14.05.2025 - 07:47

Samsung Galaxy S25 Ultra Smartphone- und Kameratest (Teil 3)

Teil 3 von 3: Kamera-App, Benchmarks und das Galaxy S25 Ultra in der Praxis

Im zweiten Teil unseres Testberichts des Samsung Galaxy S25 Ultra hatten wir die Bildqualität des Smartphones unter die Lupe genommen. In diesem dritten Teil schauen wir uns die Kamera-App mit ihren Funktionen sowie Einstellungsmöglichkeiten und die Leistung des Smartphones in der Praxis an. Am Ende fassen wir unsere Ergebnisse zusammen und ziehen ein Fazit.

Die Kamera-App:
Samsung setzt auch bei den Galaxy S25er-Modellen auf eine Kamera-App im klassischen Design. Als Unterschied sind uns die teilweise von links nach rechts (bzw. von oben nach unten, wenn man das Smartphone hochkant hält) verschobenen weiteren Einstellungsmöglichkeiten aufgefallen. Direktwahltasten gibt es bei der Kamera-App des S25 Ultra unter anderem für die Auflösung, das LED-Licht oder den Bildstil. Teilweise sind die Optionen nun auch doppelt vorhanden, was sie schneller erreichbar macht.

Die App bietet eine gute Übersicht und die wichtigsten Optionen sind schnell zu erreichen:

Die meisten Einstellungen sind nun rechts vom Livebild zu finden:

Zu den Optionen im Fotomodus gehört auch der Bildstil:

Die Bildkontrolle erfolgt mittels eines großen Livebildes, die Wahl der Kamera über die Tasten „.,6“, „1“, „3“, „5“ und „10“. Noch weiter bzw. stufenlos lässt sich zoomen, wenn man eine der Tasten gedrückt hält oder die dafür typische Zoomgeste nutzt.

Grundsätzlich sollte dabei allerdings bedacht werden, dass bei allen Zoomstufen abseits von „0.6“, „1“, „3“ und „5“ der Digitalzoom verwendet wird und dieser die Bildqualität verschlechtert. Da die Kameras des Samsung Galaxy S25 Ultra eine sehr gute Detailwiedergabe erreichen, gibt es beim digitalen Zoomen aber durchaus einen etwas größeren Spielraum.

Bei Videos kann man aus einer Reihe von Auflösungen und Bildraten wählen:

Die weiteren Aufnahmeprogramme werden über "Mehr" erreicht:

Die Wahl des Aufnahmeprogramms (Portrait-Modus, Foto-Modus und Video-Modus) erfolgt wie gewohnt per Slidebar, via „Mehr“ gelangt man zu den weiteren Programmen. Die Reihung der Modi lässt sich vom Nutzer sehr einfach verändern, wichtige Programme sind dadurch schnell zu erreichen.

Für manuelle Einstellungen verfügt das Samsung Galaxy S25 Ultra über einen Pro-Modus:

Hier lassen sich unter anderem die Sensorempfindlichkeit ...

... und die Belichtungskorrektur verändern:

Für manuelle Video-Einstellungen gibt es den "Pro-Video"-Modus:

Wer die Belichtung und den Fokus beeinflussen möchte, kann dies im Fotomodus durch Tippen auf das Display, manuelle Optionen gibt es zudem im Pro-Modus. Hier lassen sich der Weißabgleich (2.300K bis 10.000K), der Fokus (AF oder MF), die Belichtungskorrektur (von minus vier bis plus vier Stufen), die Belichtungszeit (30 Sekunden bis 1/12.000 Sekunde) und die Sensorempfindlichkeit (ISO 50 bis ISO 3.200) verändern. Manuelle Optionen erlaubt die App dabei nicht nur bei Fotoaufnahmen, sondern auch bei Videoaufnahmen.

Zusätzliche Kamera-Optionen des Samsung Galaxy S25 Ultra:

Benchmarks und Praxis:
Seit 2023 stattet Samsung das Ultra-Modell seiner Galaxy-S-Geräte mit dem Flaggschiff-SoC von Qualcomm aus und seit diesem Zeitpunkt gehören die Smartphones stets zu den schnellsten Modellen am Markt. Der Achtkern-SoC Qualcomm Snapdragon 8 Elite (2 x Oryon V2 Phoenix L mit 4,47GHz sowie 6 x Oryon V2 Phoenix M mit 3,53GHz) und die Adreno 830-GPU sorgen in allen Lebenslagen für eine sehr hohe Rechenleistung, an Arbeitsspeicher 12GB (LPDDR5X) mangelt es natürlich ebenso nicht. In der Praxis sind Wartezeiten beim Verwenden des S25 Ultra die absolute Ausnahme, selbst bei 200-Megapixel-Fotos nimmt sich das Gerät nur eine Gedenksekunde. Untermauert wird dieser Eindruck durch Benchmark-Ergebnisse der Spitzenklasse.

