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Nikon D610 und Canon EOS 6D im Vergleichstest (Teil 2)

Teil 2 von 3: Unser Vergleichstest der Einsteigerkameras mit Vollformat-Bildsensor


Links die Nikon D610, rechts die Canon EOS 6D.

Im ersten Teil unseres Vergleichs der Nikon D610 und der Canon EOS 6D haben wir unter anderem die Abmessungen, die Verarbeitung und die Bildqualität verglichen. In diesem zweiten Teil stehen die Kitobjektive, die Geschwindigkeit und die Bildkontrolle auf dem Prüfstand.

Die Kitobjektive:
Da man bei Kameras dieser Klasse von Kitobjektiven im eigentlichen Sinne kaum noch sprechen kann, wollen wir auf die Standardobjektive eingehen, die bei diesen beiden Modellen wohl am häufigsten mitgeliefert werden. Bei der Nikon D610 ist dies unter anderem das AF-S Nikkor 24-120mm F4G ED VR. Damit lässt sich eine Brennweite von 24 bis 120mm bei einer Lichtstärke von F4 abdecken. Das Objektiv bietet also eine relativ variable Brennweite vom Weitwinkel bis zum leichten Telebereich.

Das AF-S Nikkor 24-120mm F4G ED VR bietet Tasten für den Fokusmodus und den Bildstabilisator:

Die Nikon D610 mit dem AF-S Nikkor 24-120mm F4G ED VR.

Mit dem VR-Bildstabilisator lassen sich Verwacklungen minimieren. Das AF-S Nikkor 24-120mm F4G ED VR besitzt zudem einen schnellen und leisen Fokusmotor. Die Abbildungsleistung ist für den etwas größeren Brennweitenbereich in Ordnung, ein Überflieger ist das 5-fach-Zoom aber nicht. So zeigt sich im Weitwinkel und bei Offenblende ein stärkerer Schärfeabfall an den Rändern, zudem wird hier unkorrigiert auch eine stärkere Randabschattung sichtbar. Ebenso zeigt sich eine sichtbare Verzeichnung. Zum mittleren Brennweitenbereich hin nehmen diese „Probleme“ ab, grundsätzlich sollte man das Abblenden um eine Stufe in Erwägung ziehen.

Auch beim EF 24-105mm F4L IS USM lassen sich der Fokusmodus und der Stabilisator einstellen:

Die Canon EOS 6D mit dem Canon EF 24-105mm F4L IS USM.

Für die Canon EOS 6D wird unter anderem das Canon EF 24-105mm F4L IS USM angeboten. Dabei handelt es sich um einen „Klassiker“. Mit 24 bis 105mm Brennweite und einer durchgehenden Lichtstärke von F4 ist man gut ausgestattet, dies gilt zudem durch den optischen IS-Bildstabilisator und den schnellen sowie leisen USM-Fokusmotor. Auch das Canon EF 24-105mm F4L IS USM „leidet“ wie das AF-S Nikkor 24-120mm F4G ED VR an kleinbildtypischen Schwächen im Weitwinkelbereich. Sprich: Die Vignettierung ist unkorrigiert gut sichtbar, die Bildschärfe fällt zu den Rändern hin ab. Auch bei der Verzeichnung sollte man nicht zu kritisch sein. Abblenden bietet sich generell an.

Insgesamt lässt sich daher festhalten. Sowohl das AF-S Nikkor 24-120mm F4G ED VR als auch das Canon EF 24-105mm F4L IS USM sind gut ausgestattete Standardzooms, die abgeblendet ordentlich abbilden.

Unser Sieger beim Kitobjektiv: Unentschieden.

Geschwindigkeit:
Die Arbeitsgeschwindigkeit ist eine Möglichkeit für die Hersteller, Kameras unabhängig von der Bildqualität untereinander differenzieren zu können. Dies wird vor allem bei der Serienbildfunktion der Canon EOS 6D deutlich. Diese erreicht lediglich 4,5 Bilder pro Sekunde im JPEG-Format und 3,8 Bilder pro Sekunde bei der gleichzeitigen JPEG+RAW-Aufnahme. Damit bewegt sie sich nur auf dem Niveau einer Einsteigerkamera. Die Nikon D610 hält bei allen Bildformaten etwa sechs Bilder pro Sekunde fest. Bei der Anzahl der Aufnahmen in Folge gibt es ebenfalls unterschiedliche Ergebnisse zu vermelden. Die D610 speichert im JPEG-Format 73 Bilder mit voller Geschwindigkeit in Folge, bei der EOS 6D wird die Länge der Bildserie nur durch die Speicherkarte begrenzt. Im RAW-Format erreicht die D610 nur 15 Bilder, die EOS 6D genau 22. Wer JPEG+RAW als Dateiformat eingestellt hat, erreicht bei der D610 wieder 15 Bilder, bei der EOS 6D sind es neun. Hierzu ist natürlich anzumerken, dass die D610 durch die höhere Bildrate den Pufferspeicher wesentlich schneller füllt.

