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Panasonic Lumix DMC-G70 und Canon EOS 760D im Duell (Teil 2)

Teil 2 von 3: Duell in der Mittelklasse – spiegellose Systemkamera gegen Spiegelreflexkamera


Links sehen Sie die Panasonic Lumix DMC-G70, rechts die Canon EOS 760D.

Nachdem wir im ersten Teil des Tests zwischen der Panasonic Lumix DMC-G70 und der Canon EOS 760D die Kameragehäuse und die Bildqualität verglichen haben, gehen wir im zweiten Teil unter anderem auf das Objektivangebot und die Möglichkeiten zur Bildkontrolle ein.

Die Standardobjektive:
Wer eine Systemkamera erwirbt, benötigt neben dem „Body“ natürlich auch mindestens ein Objektiv. Neben Kit-Objektiven mit in der Regel dreifachem Zoombereich werden heutzutage oftmals auch sogenannte Superzoomobjektive mit größeren Brennweitenbereichen angeboten. Damit lassen sich bereits recht viele Situationen abdecken. Bei Panasonic ist hier das Lumix G Vario 14-140mm F3,5-5,6 Asph. OIS zu nennen. Dieses deckt kleinbildäquivalente 28 bis 280mm ab, besitzt die für Superzoomobjektive typische Blendenöffnung von F3,5-5,6 und einen integrierten optischen Bildstabilisator.

Bei Canon ist das EF-S 18-135mm F3,5-5,6 IS STM ein passendes Superzoomobjektiv. Damit lassen sich 29 bis 216mm abdecken, die Lichtstärke liegt ebenfalls bei F3,5-5,6, und auch hier wurde ein optischer Bildstabilisator integriert.

Beide Objektive können durch ihren größeren Brennweitenbereich variabel eingesetzt werden, die Autofokusmotoren arbeiten leise sowie schnell und die Stabilisierungsleistung ist ebenfalls gut. Bei der Abbildungsleistung sehen wir das Canon EF-S 18-135mm F3,5-5,6 IS STM vorne, dieses bildet sowohl am Bildrand im Weitwinkelbereich als auch am Teleende etwas besser ab. Der etwas größere Brennweitenbereich des Lumix G Vario 14-140mm F3,5-5,6 Asph. OIS fällt in der Praxis nicht allzu stark auf.

Unser Sieger bei den Standardobjektiven: Das Canon EF-S 18-135mm F3,5-5,6 IS STM.

Beide Kameras mit den im Test verwendeten Standardobjektiven:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DMC-G70, rechts die Canon EOS 760D.

Das Objektivangebot:
Objektive sind für Anfänger im Regelfall nicht wichtig. Wer sich tiefer mit der Materie befasst, wird jedoch schnell feststellen, dass ein Kitobjektiv nicht in allen Situationen beste Ergebnisse ermöglicht Daher werden sich viele früher oder später noch nach weiteren Objektiven umschauen. Die Panasonic Lumix DMC-G70 (Testbericht)​ besitzt als Micro-Four-Thirds-Kamera das Micro-Four-Thirds-Bajonett. Dieses bietet unter den Bajonetten für spiegellose Systemkameras das größte Angebot an Objektiven. Vom Fisheye-Objektiv bis zum Supertelezoom lassen sich alle gewünschten Varianten erwerben. Dabei kann man aus dem großen Objektivangebot von Panasonic sowie Olympus wählen. Zudem bieten einige Dritthersteller (Tamron, Sigma, Voigtländer, …) ebenso diverse Modelle an.

Die EOS 760D besitzt das EF-S-Bajonett, womit sich alle EF-S und EF-Objektive verwenden lassen. Canon bietet ein riesiges Angebot an EF-S und EF-Objektiven, selbst wer „Spezial-Objektive“ (Lupenobjektiv, Tilt-Shift-Objektiv, ...) einsetzen möchte, wird nicht enttäuscht. Durch die Objektive von Drittherstellern, hier sind vor allem Tamron und Sigma zu nennen, wird das Angebot zudem weiter vergrößert. Daher lässt sich zusammenfassen: Beim EF-S/EF-Bajonett fehlt es an nichts.

