Der Adapter erlaubt die automatische Fokussierung mit M-Objektiven
Die M-Objektive von Leica gehören trotz ihrer kompakten Abmessungen zu den Modellen mit der höchsten Bildqualität. Möglich ist das kleine Gehäuse allerdings unter anderem durch den Verzicht auf einen Autofokusmotor. Wer die Objektive – egal, ob nun an einer Leica M oder einer anderen Kamera – nutzen möchte, muss somit auf den Komfort der automatischen Fokussierung verzichten. Das gilt auch für den Einsatz an modernen DSLMs. Es sei denn, man entscheidet sich für einen Adapter mit eingebautem „Autofokusmotor“ wie den Megadap M2RF.
Das chinesische Unternehmen, das schon länger Autofokus-Adapter für Kameras mit dem E-Bajonett von Sony anbietet, hat mit dem erwähnten M2RF nun auch eine entsprechende Lösung für Besitzer von RF-Kameras von Canon im Programm. Um die automatische Fokussierung bei einem MF-Objektiv zu ermöglichen, wird die komplette Optik nach vorne oder hinten verschoben. Dadurch ist es unter anderem auch möglich, die typische Naheinstellgrenze der meisten Leica-M-Optiken (70cm) zu verkürzen.
Als kompatible Objektive werden von Megadap Modelle von Leica, Voigtländer, Zeiss und anderen Herstellern aufgeführt, diese dürfen als Einschränkung kein höheres Gewicht als 500g besitzen. Mit dem Megadap M2RF soll laut Herstellerangabe nicht nur eine präzise Scharfstellung bei der einmaligen Fokussierung möglich sein, der Betriebsmodus AF-C und die Motiverkennung werden ebenso unterstützt.
Daneben ist die Wahl der Blende möglich, kann man die Exif-Daten von bis zu vier Objektiven abspeichern und erlaubt ein Schalter den Wechsel zwischen der automatischen sowie der manuellen Fokussierung. Als Materialien kommen beim Megadap M2RF Edelstahl und Messing zum Einsatz, die Oberfläche ist sowohl eloxiert als auch vernickelt. Im deutschen Fotofachhandel wird der Autofokusadapter für einen Preis von 499,00 Euro angeboten und soll in Kürze verfügbar sein.