Spiegellose Systemkamera-Empfehlungen für Weihnachten 2020

Unsere Empfehlungen: u. a. Sony Alpha 7R IV, Nikon Z 6, Panasonic Lumix G9 und Lumix G81

Im dritten Empfehlungsartikel unserer vierteiligen Serie zu Weihnachten 2020 gehen wir auf spiegellose Systemkameras ein. Die Modelle dieser Klasse decken nicht nur den Einsteigerbereich oder das Mittelklasse-Segment ab, auch High-End-Modelle gibt es mittlerweile einige. Wir stellen fünf Modelle mit einem Preis von 650 bis 4.000 Euro vor.

Sie sind auf der Suche nach der Kamera mit der besten Bildqualität, dem besten Autofokus sowie einem sehr guten Sucher? Dann kommt für Sie nur die Sony Alpha 7R IV infrage. Diese DSLM strotzt nur so vor Features, unterhalb der Mittelformatklasse liefert kein Modell mehr Details. Zu diesem Zweck hat Sony bei der vierten Generation der Alpha 7R-Serie einen 60 Megapixel auflösenden BSI-Chip verbaut. Auf höhere ISO-Stufen muss man nicht verzichten, bis ISO 6.400 zeigen die Aufnahmen ein vergleichsweise geringes Rauschen. Trotz der vielen Pixel ist es Sony gelungen, einen schnellen Serienbildmodus zu integrieren. Zehn Bilder pro Sekunde sind für eine Kamera mit 60 Megapixel keinesfalls verständlich, längere Aufnahmeserien (73 RAWs in Folge) erlaubt ein groß dimensionierter Pufferspeicher.

Das Autofokussystem der Sony Alpha 7R IV ist führend: 567 Phasen-AF-Felder decken einen großen Bereich des Sensors ab, dank optimierter AF-Algorithmen und künstlicher Intelligenz stellt die DSLM auch bewegte Motive äußerst treffsicher scharf. Videos lassen sich mit der Kamera in 4K mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde speichern, in Full-HD sind bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde möglich. Beim Gehäuse setzt Sony auf eine robuste Magnesiumlegierung mit Abdichtungen. Viele frei konfigurierbare Tasten, ein richtig scharfer Sucher (5,76 Millionen Subpixel) und zwei schnelle SD-Slots runden das Gesamtpaket passend ab.

Wer nicht ganz so viele Pixel benötigt, sich aber eine Kamera mit ähnlichem Funktionsumfang wünscht, sollte sich die Sony Alpha 7R III (Testbericht) oder Nikon Z 7 (Testbericht) anschauen. Beide kosten zudem deutlich weniger, daher bleibt mehr Budget für passende Objektive.

Testbericht der Sony Alpha 7R IV

Sony Alpha 7R IV, Alpha 7R III & Alpha 7R II im Vergleich

Sony Alpha 7R IV und Panasonic Lumix DC-S1R im Duell

Die Nikon Z 6 (Testbericht) ist eines von fünf Vollformat-Modellen von Nikon. Sie kam 2018 auf den Markt, mit der Zeit wurde die Leistung durch Firmware-Updates verbessert. Für die Kamera spricht nicht nur die insgesamt sehr gute Leistung, der Preis der DSLM ist für dieses Feature-Paket außergewöhnlich niedrig. Auf einem exzellenten Niveau bewegt sich die Bildqualität der Fotos, dank des 35,9 x 23,9mm großen Bildwandlers mit 24,3 Megapixel ist dies jedoch kein Wunder. Aufnahmen lassen sich bis hinauf zu ISO 12.800 verwenden, bis ISO 3.200 muss man nur sehr wenig Bildrauschen akzeptieren. Im Serienbildmodus erreicht die Nikon Z 6 bis zu zwölf Bilder pro Sekunde, in den Pufferspeicher passen ordentliche 43 JPEG- oder RAW-Dateien. Auch bei Videos kann die Kamera überzeugen: Hier sind die exzellente Qualität in 4K (24p bis 30p), die sehr gute Qualität in Full-HD (24p bis 120p) und die vielen Optionen zu nennen. Über den HDMI-Port lassen sich die Aufnahmen als Bonus sogar in RAW (kostenpflichtiges Update erforderlich) ausgeben.

