Wann der Chip in Kameras zum Einsatz kommen wird, ist unklar
Seit Sigma zur Photokina 2018 die Entwicklung einer Kamera mit einem Foveon-Sensor in Vollformatgröße bekanntgegeben hat, sind mittlerweile mehr als 6,5 Jahre vergangen. Der dreischichtige Foveon-Chip, der ganz anders als klassische Sensoren arbeitet, lässt damit so lange auf sich warten wie fast keine andere Technologie seit der Jahrtausendwende. Doch Sigma gibt nicht auf und arbeitet weiter an diesem Projekt.
Dies ist mehreren Interviews zu entnehmen, bei denen sich Kazuto Yamaki, CEO von Sigma, zur Thematik Foveon geäußert hat. Die technologische Entwicklung des kommenden Foveon-Sensors hat laut ihm länger gedauert als ursprünglich gedacht, da bei den Pixel-Prototypen der Sensoren (keine Bildwandler mit finalen Spezifikationen) immer wieder Designfehler festgestellt wurden. Noch ist die technologische Entwicklung nicht abgeschlossen, die letzte Phase dieser Entwicklungsstufe soll jedoch fast erreicht sein. Danach kann Sigma mit der eigentlichen Produktentwicklung beginnen.
Konkrete Zeiträume nennt Kazuto Yamaki dabei nicht, angesichts der stark verzögerten Entwicklung ist dies jedoch auch verständlich. Vermutlich werden noch mehrere Jahre ins Land gehen, bevor eine neue Foveon-Kamera mit Vollformatsensor auf den Markt kommen wird.
Dass sich Sigma der Produktion von Kameras abseits der Masse verschrieben hat, zeigt die zuletzt vorgestellte Bf. Diese setzt sich von den allermeisten Kameras nicht nur durch eine besonders abgespeckte Bedienung ab, sondern auch durch einen integrierten Speicher (256GB) und ein Gehäuse, das aus einem Aluminiumblock gefräst wird. Beim Bildwandler handelt es mit einem BSI CMOS-Sensor dagegen um klassische Hardware.