09.04.2026 - 07:13

Auf diese Kameras setzt die NASA bei der Artemis-II-Mission

DSLRs sind im Weltall immer noch genauso gefragt wie ältere GoPro-Modelle

Seit dem Start der Artemis-II-Mission, bei der es sich um den ersten bemannten Test des Orion-Raumschiffs handelt, hat die NASA zahlreiche im All aufgenommene Bilder veröffentlicht. Wie bereits bei früheren Raumfahrtmissionen nutzt die National Aeronautics and Space Administration für Fotos dabei vor allem Kameras von Nikon. Obwohl mit der Z 9 auch das aktuelle Flaggschiff des japanischen Unternehmens mitgenommen wurde, ist das „Arbeitstier“ nach wie vor die mittlerweile zehn Jahre alte Nikon D5.

Mit der 2016 vorgestellten Vollformat-DSLR entstanden die meisten der bisher veröffentlichten Bilder. Darunter sind auch die besonders spektakulären Fotos, die den Mond und die Erde in einer Aufnahme zeigen und beim Vorbeiflug der Raumkapsel am Erdtrabanten entstanden sind. Die Wahl der Nikon D5 zeigt, dass die NASA am liebsten auf bewährte Technik setzt, die bereits bei früheren Missionen gute Arbeit geleistet hat.

Mit knapp 21 Millionen Bildpunkten liefert die Spiegelreflexkamera zwar nicht die Aufnahmen mit den meisten Pixeln, eine sehr hohe Bildqualität ist aufgrund des Vollformat-Sensors aber natürlich sichergestellt. Da viele Bilder bei sehr hohen ISO-Stufen aufgenommen werden müssen, steht zudem auch das geringe Bildrauschen der D5 im Vordergrund. Als Objektive kommen unter anderem das AF-S Nikkor 14-24mm F2,8G ED und das AF-S Nikkor 80-400mm F4,5-5,6G ED VR zum Einsatz.

Für dieses Foto wurde die Nikon D5 verwendet:

Bei den nächsten Raumflügen sollte dann aber auch die NASA vermehrt auf spiegellose Kameratechnik setzen. Für Testläufe ist bei der Artemis-II-Mission wie schon erwähnt auch eine Nikon Z 9 mit an Bord. In Zusammenarbeit mit Nikon wird aktuell die sogenannte Handheld Universal Lunar Camera (HULC) entwickelt, die von den Astronauten auf dem Mond verwendet werden soll. Hierbei handelt es sich um eine Kamera auf Basis der Z 9, die mit einem speziellen Griff, einer angepassten Firmware und einer Thermoschutzhülle ausgestattet sein wird.

Eine Aufnahme der GoPro HERO4 Black:

Wer die Aufnahmen der NASA unter die Lupe nimmt, wird zudem feststellen, dass einige der Bilder auch von GoPro-Kameras stammen. Konkret HERO4 Black-Modellen. Vier speziell modifizierte Actionkameras sind an den Solarmodulen der Orion-Raumkapsel angebracht und fotografieren von dort unter anderem die Außenhülle. Welche Modifizierungen genau vorgenommen wurden, bleibt leider offen. Der Einsatz der deutlich älteren GoPro-Modelle dürfte genauso wie bei der Nikon D5 auf vorangegangene Erfahrungen zurückzuführen sein. Im All möchte die NASA keine Experimente eingehen und verzichtet dafür auf das letzte Quäntchen Bildqualität.

Wie auf der Erde gilt 2026 zudem auch für den Weltraum, dass Smartphone-Fotos nicht mehr wegzudenken sind. Für Bilder mit etwas privaterem Touch verfügen die Crew-Member der Artemis-II-Mission über iPhone 17 Max-Geräte.

Autor: dkamera.de Redaktion