15.10.2025 - 09:11

Bericht von der Imaging World 2025

In Nürnberg konnten Besucher u. a. die neuesten Kameras und Objektive unter die Lupe nehmen

Die erste Imaging World in Nürnberg ist vorbei. Drei Tage lang konnten Besucher in der Nürnberger Messehalle 12 sowie den umliegenden Räumlichkeiten unter anderem Fotohardware oder auch -software begutachten, an Workshops teilnehmen und Vorträge besuchen. Zielgruppe waren dabei sowohl Consumer als auch Fachbesucher. dkamera.de war vor Ort und konnte einige Eindrücke einfangen.

Mit der Imaging World fand 2025 nach dem Ende der Photokina und der ebenso eingestellten Phototopia wieder eine größere Messe mit dem Fokus auf die Fotografie in Deutschland statt. Die Relevanz der Imaging World bewegt sich natürlich nicht auf dem Level der Photokina, die weltweit ein wichtiges Event im Kalender der großen Kamera- und Zubehörhersteller darstellte. Im deutschsprachigen Raum gehört die Imaging World aber schon auf Anhieb zu den größten Messen mit dem Fokus auf die Fotografie.

Am Eingang bildeten sich vor Messebeginn längere Schlangen:

Mehr als 100 Aussteller präsentierten ihre Produkte an mal größeren und mal kleineren Ständen. Die größten hatten natürlich die „Big Player“ zu bieten. Hier konnte man Kameras und Objektive in Augenschein nehmen, teilweise auch ausleihen und unterschiedliche Vorträge verfolgen.

Am Stand von Canon war stets ein großer Andrang:

Viele Kameras und Objektive konnten hier unter die Lupe genommen werden:

Daneben gab es Vorträge von bekannten Fotografen:

Am Stand von Sigma ließen sich unter anderem die vor knapp vier Wochen vorgestellten Objektive 135mm F1,4 DG Art, 35mm F1,2 DG II Art und 20-200mm F3,5-6,3 DG Contemporary unter die Lupe nehmen.

Während die beiden Festbrennweiten mit ihrer sehr hohen Lichtstärke punkten können, handelt es sich beim 20-200mm F3,5-6,3 DG Contemporary um das erste 10-fach-Reisezoom mit 20mm Startbrennweite. Dadurch sind Freunde von Ultraweitwinkelaufnahmen nicht mehr unbedingt auf ein extra Ultraweitwinkelobjektiv angewiesen.

Der Stand von Sigma: Wer wollte, konnte hier Objektive auch länger ausleihen:

Mehr Bokeh als das 135mm F1,4 DG Art liefert kein Objektiv unterhalb von 200mm Brennweite:

Für ein 10-fach-Zoom mit 20mm Startbrennweite ist das 20-200mm F3,5-6,3 DG C sehr kompakt:

Das 35mm F1,2 DG II Art fällt merklich leichter als die erste Version aus:

Bei OM System war unter anderem das M.Zuiko Digital ED 50-200mm F2,8 IS PRO am Stand zu testen, ein Fokus lag zudem auf Makroaufnahmen. Zu diesem Zweck wurde ein Mini-Garten mit Pflanzen aufgebaut, den die Besucher mit den bereitgestellten Makroobjektiven ablichten konnten.

Ein Telezoom der Premium-Klasse ist das neue M.Zuiko Digital ED 50-200mm F2,8 IS PRO:

Bei OM System stand aber vor allem die Makro-Fotografie im Fokus:

Das Thema Makro kam auch bei Sony nicht zu kurz, schließlich hatte das japanische Unternehmen erst letzte Woche sein neues Flaggschiff-Makro FE 100mm F2,8 Makro GM OSS angekündigt. Gleich an mehreren Aufbauten ließen sich die Qualitäten des neuen Objektivs, das zusammen mit einem 2-fach-Telekonverter eine bis zu 2,8-fache Vergrößerung erreicht, umfangreich prüfen.

Makroaufnahmen mit starker Vergrößerung erlaubt das neue FE 100mm F2,8 Makro GM OSS:

Am Stand von Panasonic gab es alle aktuellen MFT- und Vollformatkameras zu sehen:

Das Lumix S 100-500mm F5-7,1 O.I.S. ist Panasonics neues Allround-Telezoom:

Neue Objektive bekam man auch bei Canon, Nikon und Panasonic zu sehen. Ein Blick auf das bald erscheinende Tamron 25-200mm F2,8-5,6 Di III VXD G2 gab es zumindest hinter Glas. Wer noch weiter in die Makro-Thematik eintauchen wollte, konnte sich auch mit Balgengeräten und deren extremen Abbildungsmaßstäben beschäftigen.

Tamrons zweite 70-180mm Telezoom-Generation gibt es nun auch für Nikon:

Das Tamron 25-200mm F2,8-5,6 Di III VXD G2 erscheint noch im Oktober:

Besonders viele Objektive konnte man zudem bei BIG photo equipment unter die Lupe nehmen. Das Unternehmen ist schließlich deutscher Distributor für gleich mehrere chinesische Hersteller. Dazu gehören beispielsweise 7Artisans, TTArtisan oder Laowa.

Zu den Neuvorstellungen dieser Unternehmen gehören unter anderem das TTArtisan Tilt-Shift 17mm F4 Asph. und das Laowa 200mm F2 C-Dreamer. Beide Objektive lassen sich hierzulande noch nicht erwerben, konnten am Stand aber bereits kurz getestet werden.

7Artisans-Objektive ließen sich ...

... genauso wie die Modelle von TTArtisan bei BIG photo equipment unter die Lupe nehmen:

Das brandneue TTArtisan Tilt-Shift 17mm F4 Asph. macht Tilt-Shift-Objektive bezahlbar:

Mit dem Laowa 200mm F2 C-Dreamer lässt sich bald eine sehr lichtstarke Optik erwerben:

Die Stuhlreihen der Hauptbühne, auf der viele verschiedene Speaker über unterschiedliche Themen referierten, waren meist gut besetzt. Des Öfteren konnten die interessierten Zuseher sogar keinen Platz mehr ergattern. Weitere Vorträge gab es zudem in der AnalogArea und dem Influencer Dome.

Martin Krolop berichtete unter anderem von seiner neuesten Fototour:

Rafael Steinlesberger gab spannende Einblicke in die Welt der Makrofotografie:

Die Mainstage war – wie hier beim Vortrag von Ines Thomsen – sehr oft ein Anziehungspunkt:

Abschließend lässt sich sagen, dass die Imaging World bei den meisten Befragten als bereichernde Veranstaltung wahrgenommen wurde und die Fortführung im nächsten Jahr praktisch von allen Teilnehmern gewünscht wird. Nun gilt es, auf die Auswertung des Veranstalters, der Ringfoto-Gruppe, zu warten.

Weitere Eindrücke von der Imaging World 2025 in Nürnberg:

Autor: dkamera.de Redaktion