15 Jahre dkamera.de – Rückblick auf die Jahre 2015 bis 2017

Die Auflösungen steigen und neue Features halten Einzug

Im vierten Teil unserer Serie zum 15-jährigen Jubiläum von dkamera.de schauen wir auf die Jahre 2015 bis 2017 zurück. Diese Jahre waren vor allem von starken Weiterentwicklungen bei den spiegellosen Modellen gekennzeichnet . Dazu zählen hochauflösende Sensoren oder moderne Videofeatures.

Im Frühling 2015 stellte Canon gleich mehrere neue DSLR-Modelle vor. Dazu gehörten unter anderem auch die Canon EOS 5DS (Testbericht) und Canon EOS 5DS R (Testbericht). Beide stellten mit ihrem 50-Megapixel-Sensor einen neuen Rekord in der Vollformatklasse auf. Käufer konnten sich zwischen einem Modell mit (EOS 5DS) und einem ohne Tiefpassfilterung (EOS 5DS R) entscheiden, die weitere Technik stammte größtenteils von der EOS 5D Mark III.

Die Canon EOS 5DS (R) durchbrach als erste Vollformatkamera die 50 Megapixel-Grenze:

Eine weitere Kamera, die mit besonders detailreichen Bildern punkten konnte, war die Leica M Monochrom. Hier verbaute Leica einen Schwarz-Weiß-Sensor, Farbfotos erlaubte die Messsucherkamera daher nicht. Während sich die Einsatzmöglichkeiten der Leica M Monochrom damit in Grenzen hielten, wollte Panasonic mit dem Lumix DMC-CM1 (Testbericht) eine Smartphone-Kamera für jeden Tag anbieten. Zu diesem Zweck wurde ein besonders großer Sensor der 1,0-Zoll-Klasse verwendet. Ein flaches Smartphone war damit natürlich nicht möglich, auch aus diesem Grund war das CM1 kein kommerzieller Erfolg. Auf ein Nachfolgemodell wurde daher verzichtet.

Panasonic verbaute beim Smartphone Lumix DMC-CM1 einen großen 1,0-Zoll-Sensor:

Aufseiten der spiegellosen Modelle war 2015 natürlich ebenso wieder einiges geboten. Samsung kündigte mit der NX500 eine kompakte DSLM mit 4K-Videofunktion und dem 28 Megapixel auflösenden Sensor der NX1 an, FujiFilm brachte die günstige Alternative zur X-T1 namens X-T10 auf den Markt und Sony kombinierte seine besten Technologien bei der Alpha 7R II. Diese konnte sich von der Konkurrenz mit einem hochauflösenden Sensor, einer hohen Bildrate und vielen Videofeatures absetzen. Der Autofokus wurde zudem überarbeitet und erreichte dank vielen Phasen-AF-Pixeln gehobenes DSLR-Niveau.

Olympus führte mit der OM-D E-M5 Mark II (Testbericht) zudem die hochauflösende Aufnahme ein. Diese Funktion kombiniert mehrere Bilder, die jeweils mit einem leicht verschobenen Sensor aufgenommen werden. Das erlaubt Bilder mit einer besseren Detailwiedergabe.

Die Olympus OM-D E-M5 Mark II unterstützte als erste DSLM die hochauflösende Aufnahme:

Neue DSLM-Technik kam 2015 aber nicht nur aus Japan, sondern auch aus Deutschland. Mit der SL brachte Leica Ende 2015 seine erste Vollformat-DSLM mit Autofokus auf den Markt. Gleichzeitig stellte das Unternehmen das L-Bajonett vor, dieses nutzen mittlerweile auch andere Hersteller. Ohne Bajonett, dafür ebenfalls mit einem Vollformatchip ausgestattet, ist die Leica Q (Testbericht). Hier wurde ebenfalls ein Autofokusmotor verbaut, ein Touchdisplay und einen hochauflösenden Sucher gab es obendrein.

Mit der Leica Q wurde 2015 eine Kompaktkamera mit Vollformatsensor vorgestellt:

Neue Maßstäbe bei den Kompaktkameras setzte im Sommer 2015 die Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV (Testbericht). Diese brachte nicht nur einen eingebauten Sucher mit hoher Auflösung mit, sondern konnte Videos auch mit bis zu 1.000 Bildern pro Sekunde festhalten. 16,5 Fotos pro Sekunde in voller Auflösung waren ebenso beeindruckend.

Das letzte von Samsung vorgestellte Digitalkamera-Modell war die NX500:

Eine wenig erfreuliche Nachricht erreichte Foto- und Videografen Ende des Jahres. Hier veröffentliche Samsung seinen Entschluss, keine Digitalkameras mehr produzieren zu wollen. Begründet wurde der Rückzug mit dem „allmählichen Rückgang der Nachfrage nach Digitalkameras“.

