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Sony RX10 und Panasonic FZ1000 im Vergleichstest (Teil 2)

High-End-Bridgekameras im Vergleich: Sony Cyber-shot DSC-RX10 & Panasonic Lumix DMC-FZ1000

Nachdem wir im ersten Teil unseres Vergleichstests zwischen der Sony Cyber-shot DSC-RX10 und der Panasonic Lumix DMC-FZ1000 unter anderem die Abmessungen und die Objektive verglichen haben, schauen wir uns jetzt die Geschwindigkeit, die Bildqualität und die Funktionen sowie Features näher an.

Geschwindigkeit:
Eine schnelle Arbeitsgeschwindigkeit ist für eine Kamera zwar kein alleiniges Kriterium, langsam arbeitende Modelle können jedoch viele Bilder erst gar nicht möglich machen. Lobenswert ist es daher, dass es sich bei der RX10 und der FZ1000 um zwei flotte Modelle handelt. Unterschiede gibt es aber trotzdem – und diese sind nicht einmal so klein. Die Sony Cyber-shot DSC-RX10 speichert bei Reihenaufnahmen im JPEG-Format zehn Bilder pro Sekunde für 22 Bilder in Serie. Im RAW-Format sind noch 6,7 Bilder pro Sekunde für zehn Bilder in Folge möglich und bei JPEG+RAW 6,5 Bilder pro Sekunde für neun Aufnahmen in Serie. Dieses Ergebnis ist als gut bis sehr gut zu bewerten. Die Panasonic Lumix DMC-FZ1000 stellt die RX10 trotzdem spielend in den Schatten, denn sie hält im JPEG-Format 12,0 Bilder pro Sekunde für 53 Aufnahmen in Folge fest. Im RAW-Format, oder bei der Speicherung von JPEG+RAW-Bildern, sind fast genauso schnelle 11,0 Bilder pro Sekunde möglich. Nur bei der Länge der Bildserie mit voller Geschwindigkeit muss man mit maximal 13 Aufnahmen doch ein paar Abstriche machen. Im Vergleich zur RX10 – und zu vielen anderen Kameras – ist dieses Ergebnis aber immer noch deutlich besser und exzellent.

Beim Autofokus überzeugt die RX10 mit einer Fokussierungszeit von 0,32 Sekunden im Weitwinkel, auch im Telebereich benötigt sie kaum länger zum Scharfstellen. Aber auch hier kann die FZ1000 dieses Ergebnis nochmals überbieten. Sie stellt dank der „Depth from Defocus-Technologie“, die mit der Panasonic Lumix DMC-GH4 eingeführt wurde, im Weitwinkel in hervorragenden 0,07 Sekunden scharf. Auch im Telebereich arbeitet der Autofokus rasant. Wir kennen keine Systemkamera ohne Wechselobjektiv, die eine ähnliche Performance bietet.

Ebenso toll: Die Einschaltzeit liegt bei der FZ1000 unter einer Sekunde (0,98 Sekunden), das erste Bild nach dem Einschalten ist schon nach 1,01 Sekunden im Kasten. Bei der RX10 vergeht mit 1,92 Sekunden (Einschalten) und 2,38 Sekunden (erste Bildaufnahme) rund doppelt so viel Zeit.

Unser Sieger bei der Geschwindigkeit: Ohne Frage die Panasonic Lumix DMC-FZ1000 .
Die Sony Cyber-shot DSC-RX10 ist nicht langsam, aber die FZ1000 gehört zu den schnellsten Digitalkameras überhaupt.

Bildqualität:

Vergleichsbild Bildqualität bei Tag und ISO 125:

Vergleichsbild Bildqualität bei Nacht und ISO 3.200:

Die meisten Bridgekameras besitzen nur Sensoren im 1/2,3-Zoll-Format, denn nur damit lassen sich noch relativ kompakte Modelle mit größeren Zoombereichen bauen. Diese Sensorgröße ist allerdings anfällig für ein Bildrauschen. Bereits ab mittleren ISO-Werten geht die Detailwiedergabe durch kamerainterne Rauschreduzierungsmaßnahmen stark zurück. Da unsere Vergleichskameras mit 1,0-Zoll-Modellen allerdings deutlich größere Bildwandler besitzen, sieht das bei diesen beiden anders aus. Die jeweils 13,2 x 8,8mm großen CMOS-Chips werden rückwärtig belichtet und bieten Sensorempfindlichkeiten von ISO 80 bis ISO 25.600. Bei der RX10 lässt sich die höchste ISO-Stufe allerdings nur mit der Multiframe-Rauschreduzierung nutzen, die mehrere Bilder zu einer rauschärmeren Aufnahme verrechnet.

Bei der Bildqualität liegen beide Kameras gleich auf. Sowohl bei Tag als auch bei Nacht können wir bei der Detailwiedergabe und dem Rauschen keine nennenswerten Unterschiede erkennen. Ein Bildrauschen ist erst bei ISO 800 sichtbar, bis etwa ISO 3.200 bleibt es jeweils gut unter Kontrolle und selbst ISO 6.400 lassen sich mit Abstrichen noch verwenden. Erst ab ISO 12.800 werden die Bilder stark beeinträchtigt. Damit erzielen beide Kameras ein beachtliches Ergebnis, das fast auf dem Niveau von Systemkameras mit Micro-Four-Thirds-Bildsensor liegt. Alle anderen Bridgemodelle lösen nicht nur deutlich weniger Details auf, sondern Rauschen auch schon bedeutend früher.

Unsere Wertung bei der Bildqualität: Unentschieden.

