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Nikon D7500 und Canon EOS 80D im Duell (Teil 1)

Teil 1 von 3: Spiegelreflexkameras der gehobenen Klasse mit APS-C-Sensor


Links sehen Sie die Nikon D7500, rechts die Canon EOS 80D.

Wer von einer Kamera der Einsteigerklasse aufsteigen möchte, landet oftmals bei einem Kameramodell der gehobenen Mittel- bzw. Oberklasse. Hier kommt man bereits mit ein paar „Profi-Features“ in Berührung und erhält allgemein sehr solide ausgestattete Kameras. Wir haben uns mit der Nikon D7500 und der Canon EOS 80D zwei Spiegelreflexmodelle der gehobenen Klasse näher angesehen.

Zu unseren beiden Einzeltestberichten gelangen Sie über folgende Links:
Testbericht der Nikon D7500
Testbericht der Canon EOS 80D

Unterschiede der Kandidaten als Entscheidungshilfe beim Kauf:

Abmessungen/Verarbeitung/Bedienung:
Mit der Nikon D7500 und der Canon EOS 80D stehen sich wie erwähnt zwei Modelle der gehobenen Klasse gegenüber. Die Kameragehäuse fallen größer als bei Modellen der Einsteigerklasse aus, dies erkennt man bereits auf den ersten Blick. Hinsichtlich der Abmessungen ergeben sich zwischen beiden Kameras keine größeren Unterschiede, die D7500 fällt mit 13,6 x 10,4 x 7,3cm allerdings etwas kleiner als die 80D mit 13,9 x 10,5 x 7,9cm aus. In der Hand liegen beide Spiegelreflexkameras durch etwas größere Handgriffe solide.

Der Griff der D7500 fällt etwas tiefer aus und ist dadurch einen Tick besser zu greifen. Bei der 80D liegt der kleine Finger jedoch ein wenig mehr am Griff und hängt nicht am Rand davon wie bei der D7500. Diese Unterschiede sind in der Praxis aber nur marginal, bei anderen Händen gestaltet sich das möglicherweise anders. Wir können daher grundsätzlich festhalten: Beide DSLRs bieten einen hohen Griffkomfort und erlauben auch bei schwereren Objektiven ein komfortables Festhalten. Dafür sorgen auch die großen Daumenablageflächen auf den Rückseiten sowie die gummierten Gehäuseoberflächen.

Die getesteten Spiegelreflexkameras sind ähnlich groß und schwer:

Links sehen Sie die Nikon D7500, rechts die Canon EOS 80D.

Praktisch keinen Unterschied gibt es auch beim Gewicht: Die 80D wiegt mit 730g nur 15g mehr als die D7500. Diese Differenz ist vernachlässigbar. Als Gehäusematerial setzen beide Hersteller äußerlich auf Kunststoff, das noch bei der D7200 verwendete, hochwertigere Magnesium kommt bei der D7500 also nicht zum Einsatz. Dies finden wir schade. Das Kunststoffmaterial beider Modelle fällt grundsätzlich stabil aus, an die Solidität von Magnesium reicht es aber natürlich nicht heran. Weitere Abstriche gegenüber höherklassigen Kameras sind allerdings nicht hinzunehmen, Abdichtungen gegen Staub und Spritzwasser sind vorhanden.

Die Rückseiten beider Kameramodelle im Vergleich:

Links sehen Sie die Canon EOS 80D, rechts die Nikon D7500.

Dass sich beide Spiegelreflexkameras vor allem an erfahrenere Fotografen richten, zeigt die weitere Ausstattung: Die Kontrolle der wichtigsten Parameter erlaubt ein kleines monochromes LCD, das sich bei Bedarf jeweils beleuchten lässt. Daneben werden alle Informationen natürlich auch auf dem rückseitigen LCD angezeigt. Wie alle höherklassigen Kameras zeichnen sich beide Modelle des Weiteren durch zahlreiche Bedienelemente aus. Grundsätzlich setzen sie auf ähnliche Bedienkonzepte, bezüglich der Lage und Ausführung der Tasten sowie Wählräder gibt es aber trotzdem Unterschiede. Bei der EOS 80D liegen fast alle Tasten auf der rechten Ober- und Rückseite, bei der D7500 sind auch einige Elemente auf der linken Vorder- und Rückseite zu finden. Während die 80D somit fast immer mit der rechten Hand bedient wird, ist die linke Hand bei der Kamera von Nikon keinesfalls untätig.

Auf den rechten Oberseiten befinden sich Kontroll-LCDs mit den wichtigsten Parametern:

Links sehen Sie die Nikon D7500, rechts die Canon EOS 80D.

Auf der linken Kameraschulter liegen unter anderem die Programmwählräder:

Links sehen Sie die Nikon D7500, rechts die Canon EOS 80D.

Die Wahl des Fotoprogramms erfolgt natürlich über Programmwählräder, die jeweils auf der linken Oberseite liegen. Die Blende und Verschlusszeit können ebenso über Einstellräder angepasst werden. Bei der 80D hat Canon das rückseitige Einstellrad mit dem Steuerkreuz kombiniert, bei der D7500 hat sich Nikon für eine getrennte Lösung entschieden. Beiden Varianten können wir einen hohen Bedienkomfort bescheinigen. Der Aufnahmemodus (Einzelbild, Serienbild, …) wird bei der DSLR von Nikon ebenfalls per Wählrad verändert, Besitzer der 80D müssen dafür eine Taste nutzen.