Die Panasonic Lumix DMC-TZ101 besaß als erste Reisezoomkamera einen großen Sensor:

Das Jahr 2016 startete mit den üblichen Kompaktkamera-Vorstellungen und einer Überraschung. Dabei handelte es sich um die Panasonic Lumix DMC-TZ101 (Testbericht). Diese besaß trotz recht kompaktem Gehäuse (11,1 x 6,5 x 4,4cm) einen großen Bildwandler der 1,0-Zoll-Klasse und ein optisches 10-fach-Zoom. Derart gute Bilder hatte davor kein Reisezoomodell bei wenig Licht aufnehmen können.

Die Kameras der DL-Serie von Nikon schafften es nie auf den Markt:

Ebenfalls mit 1,0-Zoll Sensoren ausgestattet waren die Modelle der DL-Serie von Nikon. Nach der Ankündigung im Frühjahr 2016, die drei Modelle umfasste (DL18-50 f/1.8-2.8, 24-85 f/1.8-2.8 und DL24-500 f/2.8-5.6) kam es jedoch nie zu einer Markteinführung. Nikon schätzte die Absatzchancen als zu gering ein.

Die 2016 erschienene D500 kombinierte Profi-Features und einen APS-C-Sensor:

In anderen Kamera-Segmenten konnte Nikon für wesentlich mehr Freude sorgen. Anfang des Jahres erschien neben dem neuen Flaggschiff D5 das lang erwartete Nachfolgemodell der D300(S). Die Nikon D500 (Testbericht) brachte einen APS-C-Sensor mit 20,7 Megapixel, eine schnelle Serienbildfunktion (zehn Bilder pro Sekunde) und ein für professionelle Einsätze geeignetes Gehäuse mit. An (Semi-)Profis richtete sich auch die im Sommer 2016 präsentierte Canon EOS 5D Mark IV. Hiermit wurden die Dual Pixel RAW-Aufnahme und die 4K-Videofunktion in die 5D-Serie eingeführt.

Bei der EOS M5 integrierte Canon zum ersten Mal einen elektronischen Sucher:

Zur nur wenige Wochen später stattfindenden Photokina stellte Canon mit der EOS M5 (Testbericht) seine erste APS-C-DSLM mit Sucher vor, FujiFilm kündigte mit der GFX 50S seine erste Kamera mit Mittelformat-Chip an. Olympus präsentierte zudem sein neues Flaggschiff OM-D E-M1 Mark II. Hier lag der Fokus unter anderem auf der Aufnahme mit besonders hohen Bildraten (bis zu 60 Bilder pro Sekunde bei voller Auflösung). Ein ganz anderes Aufgabengebiet deckte dagegen die erste im Handel erhältliche Vollformat-DSLR von Pentax namens K-1 (Testbericht) ab. Sie wurde vor allem für die Landschafts-Fotografie entworfen und brachte hierfür spezielle Features wie beleuchtete Bedienelemente und eine Astrotracer-Funktion mit.

Mit der GFX 50S startete FujiFilm das GFX-System:

Bereits zur Photokina 2016 hatte Panasonic die Entwicklung eines neuen Flaggschiffs verkündet, die Panasonic Lumix DC-GH5 (Testbericht) erschien jedoch erst Anfang 2017. Bei der DSLM kam jede Menge neue Technik zum Einsatz, vor allem Videografen konnten dadurch von neuen Features profitieren. Neben der 4K-Aufnahme mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde ohne Crop überzeugte die auch Kamera mit einer unlimitierten Videodauer. In Full-HD ließen sich zudem Zeitlupenvideos mit 180 Vollbildern pro Sekunde speichern.

Im Frühling 2017 machte dann Sony Schlagzeilen, mit der Sony Alpha 9 (Testbericht) erschien hier das neue spiegellose Flaggschiff. Dank ihres neuen Bildsensors, der über einen zusätzlichen DRAM-Cache verfügte, konnte sie nicht nur 20 Bilder pro Sekunde in voller Auflösung speichern, das ging auch noch völlig geräuschlos und ohne "Black-out-Phase". Durch 60 AF/AE-Berechnungen pro Sekunde wurde die Autofokuspräzision zudem auf ein neues Level gehoben.

Die Nikon D850 brachte für Foto- und Videografen jede Menge Features mit:

Ein bis auf wenige Ausnahmen herausragendes Kameramodell war auch die 2017 vorgestellte Nikon D850 (Testbericht). Hier verbaute Nikon einen 45 Megapixel auflösenden Vollformatsensor, Videos wurden in 4K-Auflösung ohne Crop unterstützt. Die 153 AF-Messfelder und der große optische Sucher konnten sich ebenso sehen lassen. Im Herbst des Jahres erschienen mit der Sony Alpha 7R III und der Panasonic Lumix DC-G9 zwei spiegellose Systemkameras, die sowohl Foto- als auch Videografen ansprachen und dank beweglichem Sensor besonders hochauflösende Fotos speichern konnten.

Im fünften und letzten Teil unserer Serie beschäftigen wir uns mit den Neuerungen der Jahre 2018 bis 2021.

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Autor: dkamera.de Redaktion
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