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Praxisbericht zur Panasonic Lumix DC-GX800

Bei der Panasonic Lumix DC-GX800 (Datenblatt) handelt es sich um das aktuelle spiegellose Einsteigermodell von Panasonic. Die GX800 folgt auf die GF7, das lässt sich unter anderem am sehr ähnlich designten Kameragehäuse erkennen. Praktisch fallen beide Kameramodelle sehr ähnlich aus, die GX800 ist allerdings einen Tick größer. Das Kameragehäuse der Systemkamera wird aus Kunststoff gefertigt, optisch erinnert die Oberfläche aber durchaus an Metall. Die Verarbeitung ist ordentlich, einzig der Blitz war bei unserem Modell nicht ganz plan im Gehäuse versenkt. Effektiv störte auch das aber nicht. In der Hand kann man die GX800 akzeptabel festhalten, die gummierte Vorderseite sorgt für etwas Halt. Auf einen Griff wurde allerdings verzichtet, dieser hätte das Handling nochmals verbessern können. Schade ist auch, dass die Daumenablage auf der Rückseite aus recht glattem Kunststoff besteht. Der Daumen findet daher zwar ausreichend Platz, aber nur ein wenig griffiges Material vor.

Das Kameragehäuse besteht zwar nur aus Kunststoff, ist aber recht solide verarbeitet:

Bei vielen Einsteigerkameras sind Bedienelemente oftmals Mangelware, die Panasonic Lumix DC-GX800 (Technik) liegt diesbezüglich über dem Durchschnitt. Das Fotoprogramm lässt sich per Wählrad bestimmen, es gibt ein weiteres Einstellrad auf der Rückseite und unter anderem acht Fn-Tasten. Fünf davon sind allerdings als Touchtasten auf dem Display zu finden, „nur“ drei sind Hardware-Tasten. Das rückseitige Einstellrad und Steuerkreuz erlaubt den direkten Zugriff auf die Belichtungskorrektur, den Weißabgleich, den Aufnahmemodus (Einzelbild, Serienbild, …) und das AF-Feld. Leider ist es sehr leichtgängig, hier muss man beim Drehen bzw. Drücken doch etwas Fingerspitzengefühl walten lassen.

Bedienelemente sind trotz eines kleinen Gehäuses einige vorhanden:

Die Tasten der Panasonic Lumix DC-GX800 (Produktbilder) sind nicht besonders groß, drücken kann sie der Benutzer aber allgemein noch recht gut. Etwas fummelig gestaltet sich das Ausklappen des integrierten Blitzgerätes: Der Schalter dafür ist klein und schwergängig. Hier würden wir eine bessere Lösung bevorzugen. Angesichts der kompakten Abmessungen weiß das Bedienkonzept aber insgesamt zu gefallen. Selbst manuelle Einstellungen sind durch die Direktwahlasten recht komfortabel möglich, des Weiteren erreicht man einige Optionen über das frei konfigurierbare Quickmenü.

Das Hauptmenü der Panasonic Lumix DC-GX800 besteht aus den fünf Reitern „Rec“, „Video“, „Individual“, „Setup“ und „Wiedergabe“. Durch diesen Aufbau weiß der Fotograf recht schnell, wo die gesuchte Option zu finden ist. Da die Reiter jeweils zahlreiche Optionen beherbergen, muss man trotzdem schon etwas länger danach suchen. Dass die Kamera sehr viele Einstellungen bietet, ist grundsätzlich aber natürlich positiv zu bewerten.

Zur Wahl des Fotoprogramms ist ein Wählrad auf der Oberseite vorhanden:

Bei den Fotoprogrammen lässt sich erkennen, dass sich die Panasonic Lumix DC-GX800 (Bildqualität) vor allem an Einsteiger richtet. Neben der Vollautomatik wird über das Programmwählrad ein Szenenmodus für Kinder sowie einer für Porträts erreicht. Weitere 21 Modi befinden sich hinter der „SCN“-Position. Des Weiteren hat die Kamera 22 Filtereffekte („Sepia“, „Grobes Schwarz-Weiß“, „Hohe Dynamik“, …) und ein Programm für Panoramen zu bieten. Manuelle oder halbautomatische Belichtungseinstellungen sind mit den PSAM-Programmen möglich. Grundsätzlich lässt die GX800 also auch eigene „Vorgaben“ zu. Auf einen Custom-Modus muss dagegen verzichten werden.

