Preview: Hands-On der Sony Cyber-shot HX90V und WX500

Neue 30x-Reisezoomkameras von Sony im ersten Kurztest


Links sehen Sie die Sony Cyber-shot DSC-HX90V, rechts die WX500.

Reisezoomkameras mit großen Brennweitenbereichen, aber trotzdem noch kleinen und leichten Gehäusen, gehören zu den beliebtesten Modellen auf dem Markt. Sony hat mit der Sony Cyber-shot DSC-HX90(V) und WX500 erst vor Kurzem zwei neue Digitalkameras dieser Klasse vorgestellt. Während die HX90V auf die Sony Cyber-shot DSC HX60V (Testbericht) folgt, handelt es sich bei der WX500 um ein zum Teil etwas "abgespecktes" Modell.

Im Rahmen der Sony World Photography Awards konnten wir uns einen ersten Eindruck von den beiden neuen Reisezoomkameras verschaffen. Da es sich hierbei um Vorserienmodelle handelt (wie sich beispielsweise an der falschen Display-Beschriftung der WX500 erkennen lässt), waren Beispielaufnahmen leider noch nicht möglich. Alle technischen Daten zu den Modellen finden Sie in unserem Vorstellungs-Artikel.

Beide Kameramodelle unterscheiden sich nur in wenigen Punkten, weshalb wir in diesem Hands-On vor allem auf das Flaggschiff Sony Cyber-shot DSC-HX90V eingehen. Zur Information: Mit der Sony Cyber-shot DSC-HX90 hat Sony zudem eine weitere 30-fach-Zoomkamera im Angebot, hierbei handelt es sich jedoch nur um eine Sony Cyber-shot DSC-HX90V ohne GPS-Empfänger. Diese testen wir in diesem Hands-On nicht, sie fällt technisch – wie erwähnt – aber fast identisch aus. Unsere Eindrücke gelten daher auch uneingeschränkt für die Sony Cyber-shot DSC-HX90.

Für Kompaktkameras mit 30-fach-Zoomobjektiven sind beide Modelle relativ klein:

Links sehen Sie die Sony Cyber-shot DSC-HX90V, rechts die WX500.

Aber nun zu den Fakten: Beide Kameramodelle fallen für 30-fach-Zoomkameras erstaunlich kompakt aus, bei den 30-fach-Zoomern ist man etwas größere Gehäuse gewohnt. Die Sony Cyber-shot DSC-HX90V misst wie die Sony Cyber-shot DSC-WX500 genau 10,2 x 5,8 x 3,6cm, mit 245g wiegt die HX90V aber neun Gramm mehr als die WX500.

Das Objektivmodul der HX90V ist deutlich kompakter als bei der HX60V:

Links sehen Sie die Sony Cyber-shot DSC-HX60V, rechts die HX90V.

Die im Vergleich zur Sony Cyber-shot DSC HX60V (10,8 x 6,4 x 3,8cm) kleiner ausfallenden Gehäuse werden unter anderem durch eine kompaktere Objektivkonstruktion möglich gemacht. Der Brennweitenbereich ist mit 25 bis 750mm (KB) allerdings identisch geblieben, auch die Lichtstärke fällt mit F3,5 bis F6,4 nahezu gleich aus. Bei den Objektiven seiner neuen Reisezoomkameras setzt Sony auf ein Zeiss-Design, die T*-Vergütung soll die Bildqualität nochmals verbessern. Ob sich dieser Schritt auszahlt, werden wir in unserem Testbericht unter die Lupe nehmen.

Beide Reisezoomodelle sehen zum Teil wie die Kameras der RX100-Serie aus:

Links sehen Sie die Sony Cyber-shot DSC-HX90V, rechts die WX500.

Die Kameragehäuse fallen aber nicht nur durch ihre kompakten Abmessungen auf, beim Design hat sich Sony fraglos von seinen Modellen der RX100-Serie inspirieren lassen. Besonders die Sony Cyber-shot DSC-HX90V lässt sich auf der Rück- und Oberseite auf den ersten Blick kaum von der Sony Cyber-shot DSC-RX100 III (Testbericht) unterscheiden. Ob man dieses Design gut findet, ist eine andere Frage. Die Kameramodelle bieten dadurch aber eine einheitliche Gestaltung.

