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Panasonic Lumix DC-G9 und Lumix DMC-G81 im Vergleich (Teil 3)

Teil 3 von 3: Spiegellose Systemkameras von Panasonic für Foto- und Videoaufnahmen


Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-G9, rechts die Panasonic Lumix DMC-G81.

Nachdem wir uns im zweiten Teil unseres Vergleichs der Panasonic Lumix DC-G9 und der Panasonic Lumix DMC-G81 unter anderem die Optionen zur Bildkontrolle und die Arbeitsgeschwindigkeit angesehen haben, vergleichen wir jetzt die die Videofunktion und die Erweiterbarkeit. Zudem ziehen wir ein Fazit.

Videoaufnahme:
Die Videofunktion der Kameras von Panasonic ist seit Langem führend im Segment der Systemkameras. Beide Modelle können Videos in der mittlerweile etablierten 4K-Auflösung mit 3.840 x 2.160 Pixel aufzeichnen. Einen Unterschied gibt es jedoch in der Bildrate und „Datenverarbeitung“. Die Panasonic Lumix DC-G9 hat Bildraten zwischen 24 und 60 Vollbildern pro Sekunde (wenn auch lediglich 10 Minuten bei 50p und 60p), die G81 zwischen 24 und 30 Vollbildern pro Sekunde zu bieten.

Mit der G9 sind somit besonders flüssige Aufnahmen möglich, die zum Beispiel für Zeitlupenaufnahmen verwendet werden können. Das funktioniert mit der G81 nicht. Des Weiteren wird bei der G9 der gesamte Bildsensor (im 16:9 großen Sensorbereich) ausgelesen. Dies verhindert nicht nur das Auftreten eines Cropeffekts, sondern sorgt auch für eine besonders gute Bildqualität. Bei der G81 nutzt Panasonic dagegen allein die benötigten Pixel (circa acht Millionen) aus dem mittleren Sensorbereich. Dadurch erreichen die Videos der G81 nicht ganz das Qualitätsniveau der G9, zudem zeigt sich ein stärkerer Cropeffekt. Hier ist die G9 deutlich im Vorteil.

Video-Bildqualitätsvergleich bei 3.840 x 2.160:

In Full-HD liegen beide Kameras mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde gleichauf, sofern keine Zeitlupenvideos erstellt werden sollen. Für diese hat die G9 einen speziellen Modus zu bieten, in dem bis zu 180 Vollbilder pro Sekunde einstellbar sind. Ein derartiges Feature fehlt der G9.
Bei den Einstellungsmöglichkeiten schließt die Lumix DMC-G81 wieder auf. Panasonic erlaubt jeweils die manuelle Belichtung sowie Fokussierung, man kann den Bildstil bestimmen und den Ton pegeln. Für ein Mikrofon steht jeweils ein Eingang zur Verfügung, ein Kopfhörer lässt sich nur bei der G9 anschließen.

Unser Sieger bei der Videoaufnahme: Die Panasonic Lumix DC-G9.

Für die Panasonic Lumix DC-G9 gilt: Schnittstellen, wohin das Auge sieht:

Diese liegen auch auf der rechten Seite und der Vorderseite:

Erweiterbarkeit und Schnittstellen:
Wie schon bei der Videofunktion gibt es auch bei den Schnittstellen größere Unterschiede zu vermelden. Einzig der Mikrofoneingang (3,5mm) und der Anschluss für die Kabelfernbedienung (2,5mm) sind identisch. Ein HDMI-Ausgang ist zwar jeweils vorhanden, es werden aber unterschiedliche Buchsen genutzt. So besitzt die G9 einen Full-Size- oder Standard-HDMI-Port, die G81 einen Micro-HDMI-Port. Beim USB-Port der G81 handelt es sich ebenfalls um die Micro-Variante, bei der G9 um einen Micro-Typ-B-Port. Die Abweichung resultiert aus den abweichenden Spezifikationen der USB-Ports. Einmal 3.0 bei der G9, einmal 2.0 bei der G81. Des Weiteren hat die G9 – anders als die G81 – einen Kopfhörerausgang (3,5mm) und einen Blitzsynchronanschluss zu bieten.

Bei der Lumix DMC-G81 finden sich vier Schnittstellen:

Panasonic Lumix DMC-G81.

Im Vorteil sind Fotografen bei der G81 dagegen durch deren integriertes Blitzgerät. Dieses erlaubt das Aufhellen von näheren Motiven und macht einen Aufsteckblitz nicht in jedem Fall notwendig. Einen Blitzschuh hat Panasonic dagegen bei beiden Kameras verbaut.

WLAN wird jeweils zur drahtlosen Datenübertragung und Fernsteuerung verwendet. Die G9 verfügt zudem über Bluetooth LE 4.2. Damit lässt sich die Verbindung stetig und bei geringem Stromverbrauch aufrechterhalten.

Unsere Wertung bei der Erweiterbarkeit und den Schnittstellen: Unentschieden.

Beide Kameramodelle überzeugen mit einer sehr guten Ausstattung:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-G9, rechts die Panasonic Lumix DMC-G81.

