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Praxisbericht zur FujiFilm FinePix S1

In der Hand liegt das solide verarbeitete und abgedichtete Kunststoffgehäuse der FujiFilm FinePix S1 (Datenblatt) sehr gut, dafür sorgen der größere Handgriff und dessen Gummierung. Auf der Rückseite erlaubt die ebenfalls gummierte Daumenablage zudem das komfortabele Festhalten. Wer die Kamera mit zwei Händen festhalten möchte, was nicht unbedingt notwendig ist, findet am Objektiv eine weitere gummierte Fläche vor. Diese sieht auf den ersten Blick wie ein Objektivring aus, die Fläche ist aber ohne weitere Funktion – sieht man vom Festhalten einmal ab. Tasten und Wählräder kann die FujiFilm FinePix S1 (Technik) jede Menge bieten. Zoomen lässt sich auf zwei Arten. Mit einer Geschwindigkeitsstufe über die Zoomwippe am Objektiv und über den Brennweitenregler am Fotoauslöser. Die Belichtungskorrektur und die Serienaufnahme lassen sich jeweils über eine eigene Taste erreichen, allerdings liegen diese etwas nah am Programmwählrad.

Das Programmwählrad selbst lässt sich gut drehen und bietet den Zugriff auf die Fotoprogramme. Neben den beiden Automatiken (SR-Auto sowie Auto), den PSAM-Modi und dem Customprogramm ist hier auch ein Panorama-Modus vorhanden. Panoramen werden mit drei Winkeln angeboten, 120, 180 und 360 Grad. Die Auflösung ist mit 1080 Pixel in der Höhe nicht wahnsinnig hoch, deshalb sind größere Ausdrucke keinesfalls möglich. Für einen kurzen Ersteindruck reicht die Auflösung allerdings. Zudem gibt es 12 Szenenmodi („Landschaft“, „Nacht“, …), vier weitere Spezialmodi („Pro Low-Light“, „HDR“, „Umgebung und Blitz“, „Zoom-Serie“) und 15 Filtereffekte („Lochkamera“, „Pop-Farbe“, „Miniatur“, ...). Viele Tasten liegen bei der FujiFilm FinePix S1 (Bildstabilisator) plan im Gehäuse, können durch ihre großen Abmessungen aber gut gedrückt werden. Mit dem Steuerkreuz und Einstellrad lässt sich schnell im Menü navigieren, allerdings erfolgt die Anzeige etwas verzögert. Einstellungsmöglichkeiten bietet das Menü sehr viele, hier lässt sich nahezu jeder Parameter verändern. Einer davon lässt sich außerdem direkt per Fn-Taste erreichen, wobei man die Wahl aus zehn Optionen hat. So lassen sich beispielsweise die ISO-Einstellung, die Belichtungsmessung oder der Fokusmodus darüber wählen. Eine weitere interessante Taste liegt über der Zoomwippe. Damit lässt sich schnell aus dem aktuellen Ausschnitt herauszoomen, um diesen kontrollieren zu können.

Als besondere Funktion erlaubt die FujiFilm FinePix S1 (Bildqualität) das Aufnehmen von Bildern in bestimmten Abständen. Die Intervallaufnahme wird über die Taste des Selbstauslösers erreicht und erlaubt ein Intervall von 15 Sekunden bis zu 10 Minuten sowie eine Aufnahmedauer von fünf Minuten bis zu sechs Stunden. Leider werden dazwischen nicht viele weitere Stufen angeboten, was den Nutzen letztendlich doch einschränkt. Hier wären mehr Optionen deutlich sinnvoller gewesen.

Die sehr gute Ausstattung der FujiFilm FinePix S1 (Geschwindigkeit) setzt sich beim Fokus fort. Die automatische Fokussierung lässt sich per Mehrfeldmessung, Mittenmessung und Vario-AF-Messung vornehmen. Bei Letzterer kann das Messfeld frei im Bild verschoben werden. Zudem stellt der Autofokus auch kontinuierlich scharf oder verfolgt Objekte. Ebenso werden natürlich auch Gesichter erkannt. Wer Makroaufnahmen machen möchte, wählt den Makro- oder den Super-Makro-Modus. Die Naheinstellgrenze sinkt bei Letzterem dann auf nur etwa einen Zentimeter. Das manuelle Scharfstellen erlaubt die Bridgekamera auch, mangels Objektivring muss man dazu allerdings das Einstellrad verwenden. Ein Einstellring am Objektiv wäre wesentlich komfortabler. Beim manuellen Fokussieren helfen immerhin eine Displaylupe und die Kantenanhebung („niedrig“ und „hoch“ wählbar).

