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Panasonic Lumix DMC-FZ1000 vs. Lumix DMC-FZ2000 (Teil 3)

Teil 3 von 3: Highend-Kameras der Bridgeklasse mit 4K-Videofunktionen


Links sehen Sie die Panasonic Lumix DMC-FZ1000, rechts die Lumix DMC-FZ2000.

Im zweiten Teil des Vergleichstests der Panasonic Lumix DMC-FZ1000 und der Panasonic Lumix DMC-FZ2000 haben wir uns unter anderem mit den Objektiven und der Arbeitsgeschwindigkeit beschäftigt. In diesem dritten und letzten Teil gehen wir auf die Videoaufnahme sowie die Erweiterbarkeit ein und ziehen ein Fazit.

Videoaufnahme:
Die Videofunktion der Panasonic Lumix DMC-FZ1000 konnte bei ihrer Vorstellung als State of the Art bezeichnet werden, selbst mehr als zwei Jahre danach kann sich die Featureliste aber immer noch sehen lassen. Die Lumix DMC-FZ2000 hat allerdings noch einmal etwas mehr zu bieten, sie wurde von Panasonic mit zahlreichen Profi-Videofeatures ausgestattet. Dazu später mehr - zuerst zu den wichtigsten Fakten: Videos können beide Bridgekameras in 4K-Auflösung speichern, die ultra hochauflösenden Aufnahmen wissen mit einem exzellenten Detailgrad zu überzeugen. Während die FZ1000 allerdings auf die genau genommen als Ultra-HD bezeichneten 3.840 x 2.160 Pixel (mit 24 oder 25 Vollbildern pro Sekunde) beschränkt bleibt, hält die FZ2000 Videos auch in Cine-4K-Auflösung mit 4.096 x 2.160 Pixel fest. Hier kann man 24 Vollbilder pro Sekunde nutzen, bei 3.840 x 2.160 Pixel sind es 24, 25 und 30 Vollbilder pro Sekunde. In Full-HD-Auflösung stehen bei der FZ1000 24, 25 und 50 Vollbilder pro Sekunde zur Wahl, die FZ2000 hat zudem wieder die äquivalenten NTSC-Bildraten zu bieten. Des Weiteren erlaubt diese besonders hohe Bitraten von maximal 200MBit/s und das Aufzeichnen mit der ALL-I-Codierung.

Weniger Optionen sind bei der FZ1000 auch in puncto Zeitlupen- bzw. Zeitraffervideo vorhanden. Die ältere FZ1000 nimmt Zeitlupenvideos mit 100 Vollbildern pro Sekunde auf, die FZ2000 mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde. Darüber hinaus unterstützt sie die freie Bildratenwahl zwischen zwei und 120 Vollbildern pro Sekunde. Alle Aufnahmen werden in der Kamera entsprechend umcodiert, auf die „Rohdaten“ hat man keinen Zugriff. Absetzen kann sich die FZ2000 auch durch die Möglichkeit von unbegrenzt langen Videoaufnahmen. Die FZ1000 zeichnet diese – wie alle Fotokameras – nur bis zu 29 Minuten und 59 Sekunden auf. Der Grund dafür ist nicht technischer, sondern zollrechtlicher Natur. Ebenso nur bei der FZ2000 vorhanden ist der bereits in diesem Vergleichstest angesprochene ND-Filter. Er macht die passende Belichtung für Videofilmer wesentlich einfacher und erspart den Einsatz von Frontfiltern.

Video-Bildqualitätsvergleich mit 3.840 x 2.160 Pixel:

In puncto Autofokus gefällt uns die FZ2000 besser, sie stellt treffsicherer scharf. Die Tonaufnahme ist bei beiden Kameras per internem Stereomikrofon möglich, für externe Mikrofone stehen 3,5mm Klinkeneingänge zur Verfügung. Den Tonpegel kann man in feinen dB-Stufen anpassen. Die Tonkontrolle ist jeweils anhand einer Pegelanzeige möglich, bei der FZ2000 können Videografen allerdings zudem einen Kopfhörer anschließen. Abgerundet werden die vielen Videofeatures der FZ2000 durch die Möglichkeit der Ausgabe des Videosignals über HDMI in 4:2:2, 10 Bit.

Unser Sieger bei der Videoaufnahme: Die Panasonic Lumix DMC-FZ2000.

Die SD-Karte wird bei der FZ1000 auf der Unterseite eingesteckt, bei der FZ2000 an der Seite:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DMC-FZ1000, rechts die Lumix DMC-FZ2000.