Als "Bonus" stattet Panasonic seine Kameras seit Längerem mit 4K-Foto-Funktionen aus. Bei der GX800 stehen die 4K-Fotoaufnahme mit 30 Vollbildern pro Sekunde und die Post-Focus-Funktion zur Verfügung. Mit Ersterer lassen sich Serienaufnahmen mit besonders hoher Bildrate aufnehmen, mit Letzterer kann man unter anderem Fotos mit besonders großer Schärfentiefe erstellen. Die Auflösung ist bei den 4K-Funktionen allerdings auf rund acht Megapixel pro Bild beschränkt, und RAW-Aufnahmen sind grundsätzlich nicht möglich. Ebenso mit an Bord sind bei der GX800 eine Zeitrafferaufnahme und eine Stop-Motion-Funktion. Bei den Aufnahmefeatures muss sich die DSLM also selbst vor High-End-Kameras nicht verstecken.

Der Autofokus erlaubt verschiedene Einstellungen und arbeitet sehr flott:

Während die Panasonic Lumix DMC-GF7 noch mit einem herkömmlichen Kontrast-Autofokus arbeitet, nutzt die Panasonic Lumix DC-GX800 (Geschwindigkeit) einen Hybrid-AF. Dieser kombiniert die Kontrasterkennung mit der Depth-from-Defocus-Technologie, die Tiefeninformationen zum Beschleunigen der Fokussierung nutzt. Die GX800 besitzt insgesamt 49 AF-Messfelder, die Messfeldwahl ist automatisch sowie manuell möglich. Mit dem Punkt-AF lassen sich besonders kleine Objekte scharfstellen. Wer manuell scharfstellen möchte, wird von einer Fokuslupe sowie einem Peaking unterstützt. Hier fehlt es somit an nichts.

Die Belichtungszeit wird bei der GX800 entweder von einem mechanischen Schlitzverschluss oder von einem elektronischen Verschluss gesteuert. Ersterer arbeitet zwischen 60 Sekunden und 1/500 Sekunde, einen Bulbmodus gibt es nicht. Mit dem elektronischen Verschluss lässt sich die Belichtungszeit auf 1/16.000 Sekunde verkürzen, mit diesem arbeitet die Kamera zudem völlig lautlos. Der elektronische Verschluss reduziert des Weiteren die Gefahr von Verwacklungen („Shutter Shock“). Bei Kunstlicht können allerdings Artefakte sichtbar werden, und bei schnellen Bewegungen kann sich der Rolling-Shutter-Effekt zeigen.

Das 3,0 Zoll messende LCD kann zur besseren Einsicht nach oben geschwenkt werden:

Die Panasonic Lumix DC-GX800 (Technik) ist – wie schon die Panasonic Lumix DMC-GF7 (Testbericht) – mit einem um 180 Grad nach oben schwenkbaren Display ausgestattet. Das 3,0 Zoll große LCD mit 1,04 Millionen Subpixel gibt Details sehr gut wieder und kann auch von der Seite problemlos eingesehen werden. Aufnahmen in Bodennähe sind durch die schwenkbare Konstruktion kein Problem, Gleiches gilt für die Bildkontrolle bei Selbstporträts.

Wurde das Display nach oben geschwenkt, lässt sich die Fn3-Taste als alternativer Auslöser verwenden. Sehr zu gefallen weiß der Touchscreen des LCDs, er erkennt alle Eingaben sehr präzise. Zusätzliche Touchtasten, dazu gehören auch fünf Fn-Tasten, erlauben das Bedienen der spiegellosen Systemkamera mittels des Touchscreens. Den Fokuspunkt kann man als Beispiel ebenso setzen.

