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Sony Alpha 6000 und Sony Alpha 5100 im Vergleichstest (Teil 2)

Teil 2 von 3 des Vergleichstests der spiegellosen Systemkameras mit APS-C-Sensor von Sony


Links die Sony Alpha 6000, rechts die Sony Alpha 5100.

Nachdem wir im ersten Teil des Vergleichs der Sony Alpha 6000 und Alpha 5100 die Abmessungen, die Verarbeitung, die Bedienung und die Bildqualität unter die Lupe genommen haben, werfen wir in diesem Teil unter anderem einen Blick auf die Geschwindigkeit und die Möglichkeiten bei der Bildkontrolle.

Geschwindigkeit:
Sony hat die Arbeitsgeschwindigkeit der Alpha 5100 im Vergleich zum Vorgänger Sony Alpha 5000 (Testbericht) deutlich verbessert. Der Unterschied zum höherklassigen Modell Alpha 6000 ist bei der Serienbildrate trotzdem noch groß. Bei allen Bildformaten, egal ob bei JPEG, RAW, oder JPEG+RAW, hält die Alpha 6000 elf Bilder pro Sekunde bei voller Auflösung fest. Damit gehört sie zu den schnellsten Kameramodellen überhaupt und ist beispielsweise genauso schnell wie eine Nikon D4s (Testbericht) . Die Sony Alpha 5100 speichert sechs Bilder pro Sekunde, was allerdings ebenfalls durchaus schnell ist. Mit elf Bildern pro Sekunde lassen sich bewegte Motive aber natürlich nochmals deutlich besser als mit sechs Bildern pro Sekunde einfangen. Bei der Länge der Bildserie gibt es ebenfalls Unterschiede, allerdings zugunsten der Sony Alpha 5100. Diese kann 125 JPEG Bilder, 26 RAW-Bilder und 24 JPEG+RAW-Bilder in Folge mit maximaler Geschwindigkeit speichern. Bei der Alpha 6000 sind es 48 JPEG-Bilder, 23 RAW-Bilder und 21 JPEG+RAW-Bilder.

Dies dürfte jedoch nicht an einem kleineren Pufferspeicher liegen, sondern an der Tatsache, dass der Speicher durch die deutlich höhere Bildrate auch deutlich schneller gefüllt wird. Warum die Sony Alpha 5100 mit gefülltem Pufferspeicher teilweise allerdings mehr Bilder pro Sekunde speichern kann, ist uns nicht klar.

Bei der Geschwindigkeit kann sich die Sony Alpha 6000 von der Alpha 5100 absetzen:

Links die Sony Alpha 6000, rechts die Sony Alpha 5100.

Zum Fokussieren setzen beide Kameramodelle auf ein hybrides Autofokussystem. Hierzu werden die Kontrastmessung und die Phasendetektion kombiniert. Dies sorgt für kurze Fokussierungszeiten. In der Praxis lassen sich keine Unterschiede feststellen, im Labor messen wir allerdings 0,16 Sekunden Fokussierungszeit für die Sony Alpha 5100 und 0,23 Sekunden für die Sony Alpha 6000. Dieser Unterschied ist prozentual zwar relativ groß, die Differenz von 0,07 Sekunden fällt - wie erwähnt - in der Praxis aber nicht auf. Bei der Auslöseverzögerung ist der Unterschied von 0,03 Sekunden (Alpha 6000) zu 0,02 Sekunden (Alpha 5100) definitiv nur messtechnisch feststellbar.

Die Einschaltzeit bis zur vollständigen Displayanzeige liegt bei der Sony Alpha 6000 bei 2,01 Sekunden, die Sony Alpha 5100 liegt hier mit 2,38 Sekunden etwas zurück. Dies gilt ebenso für die erste Bildaufnahme nach dem Einschalten. Auch hier ist die Alpha 6000 mit 1,89 Sekunden etwas schneller als die Alpha 5100 mit 2,35 Sekunden. Ein Vorteil ist also vorhanden, wenngleich er nicht riesig ausfällt.

Unser Sieger bei der Geschwindigkeit: Durch die deutlich höhere Bildrate die Sony Alpha 6000. Insgesamt liegt die Alpha 5100 durch ihre ansonsten sehr ähnlichen oder teilweise auch besseren Ergebnisse aber kaum zurück.

Als Kitobjektiv wird bei beiden Modellen das Sony E 16-50mm F3,5-5,6 OSS PZ mitgeliefert:

Links die Sony Alpha 6000, rechts die Sony Alpha 5100.

Objektivauswahl:
Beim Punkt Objektivauswahl schneiden beide Kameras natürlich gleich ab. Sowohl die Sony Alpha 6000 als auch die Sony Alpha 5100 besitzt das E-Bajonett mit dem alle E- und FE-Objektive genutzt werden können. Zudem lassen sich unter anderem Alpha-Objektive über einen Adapter an den Kameras verwenden.

Unsere Wertung bei der Objektivauswahl: Unentschieden.

Einen elektronischen Sucher besitzt nur die Sony Alpha 6000:

Sony Alpha 6000.

