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Preview: Hands-On der Sony Cyber-shot DSC-RX100 III

Dritte Version des kompakten Spitzenmodells mit 1,0-Zoll-Bildsensor und elektr. Ausklappsucher

Update 23.05.2014, 07:15 Uhr: Zu unserem Hands-On-Artikel haben wir nun noch ein Video veröffentlicht.

19.05.2014, 13:00 Uhr: Sony hat mit der Cyber-shot DSC-RX100 III das Nachfolgemodell der Cyber-shot DSC-RX100 II (Testbericht)​ vorgestellt, wir konnten bereits einen ersten Blick auf die neue Kompaktkamera werfen. Ein Hinweis gleich zu Beginn: Es handelt sich bei unserer Sony Cyber-shot  DSC-RX100 III um ein Vorserienmodell, dieses kann sich von den im Handel erhältlichen finalen Modellen unterscheiden.

Das Kameragehäuse der Sony Cyber-shot DSC-RX100 III​ ist von außen nahezu identisch zu den Vorgängern, nur am weggefallenen Zubehörschuh lässt sich die RX100 III sofort von der RX100 II unterscheiden. Die Abmessungen sind bei allen drei Modellen nahezu identisch, dass die Sony Cyber-shot DSC-RX100 III mit 4,1cm Tiefe am „dicksten“ ist, fällt nicht weiter auf. Beim Handling lassen sich ebenfalls keine Unterschiede im Vergleich zu den beiden Vorgängern feststellen. In der Hand liegt die Sony Cyber-shot DSC-RX100 III daher nicht wirklich optimal. Sobald man etwas feuchtere Hände hat, läuft man Gefahr, dass einem die Digitalkamera entgleitet. Dass Sony dies bekannt ist, zeigt der aufklebbare Handgriff („AG-R1“), der als Zubehör angeboten wird. Damit kann man die Sony Cyber-shot DSC-RX100 III deutlich besser festhalten. Bei den Tasten gibt es nur kleinere Änderungen, die RX100 III besitzt jetzt eine frei belegbare C-Taste (Bildformat, ISO, …). Die Tasten fallen allgemein wieder klein aus, damit kann man aber leben.

Der neue elektronische Sucher wird an der Seite der Sony Cyber-shot DSC-RX100 III​ per Schalter nach oben ausgeklappt. Danach muss vor dem Verwenden zudem ein Teil des Suchers nach hinten gezogen werden. Dies ist zwar nicht unbedingt die komfortabelste Lösung, das kleine Kameragehäuse der Sony Cyber-shot DSC-RX100 III macht diesen Schritt aber nötig. Im Vergleich zu einem Aufstecksucher, bzw. dem Sucher einer Systemkamera, fällt der OLED-Sucher mit 0,39 Zoll natürlich nur klein aus. Es ist allerdings mit Abstand der beste Sucher, den eine Kompaktkamera bislang zu bieten hat. Die Auflösung ist mit 1,44 Millionen Subpixel hoch, das Bild klar und kontrastreich. Zur Bildkontrolle lässt er sich somit problemlos verwenden. Wer den Sucher ständig als Displayersatz verwenden möchte, dürfte aber die Sony Cyber-shot DSC-RX100 II zusammen mit dem Aufstecksucher „FDA-EV1MK“ bevorzugen. Dessen Bild ist deutlich größer.

Brillenträger kommen mit dem integrierten Sucher der Sony Cyber-shot DSC-RX100 III ​akzeptabel zurecht, ganz Überblicken lässt sich der Sucher aber nicht. Komfortabel hat Sony dahingehen den Wechsel zwischen Sucher und Display gelöst, der Sucher wird durch einen integrierten Augensensor bei Annäherung automatisch aktiviert. Wieder nicht so toll: Sobald der Sucher eingefahren wird, schaltet sich auch die Kamera aus.

