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Die Elephone Explorer 4K Sports Camera im Test (Teil 2)

Teil 2 von 2: Die Bildqualität im Test und Beispielaufnahmen der Actionkamera zum Download

Nach dem wir im ersten Teil des Testberichts der Elephone Explorer 4K Sports Camera auf die technischen Daten, die Bedienung sowie die App eingegangen sind, prüfen wir in diesem zweiten Teil das mitgelieferte Zubehör und die Bildqualität. Zudem stellen wir Ihnen Beispielfotos und -videos in voller Auflösung zur Verfügung.

Mitgeliefertes Zubehör:
Beim Zubehör hat der Hersteller nicht gespart. Neben dem 96g schweren, gut verarbeiteten Schutzgehäuse aus Kunststoff, das unter anderem bis zu einer Tiefe von 30m wasserdicht ausfallen soll, gehören zahlreiche weitere Teile zum Lieferumfang.

Im Schutzgehäuse lässt sich die Actionkamera über die vorhandenen Tasten bedienen:

Dazu gehören mehrere Befestigungsadapter und Halterungen für die weiteren Zubehörteile. Ebenso finden sich im Paket eine Rahmenhalterung mit zwei 1/4 Zoll Stativgewinden, zwei Klebehalterungen sowie zwei zusätzliche Ersatzklebepads und ein Adapter zur Montage an einem Fahrradlenker. Über Gurte ist die Befestigung beispielsweise an einem Fahrradhelm möglich. Somit ist man für den Anfang – trotz des geringen Preises der Actionkamera – recht gut ausgestattet. Zur GoPro-Kompatibilität der Halterungen haben wir keine Aussage des Herstellers gefunden, in einem GoPro-kompatiblen Adapter lies sich das Schutzgehäuse im Test allerdings nicht befestigen.

Die Actionkamera und das mitgelieferte Zubehör:

Zahlreiche Adapter machen eine flexible Montage möglich:

Unter anderem kann die Actionkamera in einer Rahmenhalterung montiert werden:

Bildqualität:
Bei der Bildqualität muss natürlich zwischen den Videos und Fotos unterschieden werden. Bei der Videoaufnahme wirbt die Elephone Explorer 4K Sports Camera mit der 4K-Videoaufnahme, diese kann wie schon erwähnt aber nur mit 15 Vollbildern pro Sekunde erfolgen. Flüssige Videos sind somit nicht möglich, hier zeigt sich ein deutliches Ruckeln. Dies ist allerdings auch nicht tragisch, denn die Bildqualität ist durch die Interpolation schlechter als in 2,7K-Auflösung. Ja, in der Tat schlechter.

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In 2,7K-Auflösung, bei der es sich eigentlich „nur“ um 2.304 x 1.296 Pixel (= 2,3K) handelt, sind flüssige 30 Vollbilder pro Sekunde möglich. Die Bildqualität der Aufnahmen ist hier durchaus gut, die Kamera setzt aber auch auf eine stärkere Nachschärfung. Bei genauerem Hinsehen lassen sich daher Schärfeartefakte erkennen. Wer das Material zwecks einer besseren Bildqualität auf Full-HD herunterrechnen möchte oder die Auflösungsreserve zur digitalen Stabilisierung verwenden will, dürfte mit der Qualität jedoch zufrieden sein. Zudem muss natürlich immer der niedrige Preis der Actionkamera bedacht werden. Profiqualität ist hier nicht zu erwarten.

Die Full-HD-Aufnahmen zeigen bereits deutlich weniger Details, im Vergleich zu anderen Actionkameras mit Full-HD-Auflösung bewegt sich die Bildqualität unter dem Durchschnitt. Wer höhere Bildraten als 30 Vollbilder pro Sekunde benötigt, kommt bei der Elephone Explorer 4K Sports Camera an Full-HD oder HD aber nicht vorbei.

Sehr deutlich geht die Bildqualität bei 1.280 x 720 Pixel (HD) zurück. Hier lassen sich dafür 120 Vollbilder pro Sekunde speichern. Details werden leider nur noch schlecht wiedergegeben, die Aufnahmen wirken wenig natürlich. Wer 120 Vollbilder pro Sekunde nicht unbedingt benötigt, sollte von 1.280 x 720 Pixel daher Abstand nehmen.

Interessant ist bei der Actionkamera die Tatsache, dass die Videos bei allen Auflösungen mit Ausnahme von 4K eine Bitrate von rund 31MBit/s besitzen. Bei Letzterer jedoch nur von etwa 21Mbit/s. Dies ist doch sehr ungewöhnlich. Ebenso ungewöhnlich: Nachdem Aufnahmestart regelt die Kamera bei manchen Motiven die Helligkeit teilweise stark nach. Dies ist nicht optimal, denn die Helligkeitsänderung ist deutlich zu erkennen.