Der Videomodus der Panasonic Lumix DC-GX800 (Beispielaufnahmen) ist zeitgemäß. In 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) sind 24, 25 oder 30 Vollbilder pro Sekunde möglich, die Bildqualität der Aufnahmen mit 100Mbit/s kann als exzellent bezeichnet werden. Wie bei allen Kameras von Panasonic wird allerdings nur der mittige Bereich des Sensors ausgelesen – das führt zu einem deutlichen Crop-Effekt. Eine weitere Einschränkung stellt die auf fünf Minuten begrenzte Aufnahmezeit dar. Diese resultiert aus dem kleinen Gehäuse der Systemkamera, das die entstehende Wärme nicht optimal abführen kann. In unserem Test ließ sich bei rund 22 Grad Zimmertemperatur eine Aufnahme mit fünf Minuten und eine anschließende Aufnahme mit drei Minuten speichern. Danach wurde das Video wegen Überhitzung der Kamera automatisch gestoppt, das Gehäuse wurde hierbei spürbar wärmer.

In Full-HD treten die genannten Nachteile nicht auf, die Bildrate lässt sich zudem auf bis zu 60 Vollbilder pro Sekunde erhöhen. Auch die Full-HD-Videos machen einen sehr guten Eindruck. Abstriche sind dagegen bei den Optionen notwendig. Die manuelle Belichtung wird nicht unterstützt, und es gibt keinen Eingang für ein externes Mikrofon. Den Ton kann man immerhin in vier Stufen pegeln. Der Autofokus erfasst das Motiv im Regelfall schnell, nur ab und zu korrigiert er unnötigerweise nach. Wer alle Aufgaben der Automatik überlassen will, keine längeren Videos in 4K benötigt und auch kein externes Mikrofon anschließen möchte, wird mit der GX800 sehr zufrieden sein. Dass sich mit einer Einsteigerkamera eine exzellente Bildqualität realisieren lässt, muss man zweifellos lobend erwähnen.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess


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Kommentare

Sehr gute Wechselobjektiv Kamera für ...

Sehr gute Wechselobjektiv Kamera für ganz günstigen Preis. Besser geeginet für Anfänger, die später auf z.B GH5 umsteigen möchten. DankWechselobjective. Bin voll zufrieden. Die einzelne Vorteil - "günstige" Plastik Gehäuse und schwaceh Bildstabilisation. Ansonst für diese Preis ist die beste 4k Kamera.

Wäre in deinem Fall nicht ...

Wäre in deinem Fall nicht auch die, in meinen Augen, deutlich bessere G70/G7 in Frage gekommen?

Eine gute Alternative zu den ...

Eine gute Alternative zu den überteuerten Kompaktkameras mit grossem Sensor.

Was sind denn bitte für ...

Was sind denn bitte für dich überteuerte Kompaktkameras? Wenn du damit die RX100-Modelle oder eine LX100 meinst, solltest du nicht das Wort "überteuert" verwenden. Denn Kompaktkameras sind eine andere "Kamera-Klasse". Abgesehen davon, ist der Preis der genannten Kompaktkameras definitiv nachvollziehbar.

In Ihrer drop-down-Liste: Aktuelle dkamera ...

In Ihrer drop-down-Liste:
Aktuelle dkamera Testberichte:

finde ich die Panasonic Lumix DC-GX800 nicht.
Nur über die Suchfunktion kommt man an den gelungenen Test.

Hallo, im Dropdown ist diese ...

Hallo, im Dropdown ist diese Kamera ebenfalls enthalten. Neu ist jedoch, dass die Kameraserie die Bezeichnung "DC" und nicht "DMC" trägt. Daher müssen Sie im Dropdown, welches alphabetisch sortiert ist, an der richtigen Stelle für "DC" suchen und dort finden Sie diese Kamera dann auch.

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