Das Display der Sony Cyber-shot DSC-RX100 III​ weiß in allen Punkten zu gefallen. Der neue Befestigungsmechanismus erlaubt einen sehr variablen Einsatz durch die Möglichkeit des Klappens um 180 Grad nach oben und 45 Grad nach unten. Damit sind auch Selbstporträts des Fotografen, heutzutage als „Selfie“ bezeichnet, sehr schnell und komfortabel möglich. Ansonsten hat sich am LCD nichts geändert: Die Auflösung ist mit 1,23 Millionen Subpixel hoch, die Detailwiedergabe sehr gut. Wie schon bei den Vorgängern sind zudem auch die Einblickwinkel groß und ermöglichen auch ein komfortables Betrachten von der Seite.

Das gegenüber der RX100 II lichtstärkere Objektiv sieht man der Sony Cyber-shot DSC-RX100 III​ – wie bereits erwähnt – nicht an, und das ist auch gut so. Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 III bleibt also eine Digitalkamera, die kompakte Abmessungen nicht – oder nicht wesentlich – überschreitet. Dies ist fraglos beachtlich, denn neben dem großen Bildsensor ist ein Objektiv mit einer Lichtstärke von F1,8 bis F2,8 alles andere als alltäglich.

Daher lassen sich Bilder bei nicht optimalen Lichtverhältnissen, oder in der Dunkelheit, mit deutlich niedrigeren Sensorempfindlichkeiten, als bei vielen Konkurrenzmodellen aufzeichnen. Da die Sony Cyber-shot DSC-RX100 III​ zudem mit weitem Abstand das beste Rauschverhalten aller "hosentaschentauglichen" Digitalkameras besitzt, ziehen derzeit alle anderen Kompaktkameras in puncto Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen gegenüber der RX100 III den Kürzeren.

Im Vergleich zu den Vorgängermodellen Sony Cyber-shot DSC-RX100 (Testbericht) und Sony Cyber-shot DSC-RX100 II (Testbericht)​, ist die Sony Cyber-shot DSC-RX100 III beim Objektiv natürlich „nur“ in der Brennweitenmitte und am Brennweitenende überlegen. Ihr Telebereich ist mit 70mm statt 100mm (jeweils KB-Brennweite) etwas kleiner. Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 III ist bei 70mm aber etwa eine Blende lichtstärker. Dies erlaubt eine geringere Sensorempfindlichkeit, was sich auf das Bildrauschen und die Detailwiedergabe natürlich positiv auswirkt.

Mit dem neuen 2,9-fachen optischen Zoombereich (zum Vergleich: 3,6-fach bei RX100 II und RX100) gehört die Sony Cyber-shot DSC-RX100 III​ natürlich zu den "zoomschwächsten" Digitalkameras überhaupt. Die kleinbildäquivalente Brennweite ist mit 24 bis 70mm aber trotzdem für viele Situationen ausreichend. Wer beispielsweise eine Kleinbildkamera mit Standardzoom und einer durchgängigen Lichtstärke von F2,8 besitzt, kann in der Regel ebenfalls „nur“ auf diesen Brennweitenbereich zurückgreifen. Da unter den Käufern einer Sony Cyber-shot DSC-RX100 III nicht wenige Besitzer einer Spiegelreflexkamera sein dürften, sollte der kleine Brennweitenbereich für viele kein Problem sein. Zudem – und das haben sich laut Sony viele Fotografen bei der RX100 III gewünscht – wurde die Brennweite nicht einfach nur verkleinert, sondern im Weitwinkelbereich auch „ausgebaut“. Statt 28mm KB bietet die Sony Cyber-shot DSC-RX100 III 24mm – das sorgt bei vielen Aufnahmen für ein "Plus" beim Bildinhalt. Wir können den größeren Weitwinkelbereich deshalb nur begrüßen.

