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Olympus TOUGH TG-5 vs. Nikon Coolpix W300 im Duell (Teil 3)

Teil 3 von 3: Outdoorkameras mit wasserdichtem und stoßgeschütztem Gehäuse


Links sehen Sie die Olympus TOUGH TG-5, rechts die Nikon Coolpix W300.

Im dritten und letzten Teil schauen wir uns die Videofunktion und die Erweiterbarkeit sowie die Schnittstellen an. Zudem fassen wir alle Punkte noch einmal zusammen und ziehen ein Fazit. Im zweiten Teil unseres Vergleichstests der Olympus TOUGH TG-5 und der Nikon Coolpix W300 haben wir unter anderem spezielle Funktionen und Features verglichen.

Videoaufnahme:
Videos speichern beide Outdoorkameras in der modernen 4K-Auflösung. Bei 3.840 x 2.160 Pixel lassen sich 25 oder 30 Vollbilder pro Sekunde festhalten. Daneben wird jeweils die Aufnahme in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) mit 25 bis 60 Vollbildern pro Sekunde und in HD (1.280 x 720 Pixel) mit 25 oder 30 Vollbildern pro Sekunde unterstützt. Beide Kameras unterstützen zudem die Aufnahme mit höheren Bildraten und die Ausgabe des Videomaterials mit einem Zeitlupeneffekt.

Während die Nikon Coolpix dies aber nur in SD-Auflösung (640 x 480 Pixel) mit 100 oder 120 Vollbildern pro Sekunde erlaubt, hat die Olympus TOUGH TG-5 eine wesentlich größere Bandbreite zu bieten. In Full-HD lassen sich 120 Vollbilder pro Sekunde wählen, in HD sind es 240 Vollbilder pro Sekunde und in SD sogar 480 Vollbilder pro Sekunde. Die Kamera von Olympus ermöglicht Zeitlupenvideos daher mit einer ansprechenden Bildqualität, die Zeitlupenaufnahmen der Coolpix W300 würden wir wegen der geringen Auflösung (wie die Zeitlupenaufnahmen der TG-5 in SD) nicht verwenden.

Video-Bildqualitätsvergleich mit 3.840 x 2.160 Pixel:

In 4K-Auflösung speichern beide Kameras Videos für Modelle der Kompaktklasse mit einer sehr guten bis exzellenten Bildqualität. Bei der TG-5 sind allerdings noch etwas mehr Optionen beeinflussbar. Bei der Coolpix W300 gefällt uns dagegen besser, dass 4K-Videos in allen Fotomodi per Videoauslöser gestartet werden können. Dies funktioniert bei der TG-5 nicht, hierfür muss der Benutzer zum Videomodus wechseln.

Unser Sieger bei der Videoaufnahme: Die Olympus TOUGH TG-5.

Erweiterbarkeit und Schnittstellen:
Schnittstellen sind bei Kompaktkameras mangels Platz in aller Regel wenige vorhanden. Bei Modellen der Outdoorklasse ist dies durch die benötigten Abdichtungen natürlich nicht besser. Beide Kameramodelle verfügen daher nur über einen USB- und einen HDMI-Port (jeweils in der Micro-Variante). Der Anschluss eines Blitzgerätes ist mangels Zubehörschuh nicht möglich, mit den integrierten Blitzen lassen sich jedoch nähere Motive aufhellen.

Die Schnittstellen der Olympus TOUGH TG-5 sind auf zwei Fächer aufgeteilt:

Olympus TOUGH TG-5.

Bei der TOUGH TG-5 hat sich Olympus zur Befestigung von Zubehör eine spezielle Lösung ausgedacht – nämlich die Montage per Gewinde. Dazu muss zuerst der Objektivring am Gehäuse entfernt werden. Danach lässt sich an dessen Stelle verschiedenes Zubehör anbringen. Unter anderem bietet Olympus für die TOUGH TG-5 den Blitzdiffusor FD-1, den Fisheye-Konverter FCON-T01 und den Telekonverter TCON-T01 an. Je nach Zubehör wird der Konverter-Adapter CLA-T01 benötigt. Ein weiteres sinnvolles Zubehörteil, das für beide Kameramodelle angeboten wird, ist eine Silikonhülle. Diese sollte Stürze deutlich dämpfen können.

Bei der Nikon Coolpix W300 gibt es nur ein Fach:

Nikon Coolpix W300.

Wer beide Kameramodelle drahtlos steuern möchte, kann dies jeweils über WLAN tun. Bei der Nikon Coolpix W300 (Testbericht) sorgt Bluetooth außerdem für den stetigen Kontakt des Mobilgerätes zur Kamera. Dies macht das automatisierte Übertragen von Fotos möglich. In der Praxis würden wir trotzdem die Lösung der TOUGH TG-5 bevorzugen. Die Olympus Image Share-App erlaubt das Verändern aller wichtigen Parameter, die Bilder lassen sich in der App zudem auch noch rudimentär bearbeiten. Bei der Coolpix W300 sind praktisch keine Parameter anpassbar. Zu mehr als einem Fernauslöser wird das Smartphone daher leider nicht.