Der Autofokus der Kamera kann nicht ganz zur Spitze im DSLM-Segment aufschließen, bei den meisten Motiven leistet er mit seinen 273 Phasen-AF-Feldern jedoch gute Dienste. Erwähnenswert sind die zahlreichen Optionen der Nikon Z 6, der große elektronische Sucher und das ebenfalls große Display. Beide sind hoch aufgelöst und ermöglichen die sehr komfortable Bildkontrolle. Ein robustes Gehäuse mit Abdichtungen und viele Bedienelemente fehlen ebenso nicht. Vermissen dürften einige Fotografen dagegen einen zweiten Speicherkartenslot.

Als günstige Vollformat-Alternative bietet sich unter anderem die Sony Alpha 7 III (Testbericht) an. Diese überzeugt mit sehr guten Foto- und Videofeatures, beim Sucher und dem Display muss man aber Abstriche mache. Wer viele Canon-Objektive besitzt, kann auch zur Canon EOS R (Testbericht) oder Canon EOS RP (Testbericht) greifen. Diese sind allerdings mit vergleichsweise schwachen Videofunktionen ausgestattet.

Weitere Informationen zur Kamera:

Testbericht der Nikon Z 6

Vergleich: Panasonic S1, Nikon Z 6 und Sony Alpha 7 III (Teil 1)

Die Panasonic Lumix DC-G9 (Testbericht) gehört noch immer zu den besten Micro Four Thirds-Kameras. Die Ende 2017 vorgestellte DSLM wurde im Laufe der Zeit mit mehreren Firmware-Updates versorgt, diese haben unter anderem die Leistung des Autofokus sowie die Videofähigkeiten verbessert. Die Qualität der Bilder gehört in der MFT-Klasse zur Spitze, mit dem 20,2 Megapixel auflösenden Chip sind bis auf sehr hohe ISO-Stufen ansprechende Bilder möglich. Sowohl für Freunde hoher Bildraten als auch besonders detailreicher Fotos bietet die Kamera spezielle Optionen: Mit dem High-Res-Modus lässt sich die Auflösung der Bilder auf 80 Megapixel erhöhen, im schnellsten Serienbildmodus kann man 60 Bilder pro Sekunde festhalten. Mit kontinuierlichem Autofokus und manuellem Verschluss werden immer noch sehr gute 11,7 Bilder pro Sekunde erreicht. In den Pufferspeicher passen in letzterem Fall stattliche 87 RAWs. Der Autofokus nutzt die Kontrastmessung und die DFD-Technologie, mangels Phasendetektion kann er nicht ganz mit den besten Modellen der "ersten Liga" mithalten.

Auch die weitere Ausstattung der Panasonic Lumix DC-G9 kann sich sehen lassen. Erwähnenswert sind unter anderem die Videofeatures: 24p bis 60p in 4K, 24p bis 180p in Full-HD, jede Menge Einstellungsmöglichkeiten sowie viele Schnittstellen. Des Weiteren hat die spiegellose Systemkamera einen großen und hochauflösenden Sucher (3,69 Millionen Subpixel), ein dreh- sowie schwenkbares Touch-Display und ein abgedichtetes Magnesium-Gehäuse zu bieten. Zahlreiche Bedienelemente, ein Kontrolldisplay und ein großer Griff sind ebenfalls auf der Habenseite zu nennen.

Zu den Alternativen gehören die Olympus OM-D E-M1 Mark II (Testbericht) bzw. Olympus OM-D E-M1 Mark III oder die neuere Olympus OM-D E-M1 Mark III sowie das Schwestermodell Panasonic Lumix DC-GH5 (Testbericht).