Da die Veröffentlichung von Beispielbildern aktuell noch nicht möglich ist, schildern wir Ihnen unsere Eindrücke von den von uns erstellten Aufnahmen. Diese decken sich größtenteils mit unserer Bewertung der Sony Cyber-shot  DSC-RX100 II (Testbericht)​. Der 1,0-Zoll-Bildsensor mit 20 Megapixel Auflösung und rückwärtiger Belichtung (Exmor-R) ist schließlich identisch oder nahezu identisch. Die Detailwiedergabe ist für eine Kompaktkamera exzellent, das Bildrauschen fällt frühestens ab ISO 800 auf. Bis ISO 3.200 hält es sich dabei dezent im Hintergrund, erst bei ISO 6.400 wird die Detailwiedergabe deutlicher beeinflusst. Unterschiede gibt es aber natürlich bei der Abbildungsleistung des Objektivs. Das 2,9-fach-Zoom zeigt im Weitwinkel eine sehr deutliche tonnenförmige Verzeichnung. Bei den JPEG-Aufnahmen wird diese von der Kamera gut korrigiert, bei den RAW-Bildern muss man - wie immer - von Hand nachhelfen. Ansonsten können wir keine größeren optischen Fehler erkennen.

Weitere neue sinnvolle Ergänzungen der Sony Cyber-shot DSC-RX100 III​ sind neben dem Sucher der integrierte ND-Filter und die PlayMemories-Apps. Letztere ergänzt die Kamera um einige Features, wie beispielsweise eine Zeitrafferaufnahmefunktion. Leider sind viele gute Apps jedoch nicht kostenlos erhältlich. Trotzdem gilt: Dass man eine Kamera um Softwarefunktionen erweitern kann, ist grundsätzlich eine gute Sache und wenn eine erweiterte Funktion für einige Euro via App nachgerüstet werden kann, ist eine solche Investition durchaus gerechtfertigt.

Mit dem neuen ND-Filter beseitigt Sony einen weiteren Kritikpunkt an der Kamera. Die nur relativ lange Belichtungszeit von 1/2.000 Sekunde machte bei Sony Cyber-shot DSC-RX100 bzw. dessen Nachfolger, oftmals ein Abblenden notwendig. Dazu wird man bei der Sony Cyber-shot DSC-RX100 III​ nun nicht mehr gezwungen. Die Belichtungszeit ist mit einer 1/2.000 Sekunde zwar noch immer gleich, bei Bedarf kann aber der ND-Filter mit drei Blendenstufen (ND 0,9 bzw. 1/8) zugeschaltet werden. Dies ist über das Menü per Hand möglich oder lässt sich auch von der Kamera automatisch übernehmen.

Da wir den neuen Videomodus mit XAVC-S-Aufzeichnung leider noch nicht testen konnten, können wir dazu aktuell noch keine Einschätzung abgeben.

Das Fazit unseres kurzen Tests:
Sony geht bei der Entwicklung konsequent mehrere sinnvolle Schritte weiter und behebt einige Kritikpunkte – sofern man von Kritikpunkten überhaupt sprechen konnte. Das Objektiv bietet einen besseren bzw. weitwinkligeren Brennweitenbereich und eine höhere Lichtstärke. Der Sucher ergänzt das Display sehr gut, mit dem ND-Filter kann die Offenblende auch bei Sonnenschein genutzt werden. Einzig beim Zubehörschuh muss die Sony Cyber-shot DSC-RX100 III​ gegenüber der Sony Cyber-shot DSC-RX100 II zurückstecken. Dies ist angesichts der exzellenten Ausstattung der Kamera und des nicht mehr vorhandenen Platzes allerdings freilich als "Jammern auf sehr hohem Niveau" zu bezeichnen. Wir meinen deshalb: Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 III ist rundum gelungen und – sofern man kein weiteres Zubehör (Mikrofon, externes Blitzgerät, …) verwenden möchte – mit weitem Vorsprung die beste Digitalkamera der Sony RX100-Serie.

Neben der Sony Cyber-shot DSC-RX100 III werden übrigens auch die beiden Vorgänger weiterhin angeboten. Somit kann sich jeder Käufer frei entscheiden, welches Sony RX100-Modell für die eigenen Bedürfnisse die beste Wahl darstellt.

Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 III im Vergleich zu einer Panasonic Lumix DMC-GM1:

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Kommentare

Sony muss es aber nötig ...

Sony muss es aber nötig haben?!
Für den zu erwartenden Preis der RX100 III - 800-850 Euro hab ich gelesen- hätte sich Sony nix vergeben, den Handgriff AG-R1 gleich zu integrieren. So darf man dafür nochmal 15 Euro hinlegen :-(

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