Die rechte Oberseite der EOS 80D ist aus unserer Sicht etwas aufgeräumter gestaltet, bei der D7500 liegen die Tasten hier etwas verstreut. Daran sollte man sich jedoch schnell gewöhnen können. Grundsätzlich fallen die Tasten der D7500 etwas größer als bei der EOS 80D aus, gerade Personen mit größeren Händen bzw. Fingern dürfte das nicht ungelegen kommen. Fn-Tasten, deren Funktionen sich vorgeben lassen, sind bei der EOS 80D insgesamt vier vorhanden, bei der Nikon D7500 sind es drei. Beide Kameras sind im Gegensatz zu Modellen der Einsteigerklasse zweifellos besser zu bedienen.

Das Hauptmenü der Nikon D7500:

Nikon D7500.

Das Hauptmenü der Canon EOS 80D:

Canon EOS 80D.

Der schnelle Zugriff auf wichtige Optionen kann bei beiden Modellen nicht nur über Tasten erfolgen, zusätzlich gibt es auch Quickmenüs. Das Quickmenü der 80D gefällt uns im direkten Vergleich wegen seiner größeren Anzahl an Optionen besser. Die Hauptmenüs sind in verschiedene Untermenüs gegliedert und erlauben sehr viele Einstellungen. Sehr gut: Damit häufiger benötigte Parameter nicht länger gesucht werden müssen, stehen jeweils frei konfigurierbare Menüs zur Verfügung.

Unsere Wertung bei den Abmessungen, der Verarbeitung und der Bedienung: Unentschieden.

Zweimal mit Spiegel, zweimal mit APS-C-Sensor:

Links sehen Sie die Canon EOS 80D, rechts die Nikon D7500.

Bildqualität:
Die in beiden Kameras zum Einsatz kommenden Bildsensoren gehören zur APS-C-Klasse. Von Nikon werden Sensoren dieses Formates auch als DX bezeichnet. Der Bildwandler der Nikon D7500 misst 23,5 x 15,7mm, der Sensor der EOS 80D fällt mit 22,3 x 14,9mm einen Tick kleiner aus. Effektiv macht dies kaum einen Unterschied, beim Berechnen der kleinbildäquivalenten Brennweite eines Objektivs muss jedoch ein Faktor von 1,5 (D7500) bzw. 1,6 (80D) verwendet werden. Hinsichtlich der Auflösung liegt die Canon EOS 80D mit 24 Megapixel vorne, die D7500 speichert Bilder mit maximal 20,7 Megapixel. Ein weiterer Unterschied: Nikon verzichtet auf einen Tiefpassfilter vor dem Sensor, bei der 80D ist ein solcher vorhanden.

Die Sensorempfindlichkeit kann der Nutzer der Nikon D7500 zwischen ISO 100 und ISO 51.200 wählen, über die L- und H-Erweiterungsstufen stehen jedoch auch äquivalente ISO 50 und bis zu ISO 1,6 Millionen zur Verfügung. Die EOS 80D besitzt einen wesentlich kleineren ISO-Bereich. ISO 100 bis ISO 16.000 sind direkt zu wählen, ISO 25.600 über die Erweiterung zu erreichen. Was bedeutet dies konkret in der Praxis? Anders als man meinen könnte, ist der Unterschied sehr gering. Die ISO-Erweiterungen bringen immer Nachteile bezüglich der Bildqualität mit sich, über ISO 12.800 sind APS-C-Kameras praktisch ohnehin nicht mehr nutzbar. Ob eine Kamera nun maximal ISO 25.600 oder 1,6 Millionen bietet, spielt daher keine Rolle.

Vergleich der Bildqualität bei ISO 100 (Tag):

Die Bildqualität anhand dreier Ausschnitte im Detail:

Beim Vergleich der Fotos bei Tag (ISO 100) fällt auf, dass die Nikon D7500 trotz geringerer Auflösung mehr Details zeigt. Dies dürfte vor allem an einer stärkeren kamerainternen Datenaufbereitung liegen, der fehlende Tiefpassfilter könnte dazu aber ebenso beitragen. Grundsätzlich löst auch die Canon EOS 80D viele Details auf, an das Niveau der D7500 kommt sie aber nicht heran.

Vergleich der Bildqualität bei ISO 6.400 (Nacht):

Die Bildqualität anhand dreier Ausschnitte im Detail:

Bei unserem Nacht- und High-ISO-Test (ISO 6.400) hat die Nikon D7500 das Bildrauschen deutlich besser im Griff, die kamerainterne Rauschreduzierung sorgt aber auch für einen sichtbaren Detailverlust. Bei der EOS 80D von Canon ist der Rauschfilter nicht so stark aktiv, das Bildrauschen ist dafür sehr deutlich zu sehen. ISO 6.400 ist mit beiden Kameras noch nutzbar, Abstriche sind aber notwendig. Ab ISO 12.800 wird die Detailwiedergabe deutlich schlechter, im Gegensatz zu den Aufnahmen der 80D kann man die Bilder der D7500 notfalls aber noch verwenden.

Unser Sieger bei der Bildqualität: Die Nikon D7500.

Mit einem Klick auf das nachfolgende Bild gelangen Sie zu unserem Bildqualitätsvergleich:

Im zweiten Teil unseres Vergleichstests der Nikon D7500 und der Canon EOS 80D gehen wir unter anderem auf das Objektivangebot, die Bildkontrolle und die Arbeitsgeschwindigkeit ein.

Links zum Artikel:

 
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Kommentare

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Da müsst ihr noch mal ran :)

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