Weitere Informationen zur Kamera:

Testbericht der Panasonic Lumix DC-G9
Vergleichstest Panasonic Lumix DC-G9 vs Lumix DC-GH5
Vergleichstest Panasonic Lumix DC-G9 vs Olympus OM-D E-M1 Mark II

Die Sony Alpha 6400 (Testbericht) gehört zu den Systemkameras der Mittelklasse, in puncto Bildqualität, Autofokus und Serienbildaufnahme bietet die DSLM jedoch weit mehr als eine durchschnittliche Performance. Die Fotos des 24 Megapixel auflösenden APS-C-Sensors fallen sehr detailreich und rauscharm aus, selbst bei ISO 3.200 muss man nur geringfügige Abstriche hinnehmen. Statische Motive stellt die mit einem exzellenten Autofokussystem ausgerüstete Kamera (425 Phasen-AF-Pixel und optimierte AF-Algorithmen) sehr flott scharf, bewegten Motiven folgt sie ebenso fast spielend. Dank einer hohen Bildrate von bis zu 11,1 Bildern pro Sekunde und einem großen Pufferspeicher (für 116 JPEG- oder 48-RAW-Bilder in Folge) ist die Alpha 6400 so gut wie keine andere Kamera in dieser Preisklasse für die Sport- und Actionfotografie geeignet.

Der Videomodus kann sich ebenso sehen lassen: In 4K lassen sich bis zu 30 Vollbilder pro Sekunde mit einer exzellenten Qualität festhalten, in Full-HD sind es bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde mit einer sehr guten Qualität. Der Sucher mit OLED-Panel und 2,36 Millionen Subpixel liefert ein gutes Bild, das 3,0 Zoll große Display ermöglicht die Kontrolle auch bei Selbstporträts oder Vlogs. Des Weiteren punktet die Kamera mit einem soliden Magnesiumgehäuse und vielen Einstellungen. Als ein Manko ist die fehlende Bildstabilisierung zu nennen, aus diesem Grund sollte man sich verstärkt für Objektive mit eigenem Stabilisator entscheiden.

Sony bietet als Alternativen zur Alpha 6400 gleich mehrere Modelle an. Die Sony Alpha 6100 (Testbericht) verfügt unter anderem über einen schwächer aufgelösten Sucher und ein weniger robustes Gehäuse, kostet jedoch auch etwa 100 Euro weniger. Teilweise mehr Leistung und einen Bildstabilisator bieten die Sony Alpha 6500 (Testbericht) und Sony Alpha 6600 (Testbericht). Beide kosten allerdings wesentlich mehr.

Weitere Informationen zur Kamera:

Testbericht der Sony Alpha 6400

Zu den Preis-Leistungs-Siegern gehört unserer Meinung nach auch die Panasonic Lumix DC-G81 (Testbericht). Bei dieser DSLM darf man natürlich nicht die aktuellste Technik erwarten, schlecht ist sie aber keineswegs. Für rund 700 Euro erhält man zudem nicht nur die Kamera, sondern obendrauf das für viele Einsätze geeignete Lumix G Vario 12-60mm F3,5-5,6 OIS. Als Bildwandler wird ein 15,8 Megapixel auflösender MFT-Chip verbaut, dessen Fotoqualität ist gut. Bei Serienaufnahmen muss sich die DSLM mit bis zu 9,3 Bildern pro Sekunde (AF-S) nicht verstecken, mit dieser Geschwindigkeit schafft sie 411 JPEG-Fotos oder 31 RAW-Bilder in Serie. Der bei statischen Motiven wieselflinke Autofokus nutzt die Kontrastmessung und DFD-Technologie, bei bewegten Motiven liegt die Trefferquote allerdings nur noch im Mittelfeld.

Abstriche muss man auch bei der Videoaufnahme machen, in 4K-Auflösung (bis zu 30p) gibt es einen deutlichen Crop zu akzeptieren. Bei Full-HD-Videos mit bis zu 60p fällt dieser weg. Der Sucher liefert mit 2,36 Millionen Subpixeln eine ordentliche Darstellung, das dreh- und schwenkbare Touch-LCD leistet bei der Bildkontrolle gute Dienste. Das Handling fällt dank eines ordentlichen Griffs sehr ansprechend aus, Tasten und Schalter gibt es einige. Zudem punktet die Kamera mit einem abgedichteten Gehäuse.

Weitere Informationen zur Kamera:

Testbericht der Panasonic Lumix DC-81

Weitere empfehlenswerte Kameramodelle finden Sie in unseren ständig aktualisierten Digitalkamera-Kaufempfehlungen sowie über die dkamera.de- Testberichtübersicht.

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Autor: dkamera.de Redaktion
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