"Echte" 4K-Videos lassen sich mit der Actionkamera trotz Schriftzug nicht aufzeichnen:

Die Fotoaufnahme erfolgt mit bis zu 15,9 Megapixel. Wie wir bereits bei der Betrachtung der technischen Daten angemerkt haben, besitzt die Actionkamera allerdings nur einen 4,1 Megapixel auflösenden Bildsensor. Alle höheren Auflösungen werden daher interpoliert. Bis auf die Aufnahmen mit zwei Megapixel Auflösung sehen alle Bilder mit höheren Auflösungen daher nahezu identisch aus. Die Bilder mit 15,9 Megapixel sehen wir allerdings trotzdem einen Tick vorne, hier scheint die Interpolation am besten zu funktionieren. Trotzdem gilt für die Bilder selbst bei guten Lichtverhältnissen: Die Qualität ist durch die geringe reale Auflösung mäßig, die Aufnahmen zeigen zudem ein starkes Eingreifen der Rauschreduzierung. Für mehr als kleinere Ausdrucke kann man sie daher kaum verwenden, für die Wiedergabe auf einem Full-HD TV-Gerät sind sie jedoch ausreichend.

Bei schlechteren Lichtverhältnissen erhöhte die Actionkamera den ISO-Wert im Test auf bis zu ISO 837. Dies resultiert in einem deutlichen Abfall der Bildqualität. Der 1/3 Zoll große Sensor liefert nur noch ein matschiges Bild, Details werden so gut wie keine mehr aufgelöst. Für Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen ist die Elephone Explorer 4K Sports Camera daher unbrauchbar. Generell lässt sich feststellen. Der Dynamikumfang der Elephone Explorer 4K Sports Camera ist nicht besonders hoch. Helle Bildbereiche brennen schnell aus, dunkle Bildbereiche „saufen ab“, werden also schnell pechschwarz und zeigen keine Informationen mehr. Wir halten daher fest. Für die Aufnahme von Fotos ist die Actionkamera kaum geeignet. Nur wenig anspruchsvolle Nutzer werden mit den Bildern zufrieden sein.

Unsere Beispielbilder mit der Elephone Explorer 4K Sports Camera ("15,9" Megapixel):

Beispielvideos: Links 1296p30, rechts 1080p60:

Beispielvideos: Links, 720p120, rechts 1080p60:

Beispielvideos: Links 1080p60, rechts 1080p60:

Unser Fazit:
Die Elephone Explorer 4K Sports Camera gehört zu den preiswerten Actionkameras, auf viele Features muss man laut Herstellerangabe aber trotzdem nicht verzichten. Dazu gehören unter anderem das rückseitige Farbdisplay, die Aufnahme von Videos in 4K und 2,7K-Auflösung sowie Fotos mit 15,9 Megapixel. Während uns das Display mit einer akzeptablen Auflösung durchaus überzeugen kann, gilt das für die Bilder und Videos nur eingeschränkt. Generell müssen wir bemängeln, dass die Herstellerangaben nicht in allen Fällen zutreffend sind. Die Elephone Explorer 4K Sports Camera verfügt laut Datenblatt über einen 15,9 Megapixel auflösenden Bildwandler, tatsächlich kommt aber nur ein 4,1 Megapixel Sensor zum Einsatz.

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Die höhere Auflösung wird somit nur per Interpolation erreicht. Die Bildqualität der Fotos ist daher mäßig, Details werden nach aktuellen Maßstäben nicht besonders gut aufgelöst. Dies gilt auch für gute Lichtverhältnisse. Bei schlechteren Lichtverhältnissen wirken die Aufnahmen stark „vermatscht“ und sind quasi unbrauchbar.

Im Gegensatz zu den GoPro-Kameras hat die Explorer 4K Sports Camera nur eine LED:

Interpoliert werden aber nicht nur die Bilder, auch bei den Videos gibt die Kamera mehr vor, als sie tatsächlich kann. 3.840 x 2.160 Pixel werden auf dem Papier aufgezeichnet, die Bildqualität liegt allerdings trotzdem unter dem Niveau der 2,7K-Videos. Da in 4K nur 15 Vollbilder pro Sekunde und in 2,7K 30 Vollbilder pro Sekunde festgehalten werden, kann man die 4K-Auflösung aber getrost vergessen. Es gibt keinen Grund, diese zu verwenden. In 2,7K-Auflösung ist die Bildqualität für eine günstige Actionkamera gut, hier bleiben unter anderem Auflösungsreserven zur nachträglichen Bildstabilisierung. Auch bei dieser Auflösung haben wir aber etwas zu kritisieren: Dies betrifft die Bezeichnung. Die in "2,7K-Auflösung" aufgezeichneten 2.304 x 1.296 Pixel haben mit 2,7K nichts zu tun, diese Auflösung müsste man als 2,3K bezeichnen. In Full-HD mit 60 Vollbildern pro Sekunde ist die Bildqualität noch in Ordnung, auf 1.280 x 720 Pixel mit 120 Vollbildern pro Sekunde sollte man verzichten.

Zubehör liegt der Elephone Explorer 4K Sports Camera reichlich bei:

Die Bedienung weiß durch das Display und die Tasten zu gefallen, auch ohne Mobilgerät lässt sich ohne Einschränkungen arbeiten. Dies ist ein großer Pluspunkt. Auch die App bietet alle nötigen Optionen, teilweise ist die Verbindungsaufnahme aber nicht ganz unproblematisch. Das mitgelieferte Zubehör ist reichhaltig, das gut verarbeitete Schutzgehäuse bis zu 30m wasserdicht.

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