Die HX90V hat auf der Vorderseite einen Handgriff, die WX500 nicht:

Links sehen Sie die Sony Cyber-shot DSC-HX90V, rechts die WX500.

Auf der Vorderseite der Sony Cyber-shot DSC-HX90V befindet sich ein Handgriff, bei der Sony Cyber-shot DSC-WX500 wurde dieser weggelassen. Die Sony Cyber-shot DSC-HX90V liegt dadurch besser in der Hand, denn die Vorderseite der WX500 bietet nur wenig Halt. Diese Tatsache kritisieren wir bereits seit der ersten Generation der RX100-Kameras. Sony bietet für diese mit dem AG-R1 (Sondertest) zwar einen optional erwerbbaren Handgriff an, eine Lösung ohne Zubehör würden wir allerdings bevorzugen.

Der Handgriff der HX90V besteht aus Kunststoff:

Sony Cyber-shot DSC-HX90V.

Ganz zufrieden sind wir bei der HX90V aber trotzdem nicht. Deren Handgriff besteht nämlich aus Kunststoff und ist daher weder so griffig wie eine gute Gummierung noch wirkt er so hochwertig wie das Metallgehäuse. Wieder positiv zur erwähnen ist dagegen der Objektivring. Dieser erlaubt unter anderem das Verändern der Blende oder der Verschlusszeit. Wer mit einer der beiden Halbautomatiken oder dem manuellen Modus fotografiert, wird den Objektivring sicherlich zu schätzen wissen. Bei der WX500 fehlt der Objektivring genauso wie der Handgriff.

Rechts vom Display befinden sich die meisten Bedienelemente:

Sony Cyber-shot DSC-HX90V.

Auf der Rückseite setzt Sony auf ein – im Vergleich zu den RX100-Kameras – sehr ähnliches Tastenlayout. Neben den Tasten befindet sich hier auch ein kombiniertes Steuerkreuz und Einstellrad. Da die Kameras rechts vom Display nur wenig Platz bieten, fallen die Bedienelemente relativ klein aus. In Anbetracht der Abmessungen würden wir die Bedienung aber als akzeptabel bewerten. Gut: Wie üblich können wichtige Fotoparameter über ein Quickmenü (Fn-Taste) schnell verändert werden.

Einen elektronischen Sucher hat nur die HX90V zu bieten:

Sony Cyber-shot DSC-HX90V.

Dieser wird erst wie bei der RX100 III ausgeklappt und dann nach hinten gezogen:

Sony Cyber-shot DSC-HX90V.

Einer der spannendsten Punkte an der HX90V ist natürlich der integrierte elektronische OLED-Sucher. Dieser wird – wie bei der RX100 III – mit einem Schalter an der rechten Gehäuseseite ausgeklappt. Wie ebenso bekannt, muss er danach zudem nach hinten herausgezogen werden. Mit einer Auflösung von 638.400 Subpixel löst er deutlich weniger Pixel als der Sucher der RX100 III auf (1.440.000 Subpixel). In der Praxis gefiel uns der Sucher dann aber doch besser, als man anhand der eigentlich mittelmäßigen Auflösung meinen könnte.

Details kann der Sucher gut auflösen, die Detailwiedergabe hat uns im kurzen Test durchaus überzeugt. Schriften werden zwar relativ klein wiedergegeben, lassen sich aber noch akzeptabel ablesen. Gut gefallen hat uns zudem, dass Sony einen Augensensor zur automatischen Umschaltung zwischen dem LCD und dem Sucher integriert hat. Weniger gut ist dagegen, dass das Einklappen des Suchers – wie bei der RX100 III – für das Ausschalten der Kamera sorgt.

Die Displays lassen sich jeweils um 180 Grad nach oben klappen:

Links sehen Sie die Sony Cyber-shot DSC-HX90V, rechts die WX500.

Die Bildkontrolle ist dadurch komfortabel möglich:

Sony Cyber-shot DSC-HX90V.

Das bei der Sony Cyber-shot DSC-HX90V – und ebenso bei der WX500 – genau 3,0 Zoll große LCD lässt sich zwecks einer besseren Bildkontrolle um bis zu 180 Grad nach oben klappen. Dadurch sind Aufnahmen aus verschiedenen Winkeln kein Problem. Ebenso lässt sich die Bildkontrolle auch bei Selbstporträts vornehmen. Mit 921.600 Subpixel können die Displays auch feine Details auflösen, große Einblickwinkel erlauben die Bildkontrolle von der Seite.

