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Nikon GP-1A GPS-Empfänger im Test

Der GP-1A ist ein externer GPS-Empfänger für Digitalkameras von Nikon

Die Digitalkameras von Nikon sind zum Teil mit einem integrierten GPS-Empfänger ausgestattet, um die Aufnahmeorte der Bilder in den EXIF-Informationen abspeichern zu können. Zu diesen Modellen zählen beispielsweise die Spiegelreflexkamera Nikon D5300 (Testbericht) oder die Bridgekamera Nikon Coolpix P530 (Testbericht) . Wer allerdings kein Modell mit integriertem GPS-Empfänger besitzt, kann diesen bei einigen Digitalkameras per Zubehörport nachrüsten. Dafür bietet Nikon das GPS-Modul „GP-1A“ an. Wir haben dieses zusammen mit einer Nikon D5500 (Testbericht) getestet.

Der Nikon „GP-1A“ lässt sich wie erwähnt als externer GPS-Empfänger für verschiedene Digitalkameras erwerben. Unter anderem ist er zu den Spiegelreflexmodellen Nikon D810 (Testbericht) , Nikon D610 (Testbericht) , Nikon D7100 (Testbericht) oder auch Nikon D3300 (Testbericht) kompatibel. Zudem lässt er sich auch zusammen mit der Premium-Kompaktkamera Nikon Coolpix P7800 (Testbericht) verwenden.

Der Nikon GP-1A mit dem mitgelieferten Zubehör:

Geliefert wird der rund 24g schwere GPS-Empfänger zusammen mit einem größeren Handbuch für diverse Sprachen und zwei Kabeln. Zum einen handelt es sich dabei um ein Modell für den Zubehörport von Einsteiger- bis Semi-Profi-DSLRs, zum anderen um ein Kabel für den 10-poligen Zubehörport, wie er bei Profikameras zum Einsatz kommt. Zum Transport befindet sich zudem noch ein Adapter zum Befestigen am Trageriemen der Kamera im Lieferumfang.

Der Nikon GP-1A im Detail:

Beide Kabel werden in der linken Buchse des „GP-1A“ eingesteckt. Da der GPS-Empfänger den Zubehörport belegt, bietet das Modul an der rechten Seite zudem eine Schnittstelle, über die eine Fernbedienung angeschlossen werden kann. Auf der Rückseite befindet sich außerdem ein USB-Port zum Anschluss an einen Computer. Befestigt wird der Empfänger über den Blitzschuh der Kamera.

Die Verbindung zum GPS-Modul erfolgt per Kabel:

Sobald der „GP-1A“ über ein langes Kabel – man könnte sogar sagen störend langes – mit der Kamera verbunden wurde, wird dieser mit Strom versorgt und startet die Satellitenerkennung. Sobald genug Satelliten gefunden wurden, wechselt die Farbe der LED des Moduls von Rot auf Grün. Eine blinkende grüne LED signalisiert, dass drei Satelliten erkannt wurden, bei einer durchgängig grün leuchtenden LED sind es mindestens vier.

Eine grün leuchtende LED signalisiert die erfolgreiche Satelliten-Verbindung:

Da der GPS-Empfänger keine eigene Stromversorgung besitzt, wird der Akku der verwendeten Kamera immer belastet, wenn der GPS-Empfänger aktiv ist. Dies sollte man im Hinterkopf behalten. Wer das „Leersaugen“ des Akkus verhindern möchte, muss das Kabel entfernen. Dass der GPS-Empfänger ständig auf Empfang bleiben kann, hat aber natürlich auch einen Vorteil. Dadurch muss nicht erst auf die erneute Positionsbestimmung gewartet werden, wie sie nach dem kompletten Abschalten des Empfängers nötig wäre. Dies macht sich auch in unserem Test positiv bemerkbar.

