ANZEIGE

Franzis HDR Projects 2 im dkamera.de-Test

Software um HDR-Aufnahmen aus einem oder mehreren Aufnahmen zu erstellen

Der Franzis Verlag hat mit HDR-Projects 2 eine HDR-Software im Programm, die vor allem mit einer einfachen Erstellung von HDR-Bildern überzeugen will, aber auch ambitionierten Fotografen diverse Einstellungsmöglichkeiten bietet. Wir haben einen Blick auf die Software geworfen.

Nach der Installation der für Windows und Mac erhältlichen Software gelangt man zur Startseite. Hier wartet bereits eine Kurzanleitung, die den ersten Schritt, also das Laden eines Bildes in die Software erläutert. Zudem stellt der Hersteller auch ein umfangreiches Handbuch zur Verfügung. Neben der Möglichkeit, mehrere Bilder zu einem HDR-Bild zu entwickeln, gibt es auch die Option, nur ein Bild zu verwenden. Dafür eignen sich natürlich vornehmlich RAW-Bilder, denn JPEG-Aufnahmen lassen kaum Veränderungen bei der Belichtung zu.

Die HDR-Vorbereitung:

Hat man das oder die Bilder gewählt, öffnet sich ein Dialog, der neben dem Farbraum auch die Wahl des Weißabgleichs oder weiterer Parameter, wie beispielsweise der Entrauschungsoptionen enthält. Diese Parameter lassen sich in der weiteren Bearbeitung aber auch später immer noch ändern.

Im nächsten Schritt lassen sich die einzelnen Bilder in ihrer Belichtung und Gewichtung anpassen. Ebenso kann man den HDR-Algorithmus bestimmen und die Art der HDR-Glättung wählen. Sind diese Einstellungen erfolgt, lässt sich zum Postprocessing wechseln.

HDR Projects 2 mit den ersten Bedienoptionen nach dem Laden eines Bildes:

Hier stehen die bei HDR-Programmen üblichen Optionen zur Wahl. Zum einen gibt es verschiedene Voreinstellungen für bestimmte Bildstile, wie „Natürlich“, „Surreal“ oder „Architektur“. Ebenso kann man sein HDR-Bild auch in Schwarzweiß oder in anderen Farbrichtungen entwickeln. Gut gefällt uns hier, dass man verschiedene Voreinstellungen bei Bedarf kombinieren kann und sich die Voreinstellungen als ini-Datei abspeichern oder wieder laden lassen. Die Anzahl der Voreinstellungen ist zudem wirklich groß. Dies lädt ohne Frage zum „Spielen“ ein.

Das Kombinieren von zwei Voreinstellungen:

Als weitere Optionen kann man fünf Tonemapping-Arten (z. B. „Gradient“ oder „Mittelwert“) wählen, zudem lassen sich zusätzlich weitere 52 Post-Processing-Effekte anwenden. Ein eventuelles Rauschen der Bilder lässt sich durch verschiedene Optionen gut in den Griff bekommen. Ebenfalls sehr gut: Alle Änderungen werden in einem eigenen Fenster angezeigt, einzelne Schritte lassen sich unabhängig voneinander zurücknehmen.

Die Stapelverarbeitung von mehreren Bildern:

Des Weiteren kann man die Aufnahmen drehen oder spiegeln, ein Histogramm einblenden oder sich das Bild als Panorama anzeigen lassen. Mit der Stapelverarbeitung werden mehrere Bilder mit einer bestimmten Konfiguration schnell und einfach mit einem Kopfdruck entwickelt.

Positiv überrascht waren wir auch von der guten Geisterbilderkorrektur und den vielen RAW-Formaten, die HDR Projects 2 akzeptiert. Im Test mit zehn Kameras hatte die Software „nur“ mit den Rohdaten der Samsung-Modelle NX3000 (Testbericht) und NX mini (Testbericht) Probleme. Hier kann eine Umwandlung ins TIFF-Format aber helfen.

Ausgeben lassen sich die fertig bearbeiteten Bilder im JPEG-Format, als TIFF mit 8, 16 oder 32-bit oder beispielsweise auch im OpenEXR-Format. Wer seine Bilder direkt an sein standardmäßiges Bildbearbeitungsprogramm schicken möchte, kann dies auch.

Das fertige Bild:

Die Bearbeitungsgeschwindigkeit von Franzis HDR Projects 2 kann allgemein als gut bis sehr gut bezeichnet werden. Selbst das Laden eines größeren RAW-Bildes dauert nur ein paar Sekunden (Computer: Intel Quadcore 4 x 3,3 GHz, 16 GB RAM, SSD). Die niedrigen Systemvoraussetzungen (Core Duo, 2 GB RAM, 2 GB HDD) bestätigen dies zudem.

Unser Fazit:

Mit Franzis HDR Projects 2 kann man auf eine einfach zu bedienende und sehr einstellungsreiche Software zurückgreifen. Anfänger wie Fortgeschrittene kommen durch die angebotenen Optionen nicht zu kurz. Die Bilder lassen sich ohne größere Geisterstrukturen zusammensetzen und gegen ein unschönes Rauschen kann man gut vorgehen. Die Geschwindigkeit des Programm ist generell schnell, bei den RAW-Aufnahmen erkennt HDR Projects 2 sehr viele Formate und auch bei der Ausgabe kann man sich für den Dateityp seiner Wahl entscheiden. Franzis HDR Projects 2 macht insgesamt einen überzeugenden Eindruck, Freunde der HDR-Fotografie sollten einen Blick auf die Software werfen.

*Diese Links führen zu Amazon- oder anderen Online- Angeboten, keine Verfügbarkeitsgarantie, keine Garantie auf günstigsten Preis, Preise können variieren, Preise inkl. MwSt. / evtl. zzgl. Versandkosten, alle Angaben ohne Gewähr.

Kommentare

  • Keine HTML-Tags erlaubt
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • URLs und Email-Adressen werden automatisch in Links umgewandelt.
  • Kommentare werden erst nach Moderation freigeschaltet, wenn die Regeln befolgt wurden. Dies kann etwas Zeit in Anspruch nehmen. Wir bitten um Ihr Verständnis.
  • Felder mit rotem Stern müssen korrekt ausgefüllt werden.
  • Bitte füllen Sie das CAPTCHA aus, dieses dient als Spam-Schutz. Lösen Sie einfach die im Bild angegebene mathematische Gleichung.
captcha

Bitte lösen Sie die nebenstehende Rechenaufgabe.