Unser Fazit:
Am Ende unseres Vergleichstest der Panasonic Lumix DC-G9 und der Panasonic Lumix DMC-G81 konnte sich die G9 – zumindest rechnerisch – klar durchsetzen. Dies haben wir natürlich von vornherein erwartet, weshalb die wichtigere Frage ist: Wie groß fällt der Abstand zwischen beiden Modellen aus, und wann ergibt es Sinn, zur G9 oder zur G81 zu greifen? Nach unserem Praxistest können wir festhalten: Die G9 liegt in jedem Bewertungspunkt vorn, der Abstand ist aber teilweise nur klein. So besitzt das Spitzenmodell von Panasonic zwar das solidere und besser in der Hand liegende Kameragehäuse mit mehr Einstellrädern sowie einem Kontrolldisplay, die G81 überzeugt allerdings ebenfalls. Sie wurde wie die G9 abgedichtet, das Gehäuse lässt sich gut greifen, und eine Magnesiumlegierung sorgt für die nötige Robustheit. Bedienelemente gibt es ebenso viele, und auch bei der G81 sind viele frei konfigurierbar. Als kompakte „Ausgabe“ der G9 macht die G81 vieles kaum schlechter.

Das gilt gleichfalls für die Fotoqualität: Die Lumix G9 liefert feiner aufgelöste Bilder und hinterlässt bei hohen Sensorempfindlichkeiten einen besseren Eindruck. Wer keine riesigen Ausgabegrößen benötigt, wird jedoch keine sofort auffallenden Unterschiede bemerken. Hinsichtlich der Bildkontrolle können Besitzer der G9 dank eines höher aufgelösten und größeren Suchers mit einer höheren Bildrate deutlich im Vorteil sein. Das gilt allerdings nur, sofern die maximale Suchervergrößerung verwendet wird. Abseits davon ist der Sucher der G81 nicht sehr deutlich unterlegen.

Die Lumix DC-G9 ist größer und schwerer, den Platz nutzt Panasonic aber sehr gut aus:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-G9, rechts die Panasonic Lumix DMC-G81.

Natürlich lassen sich in diesem Vergleich auch Bewertungspunkte finden, in denen die G9 wesentlich besser abschneidet. Der integrierte Bildstabilisator macht die Belichtung um eine Blendenstufe länger möglich, die Serienbildrate ist deutlich höher und der Autofokus beim Verfolgen von bewegten Motiven klar besser.

Am Ende gibt es mit der G9 einen klaren Sieger, die G81 schlägt sich aber ebenso sehr gut:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-G9, rechts die Panasonic Lumix DMC-G81.

Des Weiteren gibt es einige Features, welche lediglich die G9 zu bieten hat: Hier sind die High-Resolution-Aufnahme, die 6K-Foto-Funktion und der mechanische Verschluss mit 1/8.000 Sekunde zu nennen. Des Weiteren kann nur die G9 50/60 Vollbilder pro Sekunde in 4K und ohne Crop aufnehmen. Ein Kopfhöreranschluss, zwei sehr schnelle Speicherkartenslots und ein Blitzsynchronport finden sich allein bei dieser. Die G81 verfügt dafür über ein integriertes Blitzgerät.

Unser Testsieger:

Die Panasonic Lumix DMC-G81 stellt nach wie vor ein sehr interessantes Kameramodell dar, das für viele Aufnahmezwecke völlig ausreichend ist. Wer absolute Spitzenleistung benötigt, sollte allerdings doch zur G9 greifen.

Unsere Auszeichnungen des jeweiligen Einzeltestberichts:

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Kommentare

Wie sieht es mit dem ...

Wie sieht es mit dem Autofokus bei Video aus. Wieso gehen sie nicht darauf ein. Dieser wird bei der G9 und bei der GH5 sehr kritisiert. Wenn etwas sehr kritisiert wird und in einem Test wird nicht darauf ein gegangen, habe ich immer meine Zweifel ob es sich um einen objektiven Test handelt.
Die FZ 2000 würde von Ihnen auch besser bewirtet als sie ist.
Gruß Bernhard H.

Hallo, der Video-Autofokus der Panasonic-Kameras ...

Hallo,
der Video-Autofokus der Panasonic-Kameras ist bei weitem weniger schlecht, wie ihn manche Tests darstellen. Viele Testberichte, wie auch unsere, haben daran nichts auszusetzen. Der Grund dafür ist in den unterschiedlichen Aufnahmesituationen zu suchen. Wir testen den Autofokus, wie unsere Beispielaufnahmen zeigen, in für Fotografen klassischen Situationen: Verlagern der Schärfe von einem Motiv auf ein anderes und beim Verändern der Brennweite. Viele, wenn nicht sogar die allermeisten, kritischen Autofokustests befassen sich allein mit dem AF-Verhalten bei „Vlogs“ oder dergleichen. Diese Situationen decken wir bewusst nicht ab. Wir sind ein Magazin für Digitalkameras und nicht für „Vlogger“.

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