Erweiterbarkeit und Schnittstellen:
Beide Kameramodelle sind mit zahlreichen Schnittstellen ausgerüstet, Erweiterungen sind daher sehr gut möglich. Jeweils vorhanden sind ein Micro-USB- und ein Micro-HDMI-Anschluss sowie zwei Klinkenbuchsen (3,5mm, 2,5mm). Das 3,5mm-Modell nimmt ein Mikrofon auf, per 2,5mm-Buchse wird eine Kabelfernbedienung angeschlossen. Nur bei der FZ2000 ist ein weiterer 3,5mm-Klinkenanschluss zu finden, der das Verbinden eines Kopfhörers erlaubt. Über WLAN können Fotografen die Aufnahmekontrolle und die Bildbetrachtung kabellos vornehmen, ein NFC-Modul zur schnellen Verbindungsaufnahme besitzt nur die FZ1000. Für Blitzgeräte ist in beiden Fällen ein Zubehörschuh vorhanden, durch die Aufklappblitze sind diese aber nicht in jedem Fall notwendig.

Unser Sieger bei der Erweiterbarkeit und den Schnittstellen: Die Panasonic Lumix DMC-FZ2000.

Beide Bridgemodelle besitzen viele Features, die FZ2000 hat allerdings noch mehr zu bieten:

Unser Fazit:
Unser Vergleichstest der Panasonic Lumix DMC-FZ1000 und der Panasonic Lumix DMC-FZ2000 hat gezeigt, dass sich Bridgekameras der Premiumklasse in puncto Features nicht hinter spiegellosen Systemkameras zu verstecken brauchen. Die Detailwiedergabe beider Modelle ist gut bis sehr gut, mit den 20 Megapixel auflösenden Sensoren sind auch bei höheren Sensorempfindlichkeiten vergleichsweise rauscharme Bildergebnisse möglich. Die Objektive decken große Brennweitenbereiche ab, die Lichtstärke im Bereich von F2,8 bis F4 (bzw. F4,5) kann dafür als ordentlich bezeichnet. Während das Objektiv der FZ1000 allerdings mit einer guten Abbildungsleistung überzeugen kann, gilt dies für die Optik der FZ2000 weniger. Bei Offenblende zeigt sich außerhalb des Bildzentrums bei kürzeren Brennweiten eine deutliche Unschärfe, abblenden ist hier zwingend notwendig. Immerhin legt die Bildschärfe dann deutlich zu. Bei längeren Brennweiten nimmt das Schärfeproblem ab.

Die Arbeitsgeschwindigkeit beider Kameramodelle ist hoch, Serienbildraten von über zehn Bildern pro Sekunde sind für quasi alle Situationen ausreichend. Die FZ2000 hat durch einen größeren Pufferspeicher allerdings einen längeren Atem. Scharfstellen kann man mit beiden Kameras sehr flott, eingeschaltet ist die FZ1000 deutlich schneller. Bei der Bildkontrolle gibt es nur wenige Unterschiede: Der Sucher der FZ2000 ist einen Tick größer, über ihr Display sind per Touch zudem Eingaben möglich.

Grundsätzlich wäre die FZ2000 die bessere Kamera, ihre Bildqualität ist allerdings schlechter:

In puncto Video ist die Lumix DMC-FZ1000 eine sehr gut ausgestattete Kamera, die FZ2000 kann dieses Angebot aber trotzdem noch überbieten. Aktuell gibt es keine Digitalkamera mit fest verbautem Objektiv, die mehr Videofeatures besitzt. Sie nimmt Videos unter anderem in der Cine-4K-Auflösung oder mit ALL-I-Kodierung auf, die Aufnahmedauer ist unbegrenzt.

Zu den Beispielaufnahmen des Testsiegers:

Des Weiteren kann die Ausgabe über HDMI in 4:2:2 mit 10 Bit erfolgen, und es steht ein Kopfhörerausgang zur Tonkontrolle zur Verfügung. Da die FZ1000 ebenso 4K-Videos speichert und einen Anschluss für ein externes Mikrofon besitzt, werden die meisten Fotografen mit den Videofeatures der FZ1000 aber spielend auskommen.

Unser Testsieger:

Zusammenfassend können wir daher festhalten: Wer auf die Profivideofunktionen der Panasonic Lumix DMC-FZ2000 nicht angewiesen ist und für wen die Fotofunkion einer Kamera deutlich im Vordergrund steht, fährt mit der FZ1000 nach aktuellem Stand besser.

Unsere Auszeichnungen des jeweiligen Einzeltestberichts:

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Kommentare

Schon verwunderlich die Sache mit ...

Schon verwunderlich die Sache mit dem FZ2000 Objektiv. Bei nur moderat erweitertem Brennweitenbereich und etwas geringerer Lichtstärke ist dieses optisch deutlich schwächer. Vielleicht wurde beim Test ein Montagsexemplar erwischt. Solche Exemplare gibt es bei Panasonic allerdings besonders selten. Gegebenenfalls sollte dieser Teil des Tests in einem halben Jahr mit einem anderen Exemplar wiederholt werden.

Der mittlerweile herausgekommene Test der ...

Der mittlerweile herausgekommene Test der FZ2000 von DPReview bestätigt die Schwäche des Objektivs. Es handelt sich in obigem Test also nicht um ein Montagsexemplar. Bedenkt man auch noch den exorbitanten Preis, so kann die FZ2000 eigentlich nur ein übler Flop werden.

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