Funktionen und Features:
Als Kameras der Oberklasse besitzen unsere Vergleichskandidaten viele Funktionen und besondere Features. So bieten beide Kameras unter anderem nicht nur alle gewöhnlichen Einstellungsmöglichkeiten, sondern beispielsweise auch eine Fokuslupe und ein Fokuspeaking. Der Autofokus lässt sich jeweils unterschiedlich konfigurieren, so kann man neben allen Messfeldern beispielsweise auch nur das Mittige zum Scharfstellen verwenden. Besonders viele Einstellungsmöglichkeiten bietet hier die FZ1000: Der 49-Messfelder-AF erlaubt neben der Wahl eines Einzelfeldes auch ein horizontales oder vertikales Muster, zudem kann man sich auch ein individuelles Muster aus AF-Feldern zusammenstellen und abspeichern. Für eine besonders präzise Fokussierung wird ein Punkt-AF angeboten. Für Makroaufnahmen ist sowohl die RX10 als auch die FZ1000 gut geeignet, ab drei Zentimeter Aufnahmeentfernung kann man jeweils scharfstellen.

Die kürzesten Verschlusszeiten sind bei beiden Kameras durch den Zentralverschluss von der Blende und der Brennweite abhängig. Mit mechanischem Verschluss erreicht die RX10 minimal 1/3.200 Sekunde, dies aber erst ab Blende F8. Die FZ1000 hat 1/4.000 Sekunde zu bieten. Hier für muss man im Weitwinkel gar nicht und im Telebereich auf F5 abblenden. Mit dem elektronischen Verschluss erlaubt die FZ1000 zudem minimal 1/16.000 Sekunde.

Maximal lässt sich 30 Sekunden (RX10) bzw. 60 Sekunden (FZ1000) belichten, zudem besitzt jede Kamera auch noch einen Bulbmodus. Abblenden kann man bei der RX10 bis F16, bei der FZ1000 „nur“ bis F8. Durch die kürzere Verschlusszeit der FZ1000 lässt sich das aber wieder ausgleichen. Mit dem ND-Filter der RX10 kann man längere Belichtungszeiten ohne ein Schließen der Blende realisieren. Bei der FZ1000 wurde kein ND-Filter verbaut.

Zur Belichtungssteuerung gibt es neben der Vollautomatik jeweils die PASM-Modi und Szenenprogramme. Custom-Programme sind ebenso jeweils zwei vorhanden, Filtereffekte lassen sich auf die Aufnahmen anwenden. Beide Kameras speichern neben JPEGs auch RAW-Bilder. Mit den optischen Bildstabilisatoren lässt sich eine längere Belichtungszeit ohne Verwacklungen realisieren. Bei der RX10 haben wir eine Kompensationsleistung von drei Blendenstufen am langen Brennweitenende gemessen, bei der FZ1000 von vier. Beide leisten also eine gute Arbeit im Fotomodus. Bei Videos ist uns beim Bildstabilisator der RX10 allerdings ein leichtes Zittern aufgefallen. Das macht die FZ1000 besser.

Interessant ist die integrierte Intervallaufnahmefunktion der FZ1000: Damit kann man ohne weiteres Zubehör zum Beispiel Zeitraffervideos erstellen. Eine automatische Funktion bieten beide Kameras für Panoramen, mit einer Auflösung von rund 2.000 Pixel in der Höhe sehen diese dabei gar nicht schlecht aus.

Unser Sieger bei den Funktionen und Features: Die Panasonic Lumix DMC-FZ1000.

Im letzten Teil unseres Vergleichstests nehmen wir die Videofunktion, die Möglichkeiten der Bildkontrolle und die Erweiterbarkeit unter die Lupe.

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Kommentare

Ein toller Test, ein tolles ...

Ein toller Test, ein tolles Team und ihr seit sehr fleißig. Jeden Tag etwas neues bei euch, weiter so. Herzliche Grüße aus Hamburg von Bernhard

Vielen Dank, es steckt eine ...

Vielen Dank, es steckt eine Menge Arbeit dahinter. Grüße vom ganzen Team.

Als Besitzer der RX-10 (und ...

Als Besitzer der RX-10 (und dem Vormodell der Panasonic FZ-200) bin ich auf diesen Vergleichstest geradezu heiß! Nicht, weil ich "Testhörig" bin, aber die Leute von dkamera haben klasse Ideen und gehen sehr fachkundig ans Werk. Alls Infos sind gute Leitfaden und Hilfen, um die 'richtige' Kamera zu finden.

Bin höchst gespannt, auf Teil II und das Endergebnis.

Freundliche Grüße
Hans-Jürgen Jakobs

Hallo, was ich mir wünschen ...

Hallo,

was ich mir wünschen würde, ist die Angabe der Grösse des jeweils kleinst möglich abbildbaren Objektfeldes bei kürzester Einstellentfernung je im Weitwinkel und Tele oder des Abbildungsmassstabes.

Die 3cm kürzeste Entfernung sagen so gar nichts aus, sind allenfalls so nützlich wie Löcher im Käse für den Geschmack ;-) 3cm sind ohnehin problematisch wegen Ausleuchtung bzw. Fluchtdistanzen bei Kleingetier. Umso interessanter wäre der maximal erzielbare Abbildungsmassstab im Telebereich ...

Ich verstehe nicht wirklich, warum man für Objektive der diversen Systemkameras vernünftige Angaben findet, das aber bei Kompakten von allen Seiten (Industrie wie Tester - letztere nur mit ganz wenigen Ausnahmen) völlig ignoriert wird. Dabei sind gerade die Kompakten für Makro aus verschiedenen Gründen sehr interessant ...

Grüsse, Werner.

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