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Adobe Photoshop CS4 - Teil 2 - Freistellungswerkzeug

Ein Gastbeitrag von Adrian Ahlhaus

Gastbeitrag
Wenn in der Fotografie von "Freistellen" gesprochen wird, dann meint man anders als in der Grafik damit nicht unbedingt das Herauslösen eines Objektes von einem Hintergrund. In einer Bildbearbeitung kann es auch bedeuten, dass ein Objekt nur markiert und somit vorbereitet ist, um es anders als die anderen Bereiche eines Bildes zu behandeln. Dafür legt man eine Ebene an. Genauer gesagt, eine zweite Ebene. Die erste Ebene ist das Bild, die zweite Ebene ist der herausgelöste Teil. Diese Art einer Bearbeitung bzw. diese Art der Verarbeitung von Bilddaten sehen wir uns heute genauer an.

 

Was ist hier geschehen? Ich habe das Freistellungswerkzeug geöffnet - in der Leiste links hell markiert - und bin mit diesem über den unscharfen Hintergrund "gefahren". Dabei bin ich lediglich in die Nähe der deutlich andersfarbigen, blauen Blüte gegangen. Die Software erkennt den farbigen Kontrast. Oben hat das Werkzeug ein Plus-Zeichen. So werden die geringen Unterschiede des Kontrastes im Hintergrund nun zusammengefügt.

Das ist nicht in jedem Fall perfekt geschehen. Man kann dies an zwei Beispielen sehen, die ich rot markiert habe. Beide Male ist die Trennung von Hintergrund und Blüte für die automatische Funktion zu schwierig gewesen. Für solche Fälle ist es hilfreich anzugeben, wie genau das Werkzeug arbeiten soll, um weiter und besser vorzugehen. Um dies tun zu können, braucht es allerdings etwas Erfahrung. Man muss wissen oder ausprobieren, welche Einstellungen zu einem bestimmten Ergebnis führen. Etwas ist in Photoshop CS 4 anders, sowohl zu früheren Versionen als auch zu einfachen Programmen: Für die detaillierte graphische Bearbeitung mithilfe eines Grafiktabletts wurde die Version optimiert. Ein Grafiktablett kannten viele bisher nur im Zusammenhang mit einem Zeichenprogramm. Mit einem Stift wird auf einer metallenen Oberfläche das Werkzeug geführt oder die Funktionen aufgerufen. Dies ist auch in meinen Beispielbildern geschehen. Sie sehen das Ergebnis. Die Markierungen gelingen, anders als wenn diese mit einer Maus ausgeführt werden, sehr viel präziser. Sehen Sie im Vergleich dazu die Markierungen in meiner vorherigen Bildbearbeitung. Darin habe ich eine Maus verwendet, so wie dies viele tun. Mit dem Stift als "Pinsel" fügte ich oben einen Text ein: Pinseldruck = Strichstärke. Das macht die Schrift so lebendig.

Im Pulldown-Menü sind die Einstellungen erkennbar mit der ich die ungenaue Umrandung präzisierte. Links, in weiß, zeichnete ich das Werkzeug per Hand nach, so wie es auf dem Bildschirm erscheint. Rechts ist blau unterlegt markiert, dass ich mit dem Werkzeug den Hintergrund und nicht die Blüte bearbeitet habe. Anders herum wäre es übrigens auch möglich gewesen.

Für den markierten Bereich erzeugte ich über das Pulldown-Menü eine neue Einstellungsebene zur Tonwertkorrektur. Rechts in der Leiste ist diese bereits blau unterlegt als neu angelegte Ebene sichtbar, von mir "Tonwertkorrektur 1" benannt. Noch war allerdings nicht entschieden, ob mir diese Ebene reichen würde. Ebenso sehen Sie wie der Hintergrund des Bildes, jener von mir markierte Bereich, durch mich bereits verändert wurde. Darüber erkennt man im Histogramm, dass nun nur die Helligkeitswerte von 59 bis 255 vorhanden sind. Statt hell möchte ich doch eher einen dunkleren Hintergrund.

Das schöne an der Arbeit mit Ebenen sind zwei Dinge. Zum einen hat man in Ebenen geteilte, unabhängige Bildbereiche vorliegen, die nach belieben zu bearbeiten sind. Desweiteren kann man einstellen wie die Ebenen zusammengefügt werden sollen. Für mein Bild legte ich fest, wie die Kanten der Ebenen zusammenwirken. Man könnte diese beiden Ebenen auch wesentlich unschärfen, also mehr ineinander laufen lassen. Hier bleiben es scharfe Übergänge. Welche Werte die besseren sind, das entscheidet jeder und jede selbst. Das Ergebnis sehen Sie im Vergleich zum ersten Bild. Der etwas unruhige Hintergrund wirkt durch die dunkleren Tonwerte deutlich ruhiger, ohne künstlich zu erscheinen.

Haftungsausschluss: Gastbeiträge enthalten die Meinung des jeweiligen Autors und spiegeln nicht die Meinung von dkamera.de wieder.

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