Benchmarks und AI-Assistent-Optionen:

Beim Geekbech 6 ergaben sich 3.041 Punkte im Single-Core-Test und 9.588 Punkte im Multi-Core-Test, beim PC Mark Work 3.0 Performance waren es 20.884 Punkte. Positiv: Auch bei längeren Tests erwärmte sich das Samsung Galaxy S25 Ultra nicht übermäßig, der SoC arbeitet also sehr effizient. Das zeigt auch unser Akkutest (Wiedergabe Youtube 1080p mit 75 Prozent Displayhelligkeit), bei dem das Smartphone auf 22,5 Stunden kommt. Aufladen lässt sich das S25 Ultra mit 45 Watt per USB (15 Watt kabellos) nicht so schnell wie die meisten Konkurrenzmodelle, die Wartezeit hält sich mit 14 Minuten (von 10 auf 50 Prozent) aber immer noch in engen Grenzen. Wer den Akku einmal komplett aufladen will, muss dafür 57 Minuten einplanen.

Unser Fazit:
Das Samsung Galaxy S25 Ultra ist wie die Vorgängermodelle keine Revolution, sondern spiegelt den kontinuierlichen Fortschritt im Smartphone-Segment wider. Die Leistung von Samsungs Flaggschiff ist wie in den letzten Jahren dabei ausgesprochen hoch. Das gilt unter anderem für den SoC, der alle Aufgaben spielend bewältigt. Auch in mehreren Jahren wird das S25 Ultra noch ausreichend Leistung für alltägliche Aufgaben liefern, dank siebenjähriger Updategarantie wird man dabei auch aufseiten der Software auf dem aktuellen Stand sein. Erstklassig sind darüber hinaus der Fingerabdrucksensor, das 6,9-Zoll-Display und natürlich die Verarbeitung.

Das Design des S25 Ultra finden wir ausgesprochen schick – was jedoch eine subjektive Meinung darstellt. Die Akkulaufzeit des Smartphones fällt mit 22,5 Stunden sehr ansprechend aus, mit maximal 45 Watt ist die Ladeleistung allerdings nur mittelmäßig. Schade finden wir den Verzicht auf die Bluetooth-Funktionalität des S Pens, laut Samsung wurde diese aber nur von wenigen Personen genutzt.

Das Samsung Galaxy S25 Ultra hat ein sehr überzeugendes Gesamtpaket zu bieten:

Die Kameras des Samsung Galaxy S25 Ultra entsprechen bis auf die Ultraweitwinkelkamera dem Vorjahresmodell. Die Bildqualität fällt dadurch sehr ähnlich aus, wobei wir die Darstellung des S24 Ultra bei voller Auflösung als etwas natürlicher empfinden. Wer kleinere Auflösungen verwendet, wird allerdings keine Unterschiede feststellen können.

Die Ultraweitwinkelkamera des S25 Ultra schneidet bei Tag und bei Nacht besser als die Ultraweitwinkelkamera des S24 Ultra ab, feine Details lassen sich besser einfangen. Riesig sind die Unterschiede allerdings nicht. Ein Upgrade vom S24 Ultra zum S25 Ultra rechtfertigen diese aus unserer Sicht kaum.

Die Kameras ermöglichen bei Tag wie bei Nacht sehr gute Aufnahmen:

Eindeutig von Vorteil ist die höhere Auflösung der Ultraweitwinkelkamera jedoch bei Videos. Diese sind beim aktuellen Flaggschiff mit drei Kameras in 8K möglich. Im Alltag empfinden wir 4K-Aufnahmen allerdings als die bessere Alternative. Dass das S25 Ultra mit allen relevanten Objektiven (bzw. Brennweiten) in 8K sowie in Zeitlupe (bis zu 1080p240) filmen kann, finden wir allerdings beeindruckend. Die Videoqualität des Smartphones fällt wie die Fotoqualität ausgesprochen hoch aus, unabhängig von den Lichtverhältnissen liefert die Hauptkamera dabei die besten Ergebnisse. Der Autofokus und die Bildstabilisierung arbeiten stets sehr gut, bei Fotos wie Videos lassen sich zahlreiche Einstellungen vornehmen. Natürlich muss man auch auf RAW-Aufnahmen nicht verzichten.

Unsere Awards zum Testbericht des Samsung Galaxy S25 Ultra:

Autor: dkamera.de Redaktion