26.03.2026 - 13:00

Testbericht der DJI Avata 360 (Teil 1)

Teil 1 von 3: Die technischen Daten der 360-Grad-Kameradrohne im Überblick

DJI bietet eine Reihe von Drohnen an, die unterschiedliche Einsatzzwecke abdecken. Während die Mini Pro-Modelle beispielsweise die Speerspitze der kompakten Kameradrohnen darstellen, sind die Drohnen der Avata-Serie vor allem für FPV-Aufnahmen gedacht. Mit der Avata 360 geht DJI nun noch einmal einen Schritt weiter und verbindet das FPV-Fliegen mit einer 360-Grad-Kamera. Was die neue Drohne leistet, schauen wir uns in diesem Testbericht im Detail an.

Lieferumfang:
DJI bietet seine Produkte in diversen Bundles an. Die von uns getestete DJI Avata 360 lässt sich unter anderem im Bundle mit der DJI RC 2, als Fly More Combo oder als Motion Fly More Combo erstehen. Letzteres Bundle besteht aus den Goggles N3 sowie der RC Motion 3.

Die Avata 360 wird in unterschiedlichen Bundles angeboten, u. a. als Fly More Combo:

Zum Lieferumfang gehören hier drei Akkus und ein Landepad:

Die DJI RC 2 liegt der Fly More Combo ebenso bei:

Für den Transport gibt es zudem eine passende Tasche:

Die Googles N3 und die RC Motion 3 können unter anderem separat erworben werden:

Die technischen Daten:
Die DJI Avata 360 gehört mit einem Gewicht von 455g zur Drohnenklasse C1. Während die Mini- oder auch die Neo-Modelle in der EU ohne weitere Prüfungen geflogen werden dürfen, ist für die Avata 360 der EU-Kompetenznachweis A1/A3 notwendig. Darüber hinaus gilt es natürlich auch die weiteren Besonderheiten dieser Drohnenklasse zu beachten.

Die Avata 360 zählt mit 455g zur Drohnenklasse C1:

Propellerguards schützen die Rotoren:

Die Unterseite der Kameradrohne:

Während sich das Gewicht der Avata 360 oberhalb der meisten Einsteigerdrohnen bewegt, sind die Abmessungen mit 24,6 x 19,9 x 5,6cm kaum bis nicht größer. Wegen der fest verbauten Propellerguards bleibt die Größe allerdings auch beim Transport gleich.

Hier wird daher wesentlich mehr Stauraum als beispielsweise für eine DJI Mini 5 Pro benötigt. Ausreichend Platz bietet unter anderem die von DJI bei der Fly More Combo mitgelieferte Tasche.

Die Avata 360 im Größenvergleich mit der Mini 5 Pro:

In der Luft überzeugt die Avata 360 laut Datenblatt mit einer hohen Leistung. Die maximale Steiggeschwindigkeit gibt DJI mit 10m/s, die maximale Sinkgeschwindigkeit liegt ebenfalls bei 10m/s und die Höchstgeschwindigkeit im Sportmodus bei 18m/s.

Als maximale Starthöhe werden 4.500m (über dem Meeresspiegel) genannt. Damit Kollisionen verhindert werden, verfügt die Drohne über ein omnidirektionales Hindernissystem. Hier kommen unter anderem nach vorne gerichtete LiDAR-Sensoren sowie mehrere Vision-Sensoren zum Einsatz.

Auf der Rückseite wird die Avata 360 eingeschaltet:

Der Lithium-Polymer-Akku lässt sich hier auch entnehmen:

Fliegen lässt sich mit der Avata 360 laut DJI bis zu 23 Minuten am Stück, der verwendete Akku wird 2.700mAh (38,67Wh) angegeben. Dessen Ladezeit liegt bei maximal 73 Minuten, wenn der Ladeprozess via Drohne erfolgt. In der Dreifach-Ladeschale werden von DJI bei einem 100 Watt starken Ladegerät für einen Akku 47 Minuten angegeben, drei Akkus lassen sich in etwa 100 Minuten aufladen.

Die Avata 360 von vorne betrachtet:

Zur Datenspeicherung steht wie bei vielen neueren Modellen von DJI ein integrierter Speicher (42GB davon sind frei für Aufnahmen) zur Verfügung. Dieser lässt sich zudem per micro SD-Karte erweitern. Hierfür sollte eine Speicherkarte mit mindestens V30-Klasse zum Einsatz kommen. Das Vorhandensein von ausreichend Speicherplatz ist dabei durchaus wichtig, in der höchsten Qualität nehmen die Fotos und Videos sehr viel Platz ein.

Ein 360-Grad-Foto ist im JPEG-Format rund 40 bis 60MB groß, zwei RAWs (die für eine 360-Grad-Aufnahme benötigt werden) kommen zusammen auf etwa 140MB und eine Minute Videomaterial nimmt bei 8K-Auflösung satte 1,5GB ein. Der interne Speicher reicht somit nur für recht kurze Aufzeichnungen aus. Der Einsatz einer Speicherkarte wird dadurch fast zur Pflicht. Das Vorhandensein eines integrierten Speichers begrüßen wir natürlich trotzdem.

Der USB-C-Port sowie der microSD-Slot befinden sich an der Seite:

Zur Bildübertragung greift DJI auf das bewährte Übertragungssystem O4+ zurück. Als maximale Übertragungsreichweite nennt das Datenblatt der Avata 360 20km (FCC) bzw. 10km (CE, SRRC und MIC). Als weitere Übertragungsstandards sind WLAN (802.11 a/b/g/n/ac/ax) und Bluetooth (5.4) mit an Bord.

Im zweiten Teil unseres Testberichts gehen wir unter anderem auf die Spezifikationen der Kameras ein.

Autor: dkamera.de Redaktion