Teil 3 von 3: Vergleich der Bildqualität bei Videos und weitere Feature
Im zweiten Teil unseres Vergleichs des Samsung Galaxy S25 Ultra und des Galaxy S25+ hatten wir die Bildqualität der Kameras auf der Rückseite bei Tag und bei Nacht verglichen. In diesem dritten und letzten Teil schauen wir uns unter anderem spezielle Fotofeatures und Videofunktionen der beiden Geräte an. Zudem fassen wir unsere Ergebnisse zusammen und ziehen ein Fazit.
Vergleich der Makroaufnahmen:
Moderne Smartphones ermöglichen heute nicht nur klassische Aufnahmen von Landschaften oder Architektur, sondern auch detailreiche Fotos kleinerer Motive. Das geht durch Objektive mit kurzer Naheinstellgrenze. Nah- oder Makroaufnahmen sind allerdings nicht mit allen Kameras möglich, teilweise sind diese auch stärker eingeschränkt. Besonders nah kommt man an Motive beim Einsatz des Galaxy S25 Ultra mit der Ultraweitwinkelkamera heran. Damit kann man ab einem Abstand von etwa zwei Zentimetern scharfstellen. Dadurch sind sehr ordentliche Vergrößerungen möglich. Wegen des geringen Abstands bei der Aufnahme schattet das Smartphone das Motiv allerdings des Öfteren ab. Das ist im Alltag alles andere als ideal. Die Hauptkamera des Galaxy S25 Ultra stellt erst ab einem Aufnahmeabstand von etwa acht Zentimetern scharf, wegen der längeren Brennweite sind aber immer noch recht gute Nahaufnahmen möglich.
Das Samsung Galaxy S25+ bringt deutlich beschränktere Nahaufnahme-Funktionen mit. Zum einen verfügt die Ultraweitwinkelkamera über keinen Autofokus, sondern einen Fixfokus. Damit werden Motive erst ab einer Entfernung von ungefähr 40cm scharf abgebildet. Wegen der kurzen Brennweite der Ultraweitwinkelkamera ist dieser Abstand für Nahaufnahmen natürlich viel zu lang. Die Hauptkamera lässt Nahaufnahmen ab etwa 17cm zu. Das reicht im Alltag meistens aus.
Gut zu wissen: Außerhalb des Pro-Modus nutzt Samsung nicht immer die ausgewählte Kamera, sondern schaltet – zum Beispiel bei einer zu kurzen Aufnahme-Entfernung – teilweise auch auf andere Kameras um. Wer sich manuell für die Telekamera entscheidet, damit aber zu nah an das Motiv herangeht, erhält daher meistens ein gecropptes Bild der Hauptkamera. Wegen der hohen Auflösung der Hauptkameras muss das nicht in jedem Fall negativ sein, das Vorgehen kann die Bildqualität aber doch deutlich negativ beeinflussen.
Vergleich der Porträtfunktionen und der Frontkameras:
Porträtmodi gehören schon lange zur Standardausstattung von Smartphones. Damit kann man einen stark unscharfen Hintergrund simulieren, der eigentlich nur mit sehr lichtstarken Objektiven sowie mit Kameras mit großen Sensoren möglich wäre. Damit dieser Effekt gut aussieht, müssen Smartphones den Hintergrund und das eigentliche Motiv voneinander trennen können. Das geht in der Praxis abhängig vom Motiv mal gut und mal weniger gut. Für die meisten Nutzer dürften die Ergebnisse jedoch ausreichend sein.
Bei den Frontkameras sollte Samsung bei beiden Smartphones auf die identische Technik setzen. Dafür sprechen nicht nur dieselben technischen Daten, sondern auch die optisch sehr ähnlichen Ergebnisse. Hier erzielen beide S25-Geräte eine ansprechende Qualität.
Vergleich der Videofunktionen:
Die Videofunktionen sind bei modernen Smartphones genauso wichtig wie die Fotofunktionen. Daher statten viele Hersteller ihre Geräte auch mit umfangreichen Videooptionen aus. Mit beiden S25-Smartphones lassen sich Aufnahmen unter anderem in 8K-Auflösung aufzeichnen. Während das beim S25 Ultra mit der Ultraweitwinkel-, der Haupt- und der 5-fach-Telekamera geht, schafft das beim S25+ allerdings nur die Hauptkamera. Freunde sehr detailreicher Aufnahmen werden vom Ultra-Modell also besser bedient. In der Praxis dürften die Auflösungsunterschiede für die allermeisten Nutzer aber kaum relevant sein. Die 8K-Aufnahmen (max. 30p) sind zwar sichtbar detailreicher, 8K-Bildschirme besitzt aber kaum jemand. Da 4K-Aufnahmen auf klassischen Wiedergabegeräten sehr gut aussehen und mit 60 Vollbildern pro Sekunde auch noch flüssiger sind, würden wir im Alltag zu 4K-Videos greifen. Hier kann man zudem auch beim S25+ zwischen allen Kameras wählen. Zeitlupen schaffen beide Smartphones mit einer sehr ansprechenden Qualität in 4K (120p), dies erlauben die Haupt- und die Ultraweitwinkelkameras. Alle Rückseitenkameras schaffen zudem Full-HD-Slow-Mo-Aufnahmen. Hiermit kann man bis zu 8-fache Zeitlupen erstellen. Per Software lässt sich der Effekt zudem auf 32-fache Zeitlupen ausdehnen. Die Qualität fällt in Full-HD schon sichtbar schlechter als bei 4K aus, auf dem Smartphone-Bildschirm lassen sich die Aufnahmen aber noch gut betrachten.