Das GPS-Menü der Nikon D5500 bei angeschlossenem GP-1A:

Hier lassen sich unter anderem die Positionsdaten anzeigen:

Für jedes Bild mit GPS-Koordianten lässt sich der Aufnahmeort anzeigen:

Einstellungsmöglichkeiten bietet der „GP-1A“ insgesamt nur wenige. Neben der Aktivierung oder Deaktivierung der Standby-Vorlaufzeit (diese verhindert, dass der Belichtungsmesser der Kamera ständig aktiv ist), wird nur noch die Möglichkeit angeboten, die Kamerauhr nach der Satellitenzeit zu stellen. Des Weiteren lassen sich im Menü auch ohne die Aufnahme eines Bildes die aktuelle Position (Längen- und Breitengrad) und die Meereshöhe anzeigen. Die Kompasspeilung wird vom „GP-1A“ leider nicht unterstützt, dieses Feld bleibt daher leer. Wer sich die Koordinaten eines Bildes ansehen möchte, kann dies über die Wiedergabeansicht. Die Basicfunktionen werden vom „GP-1A“ also angeboten, die Routenspeicherung beherrscht er aber leider nicht. Die Bedienung ist dafür denkbar einfach.

Der Test:
Wir haben die Zeit bis zum sogenannten „Satfix“, also dem Zeitpunkt, ab dem eine Positionsspeicherung möglich ist, gemessen. Dieser Zeitraum lag bei unserem Test unter freiem Himmel – egal bei welchem Wetter – bei durchschnittlich knapp 90 Sekunden. Da der „GP-1A“ auch nachdem Ausschalten der Kamera weiter aktiv sein kann, ist die erneute Positionsbestimmung nach dem nächsten Einschalten trotz einer Ortsveränderung in der Regel in unter zehn Sekunden möglich. Dieser Zeitraum ist für den normalen Einsatz mehr als ausreichend. Die Geschwindigkeit der Positionsbestimmung des „GP-1A“ ist also durchweg überzeugend.

In einem weiteren Test haben wir die Genauigkeit unter die Lupe genommen. Anhand von unterschiedlichen Standorten ergibt sich eine gemittelte Abweichung von etwa fünf Meter – sofern das Datenmaterial von Google Earth stimmt. Eine größere Abweichung als 20m ist im Test dabei nicht vorgekommen. Da die Abweichungen also relativ klein ausfallen und man in jedem Fall die ungefähre Position erhält, würden wir die Leistung des „GP-1A“ in diesem Punkt als sehr gut bewerten. Hierzu sei noch erwähnt: Nikon nennt im Handbuch eine Genauigkeit von zehn Meter.

Innerhalb von Gebäuden oder in kleinen Tunneln kann der „GP-1A“ keine Wunder vollbringen, hier konnte der GPS-Empfänger die Position nicht oder nicht korrekt bestimmen. Dies darf man allerdings auch kaum erwarten.

Der GP-1A ist kompakt, schnell einsatzbereit und erlaubt eine genaue Positionsbestimmung:

Unser Fazit:
Der Nikon „GP-1A“ ist ein sehr einfach zu bedienender, relativ genauer und schnell einsatzbereiter GPS-Empfänger. Dafür halten sich seine Funktionen in Grenzen, mehr als die Speicherung der Aufnahmeposition eines Bildes beherrscht er leider nicht. Dass er über die Kamera mit Strom versorgt wird, ist zwar von Vorteil, da er dadurch sehr kompakt gebaut werden konnte, einen Reserveakku sollte man jedoch immer dabei haben. Störend fanden wir generell das sehr lange Kabel von der Kamera zum Empfänger. Zum einen ist dieses optisch nicht gerade schön, zum anderen birgt es die Gefahr, irgendwo hängen zu bleiben.

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Kommentare

Hallo. Ich hab das Problem ...

Hallo.
Ich hab das Problem dass meine D7200 den Systempunkt Positionsdaten nicht anzeigt. Auch nicht wenn der Gp1a angesteckt ist. Was kann hier das Problem sein? Es werden keine Daten aufgezeichnet. Bis dato konnte mir niemand weiterhelfen.
Nikon Support sagt dass beim anstecken der Punkt Positionsdaten erscheinen sollte
Was er leider nicht tut.
Wäre für eine Antwort dankbar.
Lg

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Weil du eine Kamera für den asiatischen Markt hast.

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