Digitalkamera Test-Magazin: umfassend und aktuell

Die besseren Bildwandler: Stacked-CMOS-Sensoren

Der mehrschichtige Aufbau sorgt für zahlreiche Vorteile wie höhere Bildraten

Bildwandler sind das Herzstück einer Kamera und gehören ohne Frage zu den wichtigsten Teilen einer Digitalkamera. Während sie bei älteren Modellen fast nur für die Bildqualität verantwortlich waren, beeinflussen sie bei modernen Kameras wesentlich mehr. In diesem Artikel wollen wir auf einen immer noch recht selten anzutreffenden Sensortyp eingehen: den Stacked-CMOS-Sensor. Davon bekommen Kamera-Interessierte immer wieder zu hören, die tatsächliche Bedeutung dürfte aber nur recht wenigen Fotografen bekannt sein.

Verhindert Fälschungen: Neue Kamera-Technologie von Sony

Zunächst steht die Technologie nur für die Sony Alpha 7 IV zur Verfügung

Sony hat bekannt gegeben, ab sofort eine kamerainterne Technologie für fälschungssichere Fotos anzubieten. Hier greift Sony auf digitale Signaturen zurück, um jegliche Veränderungen an einem Bild erkennbar zu machen. Die Signaturen wurden auf Basis kryptographischer Methoden entwickelt und sollen unter anderem die Verifizierung von Bildern in Pässen und Ausweisen ermöglichen. Des Weiteren spricht Sony vom Verhindern von Bildmanipulationen in den Medien, im Gesundheitswesen und der Strafverfolgung.

Firmware-Updates für die Canon EOS R3, EOS R5 und EOS R6

Die Kameras erhalten neue Funktionen sowie Funktionsverbesserungen

Canon hat für drei seiner Vollformatmodelle mit RF-Bajonett neue Firmware-Versionen angekündigt. Das spiegellose Flaggschiff Canon EOS R3 (Testbericht) erhält die Firmware 1.20. Diese soll bei Reihenaufnahmen bis zu 195 Fotos pro Sekunde erlauben. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sich für JPEG-, RAW- oder HEIF-Dateien entscheidet. Maximal sind jedoch 50 Bilder in Folge möglich. Zudem ist die Kamera nach dem Update in der Lage, Videos in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) mit bis zu 240 Vollbildern pro Sekunde aufzunehmen.

Mit großen Sensoren: Insta360 One RS 1-Zoll 360 Edition

Die Kamera erlaubt 6K-Videos mit bis zu 25p und nimmt Fotos mit 21,3 Megapixel auf

Insta360 hat eine neue Kamera für 360-Grad-Aufnahmen vorgestellt. Die Insta360 One RS 1-Zoll 360 Edition trägt ihre Besonderheit bereits im Namen, sie besitzt zwei Bildwandler im 1-Zoll-Format. Diese fallen daher wesentlich größer als die Sensoren der meisten anderen 360-Grad-Kameras aus. Das sollte vor allem bei nicht optimalen Lichtverhältnissen für eine deutlich bessere Bildqualität sorgen. Fotos speichert die Insta360 One RS 1-Zoll 360 Edition mit 21,3 Megapixel, das geht auch im RAW-Fornat (DNG).

Neu: Nikon Z 30 – mit Ersteindruck

Die bislang kompakteste Z-Kameras mit Content Creator als Zielgruppe

Nikon erweitert sein Angebot an Kameras um die Z 30. Dabei handelt es sich um die bislang kompakteste und leichteste DSLM mit Z-Bajonett. Die technischen Daten der neuen Kamera sind teilweise von der Nikon Z 50 bekannt, einen Sucher besitzt die Nikon Z 30 aber nicht. Dieser wurde weggelassen, da er für die Zielgruppe der Kamera – das sind laut Nikon Content Creator – nicht notwendig ist. Stattdessen hat die DSLM ein dreh- und schwenkbares Display erhalten. Dadurch kann sich die Person vor der Kamera besonders einfach selbst sehen. Das ging zwar auch schon bei der Nikon Z 50, wegen deren Displaykonstruktion war man diesbezüglich aber etwas eingeschränkt.

Panasonic Lumix DC-GH6 Testbericht

25 Megapixel, bis zu 75 Bilder/Sek., 3,68 Mio. Subp. Sucher, 5,7K- und 4K120p-Video, Lüfter

Lange hatte sich Panasonic mit der Ankündigung der Lumix DC-GH6 Zeit gelassen, seit der Vorstellung der GH5 gingen mehr als fünf Jahre ins Land. Herausgekommen ist eine teilweise deutlich überarbeitete Kamera mit einem noch stärkeren Fokus auf Videos. Das lässt sich unter anderem an der aktiven Kühlung durch einen Lüfter erkennen. Dieser ermöglicht Einsätze bei hohen Temperaturen mit einer fast unbegrenzten Dauer. Als Bildwandler kommt natürlich auch bei der Panasonic Lumix DC-GH6 (Datenblatt) ein Micro Four Thirds-Sensor zum Einsatz, dieser löst mit 25 Megapixel jedoch so hoch wie bei keiner anderen aktuellen MFT-Kamera auf.