Bei der Belichtungsmessung kann man sich zwischen der Mehrfeld, der Integral und der Spotmessung entscheiden, als Belichtungszeiten stehen maximal 30 Sekunden und minimal 1/2.000 Sekunde zur Wahl.

Drehen und schwenken lässt sich das 920.000 Subpixel darstellende und 3,0 Zoll große LCD der FujiFilm FinePix S1 (Technik) . Egal ob von unten, von oben oder von der Seite, das Display liefert immer den optimalen Blickwinkel. Da auch die Einblickwinkel sehr groß ausfallen, werden selbst beim schrägen Blick auf das LCD die Farben nicht verfälscht. Das LCD liefert insgesamt gesehen also eine sehr gute Leistung ab. Zum Teil gilt dies auch für den Sucher. Der elektronischer Sucher ist mit 920.000 Subpixel hoch aufgelöst und ermöglicht dadurch eine gute Bildkontrolle. Von Brillenträgern lässt er sich aber leider nur schwer komplett überblicken. Weil ein Augensensor fehlt, muss man zwischen Sucher und Display zudem manuell per Taste wechseln. Hier dürfte man von einem Spitzenmodell etwas mehr „Luxus“ erwarten.

Videos kann die FujiFilm FinePix S1 (Beispielaufnahmen) in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) mit 60 Vollbildern pro Sekunde aufnehmen. Zudem ist auch die Aufzeichnung mit 60 Vollbildern pro Sekunde in HD-Auflösung (1.280 x 720) Pixel möglich. Gespeichert werden die Videos in einem MOV-Container mit H.264 Codierung und rund 28 Mbit/s (ergibt etwa 210MB/min). Zeitlupenaufnahmen sind mit bis zu 480 Bildern pro Sekunde (bei 240 x 180 Pixel) möglich. Die Bildqualität der Full-HD-Videos ist gut, die Tonqualität des Stereomikrofons allerdings zu dumpf. Eine externes Mikrofon lässt sich leider nicht anschließen, weshalb man mit diesem Manko leben muss. Der Autofokus arbeitet bei Videos flott, der Zoomvorgang verläuft aber leider zu schnell, wenn man den Brennweitenregler nicht sanft genug betätigt. Sehr überzeugend ist die Leistung des optischen Bildstabilisators. Nur am Teleende muss man – verständlicherweise – mit einigen Wacklern leben. Etwas schade: Videoaufnahmen sind maximal 15 Minuten lang. Sehen Sie sich unsere Beispielvideos in Originalauflösung an.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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Kommentare

zu der genannten Abdichtung möchte ...

zu der genannten Abdichtung möchte ich widersprechen, da die Kamera nur geschützt, aber nicht abgedichtet ist (s.a. im Handbuch). Wer nicht unbedingt die volle Auflösung braucht, ist mit Bildgröße "M" gut beraten, weil dann alle Funktionen zur Verfügung stehen. Der AF arbeitet nur dann schnell, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Ich würde mir eine veränderliche Rauschunterdrückung, eine Bildzwischengrösse von 10 oder 12 MP und das Abspeichern der Menüoptiopnen unter "Dis/back" wünschen. Die Verarbeitungsqualität ist auch nicht sehr gut, da die Gummierung sich schon vollständig löste.
Gruß Martin Braun

Habe die Fuji S1 seit ...

Habe die Fuji S1 seit Dezember 2014 in meinem Besitz, den Test kann ich in allen Facetten bestätigen.
Die hohe Rauschneigung bzw. die nicht veränderliche Rauschunterdrückung ist dabei auch aus meiner das ärgerlichste.
RAW bietet dabei einen Ausweg, aber erstens ist "entwickeln" aufwändig und zweitens kamen nur wenige Programme mit dem von Fuji verwendeten X-Pattern des Sensors klar.

Die Gummierung ist bei mir übrigens noch intakt und und die S1 lag nicht nur herum, da ich sie als "all-in-one" für meine Motorradtouren erworben und auch so gerne und oft benutzt habe.

Gruß Manfred

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