso frei konfigurierbar sind der C1-Regler und die C2- sowie C3-Taste. Hier sind standardmäßig die Stärke der Vignettierung, das Wechseln vom Bibliothek- zum Entwickelnmodul (sowie auch zurück) und das Öffnen des Webbrowsers mit der Loupedeck-Webseite hinterlegt. Für den Drehregler stehen insgesamt sechs Optionen zur Verfügung (unter anderem Vignettierung, Dunstentfernung, Rauschreduzierung, ...), bei den Tasten sind es jeweils zwölf (unter anderem Clipping-Anzeige, Loupedeck-Einstellungen aufrufen und Bild rotieren).

Die Konfigurationsmöglichkeiten des C1-Reglers:

Die Konfigurationsmöglichkeiten der beiden C-Tasten:

In der rechten Hälfte liegen wie bereits erwähnt die Cursor-Tasten zur Navigation, zudem gibt es die Möglichkeit, das Ursprungsbild mit dem bearbeiteten Bild zu vergleichen. Das Drücken der Export-Taste öffnet wenig überraschend den Export-Dialog. Hier kommt man mit dem Loupedeck jedoch nicht weiter und muss wie bekannt mit der Maus arbeiten.

Mit vier Cursor-Tasten wird durch die Aufnahmen navigiert:

Und wie bedient sich das Loupedeck im Alltag? Zunächst dürfte es dem durchschnittlichen Fotografen und Bildbearbeiter etwas komisch vorkommen, Einstellungen über Wählräder und Drehregler vorzunehmen. Dieser Eindruck legt sich jedoch recht schnell. Fotobearbeitungen sind über das Loupedeck nach etwas Übung zweifellos schneller als per Maus oder Tastatur realisierbar. Dass man die Sensitivität der Regler selbst einstellen kann, ist gut, aber auch notwendig, um optimal arbeiten zu können. Das Vorhandensein von Custom-Tasten- und Reglern finden wir gut, es hätten jedoch gerne noch mehr sein dürfen. So hätten wir die Nachschärfung und Rauschreduzierung gerne direkt per Drehregler erreicht, beim Loupedeck funktioniert dies jedoch immer nur mit einem Parameter. Platz für weitere Bedienelemente wäre dafür durchaus noch vorhanden. Nicht optimal finden wir zudem, dass die Tasten wenig Feedback geben. Die Druckpunkte sind – im Vergleich zu einer guten Tastatur – wenig ansprechend.

Das Loupedeck kann die Arbeit mit Adobe Photoshop Lightroom vereinfachen:

Unser Fazit:
Das Loupedeck kann nach einer kurzen Einarbeitungszeit die Bildbearbeitung mit Adobe Photoshop Lightroom deutlich beschleunigen. Viele wichtige Parameter lassen sich über Einstellräder oder Drehregler anpassen, über die weiteren zahlreich vorhandenen Tasten sind unter anderem die Bildbewertung und andere häufiger benötigte Schritte (Zoom, Bildvergleich, ...) realisierbar. Den Bedienkomfort kann das Loupedeck daher zweifellos erhöhen.

Das gilt besonders auch für die Arbeit mit Presets, die sich dank der P-Tasten sehr schnell anwenden lassen. Gerne hätten wir beim Loupedeck noch zusätzliche Custom-Tasten gesehen, die Druckpunkte der Tasten fanden wir zudem nicht optimal. Die Drehregler lassen sich dagegen feinfühlig steuern und optimal in ihrer Sensitivität konfigurieren. Das Loupedeck hinterlässt somit einen insgesamt positiven Eindruck. Wer viele Bilder mit Lightroom bearbeitet, sollte es sich unbedingt ansehen.

Der dkamera.de Award zum Loupedeck:

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