06.11.2025 - 07:59

Canon stellt die EOS R6 Mark III vor

32,2 Megapixel KB-Sensor, 40 Bilder/Sek., 7K Open Gate RAW-Aufnahme, CFexpress Typ B + SD

Canon hat mit der EOS R6 Mark III die dritte Generation der EOS-R6-Serie angekündigt. Bei dieser kommt als wichtigste Neuerung ein CMOS-Sensor mit 32,3 Megapixel (6.960 x 4.460 Pixel) zum Einsatz. Der 35,9 x 23,9mm große Chip mit einem ISO-Bereich von 50 bis 102.400 ist herkömmlich aufgebaut, kann aber trotzdem sehr schnell ausgelesen werden. Die höchste Serienbildrate der Kamera liegt daher bei den hohen 40 Aufnahmen pro Sekunde des Vorgängermodells.

Erreicht wird diese Geschwindigkeit natürlich nur mit dem elektronischen Verschluss, mit dem mechanischen Verschluss stellen zwölf Bilder pro Sekunde die höchste Bildrate dar. Wer letzteren nutzt, kann zudem bis zu 1/8.000 Sekunde belichten. Mittels E-Shutter geht dies bis zu 1/16.000 Sekunde. Hier steht zudem die Vorabaufnahme zur Verfügung. Diese lässt sich als Vorteil nun per Taste aktivieren und zeichnet Fotos nicht mehr in einem speziellen Container auf.

Der neue Bildwandler löst höher auf und erlaubt eine bessere Stabilisierung:

Der Sensor übernimmt bei der Canon EOS R6 Mark III wie gewohnt auch die Bildstabilisierung. Verwacklungen kann dieser in fünf Achsen ausgleichen und auch mit dem "IS" von Objektiven zusammenarbeiten. Für diesen Fall wird von Canon eine Kompensationsleistung von bis zu 8,5 Blendenwerten (7,5 am Rand) angegeben. Das automatische Fokussieren übernimmt der Dual Pixel CMOS AF der zweiten Generation, dieser arbeitet ab -6,5 EV. AF-Zonen stehen 1.053 zur Verfügung, diese decken die komplette Sensorfläche ab. Die Motiverkennung kann nicht nur Menschen und Tiere erkennen, auch Autos, Motorräder, Züge und Flugzeuge kann sie erfassen. Das macht die Motivverfolgung besonders einfach.

Einen großen Einfluss hat der neue Sensor auch auf die Videofähigkeiten der Canon EOS R6 Mark III. Die DSLM unterstützt das Open Gate-Recording, also die Aufnahme mit voller Sensorauflösung. Videos können daher bis zu 6.960 x 4.460 Pixel besitzen. Die Aufnahme erfolgt in diesem Fall mit Canons Cinema-RAW-Format mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde. Natürlich hat die Kamera aber auch klassische Aufnahme-Optionen zu bieten: In 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) sind bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde wählbar und in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) lassen sich bis zu 180 Vollbilder pro Sekunde aufzeichnen. Den Dynamikumfang gibt Canon beim Einsatz des Canon-Log-2-Profils mit bis zu 15 Blendenstufen an.

Alle Kabelschnittstellen hat Canon wie üblich an der Seite positioniert:

Zur Tonaufnahme ist wie gewohnt ein Stereomikrofon verbaut, via 3,5mm Klinkenanschlüssen lassen sich ein Mikrofon und Kopfhörer nutzen. Damit die Kamera die hohen Datenmengen ausreichend schnell abspeichern kann, setzt Canon auf einen CFexpress Typ B- sowie einen SD-Slot (UHS-II). Wer Daten drahtlos übertragen möchte, kann dies via WLAN und Bluetooth. Der USB-C-Anschluss entspricht dem 3.2 Gen 2x1-Standard und wird auch zum Laden verwendet.

Das Display lässt ausklappen und dadurch auch von vorne sehen:

Die Bildkontrolle ist bei der Canon EOS R6 Mark III unter anderem mit einem 3,69 Millionen Subpixel auflösenden Sucher möglich. Dieser vergrößert 0,76-fach und wird von einem 3,0 Zoll großen LCD ergänzt. Hier kommt ein Panel mit 1,62 Millionen Subpixel und Touchoberfläche zum Einsatz. Die dreh- und schwenkbare Konstruktion erlaubt das Einsehen des Displays hinter sowie auch vor der Kamera.

Beim Gehäuse der DSLM hat sich Canon für das Design des Vorgängermodells entschieden, die Abmessungen weichen mit 13,8 x 9,8 x 8,8cm daher nicht voneinander ab. Hier kommen Kunststoff und eine Magnesiumlegierung zum Einsatz. Auf die Waage bringt die abgedichtete Kamera 699g.

Die Canon EOS R6 Mark III wird ab dem 20. November 2025 für einen Preis von 2.799 Euro (UVP) im Fachhandel erhältlich sein.

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Autor: dkamera.de Redaktion