Besonders stabil: Leica M-A „Titan” Set

Beim auf 250 Stück limitierten Set greift Leica auf Titan als Werkstoff zurück

Leica hat seine mittlerweile sechste „Titan Edition“ vorgestellt. Das neueste Set besteht aus einer analogen Leica M-A sowie dem Leica APO-Summicron 50mm F2 Asph. Die im Set enthaltene Kamera hebt sich vom Serienmodell durch ein größtenteils aus Titan gefertigtes Gehäuse ab. Dadurch soll nicht nur eine erhöhte Solidität erreicht werden, Leica spricht auch von einer einzigartig eleganten Erscheinung. Das Design der limitierten Sonderedition wird durch den auf der Deckkappe eingravierten „Ernst Leitz Wetzlar“ Schriftzug abgerundet.

Neuer Rekord: Leica 0-Serie-Kamera für 14,4 Millionen versteigert

Die Kamera No. 105 gehörte Oskar Barnack, dem Entwickler der Kleinbildkamera

Rekord-Nachricht aus Wetzlar: Bei der 40. Leitz Photographica Auction wurde das Modell No. 105 der Leica-0-Serie für den Rekordpreis von 14,4 Millionen Euro (20 Prozent Aufpreis inkludiert) versteigert. Der alte Rekordpreis für eine Kamera, den 2018 das 0-Serie-Modell No. 122 mit 2,4 Millionen aufgestellt hatte, wurde damit deutlich übertroffen. Übertroffen wurde auch der Schätzpreis der 0-Serie-Kamera No. 105, dieser hatte bei zwei bis drei Millionen Euro gelegen.

Neues Foto- und Video-Flaggschiff: FujiFilm X-H2S

26 Megapixel Stacked X Trans CMOS 5 HS-Sensor, 40 Bilder/Sek., 5,76 Mio. Subpixel EVF, 6,2K30p

FujiFilm erweitert sein Angebot an Kameras um die X-H2S. Dabei handelt sich um das Nachfolgemodell der 2018 angekündigten FujiFilm X-H1 (Testbericht) und das erste Modell der fünften Kamerageneration von FujiFilm. Herzstück der neuen DSLM – und für den Leistungssprung maßgeblich verantwortlich – ist der neue Bildwandler. Dabei handelt es sich um einen "X Trans CMOS 5 HS"-Sensor mit 26 Megapixel, rückwärtiger Belichtung und Abmessungen von 23,5 x 15,6mm. Als Sensorempfindlichkeiten sind ISO 80 bis ISO 51.200 wählbar, der native ISO-Bereich beginnt bei 160.

Kommt im September: FujiFilm X-H2

Bei der DSLM wird ein 40 Megapixel auflösender APS-C-Sensor verbaut sein

Parallel zur Ankündigung seines neuen Foto- und Video-Flaggschiffs X-H2S hat FujiFilm die Entwicklung eines weiteren Kameramodells bekannt gegeben. Die FujiFilm X-H2 soll im September 2022 vorgestellt werden und das APS-C-Modell mit der bislang höchsten Sensor-Auflösung darstellen. Genaue Daten zum Sensor sind nur wenige bekannt, die Auflösung des "X Trans CMOS 5 HR" genannten Bildwandlers (HR für High Resolution) wird jedoch bei 40 Megapixel liegen.

Das neue APS-C-Flaggschiff ohne Spiegel: Canon EOS R7

32,3 Megapixel, 30 Bilder/Sek., Deep Learning AF, 4K60p-Video, 2 x SD, abgedichtetes Gehäuse

Seit fast zehn Jahren bietet Canon spiegellose Systemkameras mit APS-C-Sensoren an, im Herbst 2012 erschien mit der EOS M die erste Kamera dieser Klasse. Seitdem wurden zwar einige neue DSLMs vorgestellt, das zuletzt im Fokus stehende RF-Bajonett war bislang jedoch den Vollformatkameras vorbehalten. Das ändert sich nun mit der Canon EOS R7 und Canon EOS R10. Beide sind sowohl mit einem APS-C-Sensor als auch dem RF-Bajonett ausgerüstet. Das neue Flaggschiff mit APS-C-Sensor ist die Canon EOS R7.

Einsteiger-DSLM mit RF-Bajonett: Canon EOS R10

24 Megapixel, 23 Bilder/Sek., Deep Learning AF, 2,36 Mio Subpixel Sucher, 4K60p-Video mit Crop

Neben dem neuen APS-C-Flaggschiff EOS R7 hat Canon mit der EOS R10 eine zweite DSLM mit einem Bildwandler in APS-C-Größe angekündigt. Die Kamera lässt sich anhand ihrer Daten zur gehobenen Einsteiger- bis Mittelklasse zählen und ist mit einem 24 Megapixel auflösenden Sensor (22,3 x 14,9mm) ausgestattet. Anders als bei der EOS R7 wurde auf die bewegliche Lagerung des Bildwandlers verzichtet, die Stabilisierung muss daher das Objektiv übernehmen.