Bildkontrolle:
Bei den Möglichkeiten der Bildkontrolle lassen sich dagegen wieder Unterschiede feststellen - und das sogar in einem größeren Umfang. Hier grenzt Sony die Mitteklasse in Form der Alpha 6000 von der Einsteigerklasse in Form der Alpha 5100 durch den zusätzlichen Sucher ab. Dieser ist bei der Sony Alpha 6000 im linken oberen Eck des Gehäuses platziert und liefert ein großes, helles und flüssiges Sucherbild. Die Auflösung ist mit 1,44 Millionen Subpixel nicht ganz so hoch wie bei der spiegellosen Konkurrenz, in der Praxis wirkt das Sucherbild jedoch nicht pixelig.

Der Sucher erlaubt das Anpassen der Helligkeit sowie der Farbtemperatur und ist eine gute Ergänzung zum Display. Besonders bei schwierigen Lichtbedingungen, wenn die Sonne beispielsweise stark blendet, ist ein Sucher die deutlich bessere Option. Aber natürlich lässt sich der Sucher auch in allen anderen Situationen vorteilhaft einsetzen. Brillenträger können den Sucher leider nicht komplett überblicken. Bei der Alpha 5100 ist dagegen kein Sucher vorhanden, was allerdings auch eine etwas kleinere Bauhöhe ermöglicht. Da ein Zubehörschuh fehlt, lässt sich ein Sucher zudem auch nicht optional aufstecken.

Selbstporträts mit Bildkontrolle sind nur bei der Alpha 5100 möglich:

Links die Sony Alpha 6000, rechts die Sony Alpha 5100.

Bei den Displays gibt es vornehmlich einen Unterschied bei der „Aufhängung“. Das LCD der Sony Alpha 6000 lässt sich durch dessen Konstruktion sowohl nach oben als auch nach unten klappen. 90 Grad sind nach oben möglich, etwa 40 Grad nach unten. Das Display der Sony Alpha 5100 kann dagegen „nur“ nach oben geklappt werden, dafür allerdings um 180 Grad. Somit erlaubt es die Bildkontrolle bei Selbstporträts. Welche Lösung man bevorzugt, ist letztendlich Geschmackssache. Es gibt jeweils sowohl Vor- als auch Nachteile.

Die Auflösungen fallen dagegen identisch aus. 921.000 Subpixel besitzt jedes LCD. Dadurch werden auch feine Details aufgelöst, die gute Detailwiedergabe wird zudem auch durch große Einblickwinkel erreicht. Ein kleiner Vorteil für die Alpha 5100: Da deren LCD über eine Touchoberfläche verfügt, kann man darüber auslösen und fokussieren. Im Menü lässt sich das Touchscreen allerdings nur bei den Camera-Apps verwenden. Hier hätte Sony noch mehr Funktionen anbieten können.

Unser Sieger bei der Bildkontrolle: Die Sony Alpha 6000.

Funktionen und Features:
Dass beide Kameras sehr eng miteinander „verwandt“ sind, zeigt sich bei den Funktionen und Features. Es gibt jeweils einen Hybrid-AF, der die Kontrast-Messung und die Phasendetektion kombiniert. Es werden genau die gleichen Fokusmodi angeboten, nur bei der AF-Messfeldwahl lässt sich bei der Alpha 5100 ein zusätzlicher AF-Verriegelungsmodus wählen. Belichten können beide Kameras von 30 Sekunden bis zu 1/4.000 Sekunde, ebenso gibt es einen Bulbmodus. Die Belichtungsmessung erfolgt als Multi-, mittenbetonte oder Spotmessung.

Die Sony Alpha 6000 von oben betrachtet:

Die Sony Alpha 6000.

Kleinere Unterschiede gibt es nur wenige: So kann man bei der Alpha 6000 die Belichtungskorrektur um minus bis plus fünf Blendenstufen korrigieren, bei der Alpha 5100 sind es nur drei. Ähnlich sieht es auch bei der Blitzbelichtungskorrektur aus. Die Alpha 6000 bietet jeweils drei Blendenstufen, die Alpha 5100 nur zwei. Der erste Verschlussvorhang ist bei der Alpha 6000 zudem per elektronischem oder mechanischem Verschluss realisierbar, bei der Alpha 5100 wird nur der elektronische Verschluss verwendet.

Die Sony Alpha 5100 von oben betrachtet:

Die Sony Alpha 5100.

Die Anzahl der Bildeffekte (13) und Szenenprogramme (neun) ist dafür wieder genau gleich, ebenso können beide Kameras Panoramen aufnehmen. Nur die Alpha 6000 besitzt aber einen Speicherabruf-Modus (MR), bei dem sich zuvor gespeicherte Einstellungen abrufen lassen.

Nahezu gleich sehen die beiden Kameramenüs aus, hier unterscheiden sich die Modelle lediglich durch eine leicht andere Anordnung der Einstellungen. Einstellungsmöglichkeiten zu Features, die nur die Alpha 6000 bietet, hier sind z. B. die Einstellungsmöglichkeiten zum Sucher zu nennen, fehlen bei der Alpha 5100 natürlich.

Unser Sieger bei den Funktionen und Features: Die Sony Alpha 6000. Allerdings ist diese wirklich nur einen Hauch vorne.

Im dritten Teil dieses Tests der Sony Alpha 6000 und der Sony Alpha 5100 vergleichen wir die Videofunktion, die Erweiterbarkeit und die Schnittstellen und ziehen ein Fazit.

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