Der Objektivring der TG-5 kann zur Montage von Zubehör abgenommen werden:

Olympus TOUGH TG-5.

Keine App wird bei beiden Kameras für die Geopositionsspeicherung oder die Angabe der Höhe über dem Meeresspiegel benötigt. Ein elektronischer Kompass steht ebenso zur Verfügung.

Unser Sieger bei der Erweiterbarkeit und den Schnittstellen: Die Olympus TOUGH TG-5.

Unser Fazit:
Die beiden Outdoorkameras in diesem Vergleich sind Modelle für Einsätze in für Kameras nicht optimalen Umgebungsbedingungen: bei Regen oder auch am Strand. Und es geht sogar noch mehr: Sie lassen sich selbst unter Wasser verwenden und überstehen Stürze aus bis zu 2,4m Höhe. Die Gehäuse werden in beiden Fällen aus Kunststoff gefertigt (bei der Coolpix W300 ist immerhin die Vorderseite aus Metall), sind aber trotzdem recht robust gebaut. In der Hand liegen sie akzeptabel, der Einsatz von einer oder mehreren Gummierungen wäre trotzdem durchaus sinnvoll gewesen. Hinsichtlich der Bedienelemente ergibt sich ein abweichendes Bild: Die TG-5 besitzt als Vorteil zwei Einstellräder, ihre Tasten sind aber besonders klein und zum Beispiel mit Handschuhen schwer zu drücken. Die Coolpix W300 von Nikon macht das besser: Hier gibt es (mit Ausnahme der Wippe zum Verändern der Brennweite) zwar nur Tasten, diese fallen aber größer aus. Punkten kann die Kamera außerdem mit einem Menü, das sich per Tippen gegen das Gehäuse bedienen lässt.

Die Olympus TOUGH TG-5 hat insgesamt gesehen mehr als die Nikon Coolpix W300 zu bieten:

Links sehen Sie die Olympus TOUGH TG-5, rechts die Nikon Coolpix W300.

Bei der Bildqualität sehen wir die Olympus TOUGH TG-5 in Front: Bei Tag zeigt die Nikon Coolpix W300 zwar einen Tick mehr Details, bei Nacht wird jedoch ein störendes Rauschen sichtbar. Die höhere Auflösung ihres Sensors von rund vier Megapixel wird praktisch nicht sichtbar. Dank der RAW-Aufnahme hat die TG-5 sogar zusätzliche Bearbeitungsreserven zu bieten. Bei der Outdoorkamera überzeugt uns zudem das Objektiv mehr: Es deckt zwar einen etwas kleineren Brennweitenbereich ab, ist aber lichtstärker. Außerdem bildet es an den Bildrändern recht scharf ab. Bei der Coolpix W300 fällt die Randunschärfe wesentlich stärker aus.

Die robusten und wasserdichten Gehäuse machen vielfältige Einsätze möglich:

Links sehen Sie die Olympus TOUGH TG-5, rechts die Nikon Coolpix W300.

Auch in einem weiteren Punkt hat die Olympus TOUGH TG-5 (Testbericht) die Nase vorne: bei der Arbeitsgeschwindigkeit. Die Outdoorkamera von Olympus nimmt deutlich mehr Bilder pro Sekunde auf, zugleich hat sie sich als wesentlich ausdauernder herausgestellt. Während der Serienbildmodus der TG-5 daher gute Ergebnisse erlaubt, gilt das für die Coolpix W300 nicht.

Der Unterschied bei der automatischen Fokussierung fällt mit 0,18 zu 0,25 Sekunden deutlich kleiner aus, auch hier liegt die TG-5 aber vorne. Die W300 ist dafür schneller eingeschaltet (1,31 vs. 1,71 Sekunden). Hinsichtlich der Bildkontrolle weiß die Coolpix W300 wegen ihres höher aufgelösten LCDs mehr zu gefallen.

Zu den Beispielaufnahmen des Testsiegers:

Bei den Funktionen und Features setzt sich die Olympus TOUGH TG-5 mit zusätzlichen Fotoprogrammen, besseren Makroaufnahmen und einer Intervallfunktion ab. Videos speichern beide Kameras in 4K-Auflösung ab, zusätzliche Auflösungen und Einstellungsmöglichkeiten finden sich vor allem bei der TG-5.

Unser Testsieger:

Gleiches gilt für die Erweiterbarkeit: Durch den Objektivring funktioniert dies bei der Kamera von Olympus besser, für tiefere Tauchgänge gibt es ein optional erwerbbares Gehäuse.

Am Ende können wir zusammenfassen: Die Olympus TOUGH TG-5 geht als klarer Sieger aus unserem Vergleichstest hervor. Gerade wer so viele Parameter wie möglich selbst bestimmen möchte, ist bei der Kameras von Olympus deutlich im Vorteil.

Unsere Auszeichnungen des jeweiligen Einzeltestberichts:

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