Die Videos im Überblick:
Samsung Galaxy S25 Ultra Ultraweitwinkelkamera (8K30p):
Samsung Galaxy S25 Ultra Hauptkamera (8K30p):
Samsung Galaxy S25 Ultra 5-fach Telekamera (8K30p):
Samsung Galaxy S25 Plus Ultraweitwinkelkamera (4K60p):
Samsung Galaxy S25 Plus Hauptkamera (8K30p):
Samsung Galaxy S25 Plus 3-fach Telekamera (4K60p):
Vergleich der Kamera-App:
An dieser Stelle würden wir normalerweise ausführlich auf die Unterschiede sowie die Besonderheiten der Kamera-Apps eingehen. Samsung nutzt zumindest bei seinen höherklassigen Modellen jedoch eine App für alle Geräte. Diese sieht bei unseren Testgeräten dementsprechend fast gleich aus. Aber nur fast, da es doch kleinere Abweichungen gibt. Diese beruhen auf den unterschiedlichen Spezifikationen, wie beispielsweise dem zusätzlichen 5-fach-Teleobjektiv des S25 Ultra oder dem fehlenden Autofokus der Ultraweitwinkelkamera des S25+. Abseits davon bedienen sich die Apps jedoch gleich. Sie bieten sehr viele Optionen und eine große Ansicht zur Bildkontrolle. Wer auf RAW-Aufnahmen noch mehr Einfluss nehmen möchte, kann zudem die Expert-RAW-App nutzen.
Unser Fazit:
Am Ende unseres Vergleichstests des Samsung Galaxy S25 Ultra und des Samsung Galaxy S25+ lässt sich sagen, dass beide Smartphones eine Reihe von Gemeinsamkeiten besitzen und sich in vergleichsweise wenigen Punkten stärker unterscheiden. Auf praktisch einem Niveau bewegen sich die Gehäuse beider Smartphones. Diese fallen sehr hochwertig aus und sind gegen Staub sowie Wasser geschützt (IP68). Der Titanrahmen des Galaxy S25 Ultra mag mehr als der Rahmen des Galaxy S25+ aushalten, in der Praxis dürfte dieser Unterschied für die meisten Nutzer aber wohl kaum eine wichtige Rolle spielen. Auf einem Level sehen wir darüber hinaus die Displays. Das Display des S25 Ultra fällt nur 0,2 Zoll größer aus, die Auflösungen sind identisch. Neben einer richtig scharfen Darstellung überzeugen beide AMOLED-Panels mit einer hohen Helligkeit sowie einer flüssigen Wiedergabe.
In puncto Rechenleistung bewegen sich die Smartphones ebenso auf einem Level. Der Qualcomm Snapdragon 8 Elite bietet heute und auch zukünftig eine sehr hohe Performance, die verbauten 12GB LPDDR5X-RAM sollten für eine lange Zeit ausreichen. Wer mehr als 512GB Speicher benötigt, muss allerdings zum Ultra-Modell greifen. Dies gilt des Weiteren auch für alle, die Eingaben per S Pen vornehmen möchten.
Bei der Kamera-Ausstattung ergeben sich ebenfalls deutliche Unterschiede. In etwa gleichwertig sind nur die 3-fach-Telekameras auf der Rückseite sowie die Frontkamera. Bei der Ultraweitwinkel-, der Haupt- und der 5-fach-Telekamera kann sich das Samsung Galaxy S25 Ultra deutlich absetzen. Hier kommen Sensoren mit höheren Auflösungen sowie einer deutlich besseren Detailwiedergabe zum Einsatz. Das Ultra-Modell schafft dank diesen unter anderem auch 8K-Videos mit deutlich mehr Kameras.
Im Alltag liegen die Videofunktionen trotzdem näher zusammen als die Fotofunktionen, da man mit 4K-Videos (normale Aufnahme mit 60p oder 120p als Zeitlupe) bestens auskommt. Wirklich stark fällt beim direkten Vergleich der beiden Smartphones die fehlende 5-fach-Telekamera des Galaxy S25+ auf. Dadurch kann man mit dem Ultra-Modell weiter entfernte Motive wesentlich besser ablichten. Spätestens ab dem Einsatz des 10-fachen digitalen Zooms sind die Unterschiede sehr deutlich. Das S25 Ultra schafft bei dieser Zoomstufe noch gute Aufnahmen, das S25+ liefert fast nur noch "Pixelbrei". Wem ein dreifacher Zoom im Alltag nicht ausreicht, sollte wirklich über das zusätzliche Investment in das S25 Ultra nachdenken.
Dies gilt des Weiteren auch für alle, die sich eine möglichst gute Detailwiedergabe abseits der Hauptkamera wünschen. Letztere nimmt zwar bei beiden Smartphones sehr ansprechende Fotos auf, das Ultra schneidet aber doch ein gutes Stück besser ab. Sofern man die Aufnahmen allerdings nur für Socia -Media oder das Betrachten auf dem Smartphone-Display nutzt, kommen die besseren Kameras des S25 Ultra kaum zur Geltung.