Unser Sieger beim Objektivangebot: Die Canon EOS 760D.

Die G70 verfügt über das MFT-Bajonett, die EOS 760D über das EF-S-Bajonett:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DMC-G70, rechts die Canon EOS 760D.

Die Bildkontrolle:
Wer die Bildkontrolle bei unseren Vergleichskameras vornehmen möchte, kann sich jeweils für einen Sucher oder das Display entscheiden. Trotzdem gibt es allerdings einen fundamentalen Unterschied. Die G70 besitzt einen elektronischen Sucher, die 760D wie alle Spiegelreflexmodelle einen optischen Sucher. Da einige Fotografen elektronische Sucher bevorzugen und andere optische Sucher, ist eine allgemeingültige Bewertung kaum möglich. Anhand der "technischen Daten" können beide Sucher aber doch recht gut verglichen werden. Das elektronische Modell der G70 stellt 100 Prozent des Bildes dar und vergrößert auf KB-Verhältnisse umgerechnet 0,70x. Das Sucherbild ist daher sehr groß. Ebenso weiß es mit einer flüssigen Wiedergabe und dank 2,36 Millionen Subpixel auch mit einer scharfen Darstellung zu gefallen.

Das optische Sucherbild des Pentaspiegelsuchers der Canon EOS 760D (Testbericht) fällt natürlich ebenso flüssig aus, Pixel kann man logischerweise nicht sehen. Das Sucherbild ist mit einer Vergrößerung von 0,82x (auf KB umgerechnet 0,51x) allerdings deutlich kleiner, dieser Unterschied kann bereits beim ersten Blick durch den Sucher erkannt werden. Ebenso kann der Sucher der 760D bei der Abdeckung des Bildes nicht mithalten, diese liegt nur bei 95 Prozent. Ein Bild kann daher erst nach der Aufnahme vollständig kontrolliert werden.

Die Displays beider Kameramodelle lassen sich drehen und Schwenken:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DMC-G70, rechts die Canon EOS 760D.

Punkten kann der elektronische Sucher der G70 zudem mit größeren Einsatzmöglichkeiten. Die Bildkontrolle nach der Aufnahme und die Videoaufnahme sind – anders als bei der 760D – nämlich auch über den Sucher möglich.

Bei den Displays ergibt sich dann wieder ein Gleichstand. Beide LCDs messen 3,0 Zoll in der Diagonalen, lösen jeweils 1,04 Millionen Subpixel auf und bieten eine präzise Touchoberfläche. Sie liefern daher eine überzeugende Darstellung und können auch zum Bedienen der Kameras verwendet werden. Durch die jeweils dreh- und schwenkbare Lagerung ist die Bildkontrolle zu jeder Zeit sehr komfortabel möglich.

Unser Sieger bei der Bildkontrolle: Die Panasonic Lumix DMC-G70.

Bei beiden Kameragehäusen wird hauptsächlich Kunststoff als Material verwendet:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DMC-G70, rechts die Canon EOS 760D.

Geschwindigkeit:
Ein flottes Arbeitstempo ist bei Digitalkameras fast genauso wichtig wie eine gute Bildqualität. Niemand möchte durch einen langsamen Autofokus oder eine zu lange Einschaltzeit den richtigen Moment zur Bildaufnahme verpassen.

Bei der Serienaufnahme gibt es einen klaren Sieger: Die G70 arbeitet schneller und hält ihr höheres Tempo teilweise auch länger durch. Konkret bedeutet dies: Im JPEG-Format speichert die spiegellose Systemkamera von Panasonic 8,5 Bilder pro Sekunde, die EOS 760D arbeitet mit fünf Aufnahmen pro Sekunde deutlich langsamer. Die 760D kann dafür mit einer quasi unbegrenzten Aufnahmeserie punkten, die G70 wird nach 189 Bildern in Folge langsamer (nur noch 2,9 Bilder pro Sekunde). In der Praxis sind Aufnahmeserien von 189 Bildern in Folge allerdings mehr als ausreichend, ausgebremst wird man daher effektiv nicht.