Bei den Menüs der beiden Reisezoomkameras sind uns dagegen keine Neuerungen aufgefallen. Beide setzen auf das altbekannte Design. Vor das eigentliche Menü lässt sich dabei wie üblich ein Kachelmenü vorschalten. Bei den Fotoprogrammen werden neben den Automatiken auch die PSAM-Modi und ein Speicherabruf-Modus angeboten, die beiden Reisezoomkameras lassen sich also auch manuell bedienen. Videos können mit beiden Kameras jetzt auch mit der XAVC-S-Codierung gespeichert werden, die Full-HD-Auflösung mit 60 Vollbildern pro Sekunde stellt das Maximum dar. Dabei wird die Bitrate auf 50 MBit/s pro Sekunde erhöht (28 MBit/s bei AVCHD). WLAN und NFC sind bei beiden Kameras vorhanden, GPS gibt es nur bei der HX90V.

Die linken Kameraseiten im Vergleich:

Links sehen Sie die Sony Cyber-shot DSC-HX90V, rechts die WX500.

Unser Fazit:
Welche der beiden Kompaktkameras hat nach dem ersten Kurztest die besseren Eindrücke hinterlassen? Das „rundere“ Modell scheint für uns nach diesem Hands-On die Sony Cyber-shot DSC-HX90V zu sein. Dies nicht nur, weil bei ihr das Display durch den elektronischen Sucher ergänzt wird, der – wenn auch nur aus Kunststoff gefertigte – Handgriff sorgt für ein besseres Handling und mit dem Objektivring ist die manuelle Kontrolle komfortabler möglich. Der etwas höhere Preis erscheint unserer Meinung nach daher gerechtfertigt. Beide Kameramodelle haben insgesamt einen guten Eindruck hinterlassen, besonders die Ausstattung der HX90V lässt nur wenige Wünsche offen.

Die Sony Cyber-shot DSC-HX90V ist zum Teil deutlich besser ausgestattet:

Sony Cyber-shot DSC-HX90V.

Der WX500 fehlt unter anderem der Sucher, sie ist allerdings auch günstiger:

Sony Cyber-shot DSC-WX500.

Ein finales Fazit wird allerdings erst nach dem Test der beiden Reisezoomkameras im Labor möglich sein. Hier werden wir dann auch die Bildqualität und die Arbeitsgeschwindigkeit genauer unter die Lupe nehmen können.

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Hallo, wann kann man mit …

Hallo,
wann kann man mit einem ausführlichen Test der Sony HX-90(V) bei euch rechnen?

In ca. 2 Wochen kann …

In ca. 2 Wochen kann mit diesem Test auf dkamera.de gerechnet werden.

Hallo, ich besitze die HX90V …

Hallo,

ich besitze die HX90V seit gut einer Woche. Insgesamt eine sehr kompakte Kamera.

Leider sind die Spaltmaße vom Blitz und Sucher unterirdisch. Ich sehe halt durch meinen alten erlernten Beruf bedingt jedes Zehntel. Ergo 3 X getauscht da im Fachhandel gekauft, was auch gerne gemacht wurde.

Die obere Abdeckung vom Blitz z. B. ist aus Kunststoff und wird wohl sehr schnell bei Benutzung "Speckig" werden.

Evtl. bessert das Sony ja nach.

...Nachtrag, die andere Seite ist, …

...Nachtrag, die andere Seite ist, nach etwas Testen, feines Stück Technik, muss mann einfach sagen.

Ein paar Cent mehr für eine vernünftige Abdeckung von Sucher und Blitz evtl auch für die seitliche Abdeckung links die knarzt und wo auch schon in den Bildern hier ein Spalt zu erkennen ist bei der HX90V, dann wäre das Teil Perfekt.

Im Vergleich, trotz der "Mängel" die ich so sehe, gerade im Handy-Bereich, eigentlich ein "Schnäppchen" trotz dem recht hohen Preis.

...vergessen, das ausschalten der Kamera …

...vergessen, das ausschalten der Kamera beim einschieben des Suchers kann man im Menü - "Tasche" Reiter 3 - Fkt. f. geschoss. VF deaktivieren.

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