Die Nikon D610 stellt im Liveviewmodus deutlich schneller als die Canon EOS 6D scharf:

Links die Nikon D610, rechts die Canon EOS 6D.

Beim Fokussieren mit dem Phasen-Autofokus liegen beide Spiegelreflexkameras nahezu gleich auf. Die Nikon D610 benötigt 0,18 Sekunden zum Scharfstellen, die Canon EOS 6D genau 0,20 Sekunden. Die Auslöseverzögerungen sind mit 0,05 Sekunden (D610) und 0,04 Sekunden (6D) ebenso sehr ähnlich. Wer im Liveviewmodus oder während der Videoaufnahme fokussieren möchte, ist mit der D610 dann allerdings deutlich besser bedient. Diese benötigt 1,12 Sekunden zum Scharfstellen, die EOS 6D mit 2,03 Sekunden fast doppelt so lange. Die Auslöseverzögerung der D610 liegt hier bei 0,32 Sekunden, die der EOS 6D bei 0,17 Sekunden.

Eingeschaltet ist die D610 mit 0,85 Sekunden ebenfalls schneller als die Canon EOS 6D mit 1,40 Sekunden. Wer nach dem Einschalten sofort auslösen möchte, muss bei der D610 ca. 0,29 Sekunden auf das Bild warten, bei der EOS 6D sind es 0,55 Sekunden.

Unser Sieger bei der Geschwindigkeit: Die Nikon D610 liegt deutlich vorne.

Bildkontrolle:
Die Bildkontrolle kann bei unseren Vergleichskameras entweder über den optischen Sucher oder das Display erfolgen. Als optische Sucher kommen dabei jeweils Pentaprismenkonstruktionen zum Einsatz. Der Sucher der Nikon D610 deckt 100 Prozent des Bildfeldes ab und vergrößert 0,7-fach, der Sucher der EOS 6D deckt 97 Prozent des Bildfeldes ab und vergrößert 0,71-fach. In der Praxis hat dies vor allem eine Auswirkung: Bei der D610 sieht man den Bildausschnitt, wie er aufgenommen wird, bei der EOS 6D wird ein kleiner Randbereich im Sucher nicht angezeigt. Groß mag dieser Vorteil für die D610 letztendlich nicht sein, vorhanden ist er aber.

Die Rückseite mit dem Display (Menüansicht) und den Bedienelementen:

Die Nikon D610.

Bei der 6D liegen die meisten Bedienelemente auf der rechte Seite des Displays:

Die Canon EOS 6D.

Beim Display gibt es Unterschiede bei der Größe und der Auflösung. Das LCD der D610 misst 3,2 Zoll und löst bei einem Seitenverhältnis von 4:3 genau 921.000 Subpixel auf. Das 3,0 Zoll große LCD der EOS 6D mit einem Seitenverhältnis von 3:2 hat 1.040.000 Subpixel zu bieten. Das Display der D610 ist also etwas größer, aber geringer aufgelöst. Was bedeutet das in der Praxis? Das LCD der D610 wirkt – vor allem bei Schriften und Symbolen – etwas pixeliger, natürlich sorgt die größere Fläche aber auch für einen kleinen Vorteil bei der Bildkontrolle. Insgesamt würden wir beide LCDs daher gleich bewerten. Schade: Kein Display lässt sich klappen oder drehen, ebenso ist auch kein Touchscreen vorhanden.

Unser Sieger bei der Bildkontrolle: Die Nikon D610 – allerdings ist deren Vorsprung nur minimal.

Im dritten und letzten Teil des Vergleichstests der Nikon D610 und der Canon EOS 6D werfen wir einen Blick auf die Funktionen und Features, die Videoaufnahme und die Erweiterbarkeit.

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