Wer Bilder im RAW-Format festhalten möchte, kann mit der G70 genau 6,8 Bilder pro Sekunde für 16 Aufnahmen in Folge speichern, mit der EOS 760D sind fünf Bilder pro Sekunde für neun Aufnahmen in Serie möglich. Ist der Pufferspeicher gefüllt, arbeitet die 760D mit 2,9 Bildern pro Sekunde dann allerdings etwas schneller als die G70 mit 2,1 Bildern pro Sekunde. Ein ähnliches Bild ergibt sich auch bei der kombinierten JPEG+RAW-Speicherung. Die G70 hält 6,8 Bilder pro Sekunde für zehn Bilder in Serie fest, die 760D fünf Bilder pro Sekunde für sechs Bilder in Serie. Bei gefülltem Pufferspeicher sind 1,6 Bilder pro Sekunde mit der Canon-Kamera und 1,2 Bilder pro Sekunde mit der Panasonic-Kamera möglich.

Das Kameramenü der Panasonic Lumix DMC-G70:

Panasonic Lumix DMC-G70.

Beim Autofokus muss man wie üblich bei Spiegelreflexmodellen zwischen dem Phasen-AF und dem Kontrast-AF unterscheiden. Ersterer wird beim Blick durch den Sucher verwendet, Letzterer im Liveview- und Videomodus. Auch hier nutzt die 760D durch ihren Hybrid-AF zum Teil zwar die Phasendetektion, der Kontrast-AF ist aber ebenso aktiv.

Die Panasonic Lumix DMC-G70 (Testbericht)​ arbeitet sowohl beim Blick durch den Sucher als auch beim Benutzen des Displays gleich schnell. Mit einer Fokussierungszeit von 0,09 Sekunden und einer Auslöseverzögerung von 0,04 Sekunden stellt sie blitzschnell scharf. Die EOS 760D benötigt beim Blick durch den Sucher 0,15 Sekunden zum Scharfstellen, die Auslöseverzögerung liegt bei 0,06 Sekunden. Auch diese Werte können uns überzeugen. Wer die Bildkontrolle per Display vornehmen möchte, muss leider deutlich mehr Zeit einplanen. 0,72 Sekunden lässt sich die 760D hier zum Scharfstellen Zeit.

Das Kameramenü der Canon EOS 760D:

Canon EOS 760D.

Größer ist der Abstand zwischen beiden Digitalkameras auch bei der Einschaltzeit. Bei der G70 messen wir extrem kurze 0,90 Sekunden, bei der Canon EOS 760D (Testbericht)​ doppelt so lange 1,82 Sekunden. Auch letzterer Wert ist allerdings nicht kritisch, die G70 macht ihre Arbeit aber einfach schneller. Quasi einen Gleichstand gibt es dann bei der Einschaltzeit der Digitalkamera und der sofortigen Auslösung. Diese kann die G70 mit 0,72 Sekunden zwar auch wieder für sich entscheiden, die 760D liegt mit gemessenen 0,83 Sekunden aber kaum zurück.

Unser Sieger bei der Geschwindigkeit: Die Panasonic Lumix DMC-G70.

Im dritten und letzten Teil des Duells der Panasonic Lumix DMC-G70 und der Canon EOS 760D vergleichen wir die Funktionen und Features, die Videoqualitäten und die Erweiterbarkeit.


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Kommentare

Man soll allen 3 Chancen ...

Man soll allen 3 Chancen geben,bevor man darüber Urteilt.Ich hatte G5 GH3 GX7,
bei allen 3 man kommt Versehendlich mit einen Finger an einer Menütaste,und Schwupp Verstellt.Am schlimsten war es mit der GX7.Ärgerlich waren auch die vielen FN Tasten,
schaut Euch mal eine an.Es geht auch nur mit einer.Ich hoffe das wird auch Berücksichtigt,nicht nur der letzte Quentchen Geschwindigkeit.PS Ich habe keine Canon

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