10.08.2026 - 07:44

Die GoPro MISSION 1 Actionkamera im Test (Teil 1)

Teil 1 von 3: Die technischen Daten der Actionkamera mit 1,0-Zoll-Sensor im Überblick

Im Frühjahr 2026 hatte GoPro mit den MISSION-1-Modellen neue Actionkameras vorgestellt. Neben der MISSION 1 PRO ILS, die über ein MFT-Bajonett verfügt, gehören zur Serie die klassisch gebauten MISSION 1 und MISSION 1 PRO. Nachdem wir das Spitzenmodell MISSION 1 PRO (Testbericht) schon unter die Lupe nehmen konnten, schauen wir uns in diesem Testbericht die MISSION 1 an.

Der Lieferumfang:
GoPro liefert die MISSION-1-Kameras mit einem klassischen Lieferumfang aus. Dazu gehören unter anderem ein USB-C-Kabel, zwei Halterungen und eine passende Schraube. Eine Gegenlichtblende liegt ebenso bei.

Dieses Zubehör legt GoPro der Kamera bei:

Die technischen Daten:
GoPro setzt bei allen MISSION-1-Kameras auf einen Bildwandler im 1,0-Zoll-Format. Diese Größe kennt man unter anderem von High-End-Kompaktkameras oder Smartphones. Im Vergleich mit den HERO-Black-Kameras fällt der Chip der MISSION 1 etwa 3,5-mal größer aus. Trotz der von rund 27 auf 50 Megapixel erhöhten Auflösung ergeben sich daher deutlich größere Bildpunkte. Die Kantenlänge eines Pixels gibt GoPro mit 1,6μm an, bei Aufnahmen mit Pixel-Binning sind es sogar 3,2μm.

Die MISSION 1 ist wie die anderen MISSION-Kameras mit einem 1,0-Zoll-Sensor ausgestattet:

Die Sensoren aktueller Actionkameras im Vergleich:

Maximal lassen sich mit der Actionkamera Fotos mit 8.192 x 6.144 Pixel speichern, bei Videos stellen 7.680 x 4.320 Pixel (8K) die höchste Auflösung dar. Anders als die MISSION 1 PRO erlaubt die MISSION 1 kein Open-Gate-Recording, bei 8K kann man sich zudem nur für 24, 25 oder 30 Vollbilder pro Sekunde entscheiden. In 4K-Auflösung sind mit der MISSION 1 24 bis 120 Vollbilder pro Sekunde möglich, dabei stehen das 16:9-Format (3.840 x 2.160 Pixel) und das 4:3-Format (4.000 x 3.000 Pixel) zur Wahl. Noch höhere Bildraten unterstützt die Actionkamera in Full-HD-Auflösung: Bis zu 240 Vollbilder pro Sekunde sind bei 1.920 x 1.080 Pixel sowie bei 1.920 x 1.440 Pixel wählbar. Möchte man mit der MISSION 1 vertikal filmen, kann man dies mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde in 4K- und mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde in Full-HD-Auflösung.

Die MISSION 1 bleibt allerdings nicht nur bei klassischen Aufnahmen hinter den PRO-Modellen zurück, sie verfügt auch nicht über den speziellen „Serienfoto Slo-Mo“-Modus. In puncto Bitrate (bis zu 240Mbit/s), Farbtiefe (bis zu 10-Bit) und Bildprofile (Standard, HLG und GP-Log2 mit LUT) gibt es dagegen keine Einschränkungen zu beachten. Gleich sind darüber hinaus die Videomodi der Kamera. Dazu gehören Zeitraffer/TimeWarp-Videos, Zeitlupenvideos und Videos bei wenig Licht.

Fotos erlaubt die MISSION 1 wie bereits erwähnt mit bis zu 8.192 x 6.144 Pixel. Zudem kann man sich für 4.000 x 3.000 Pixel entscheiden. Bei letzterer Auflösung hält die Actionkamera bis zu 60 Bilder pro Sekunde fest, bei voller Auflösung liegt die Grenze bei zehn Bildern pro Sekunde. Fotos lassen sich mit der Actionkamera darüber hinaus in Intervallen aufnehmen (0,5 Sekunden bis 120 Sekunden). Als Dateiformate stehen JPEG und RAW (GPR) zur Wahl, beim SuperFoto-Modus erlaubt die Kamera allerdings nur JPEGs.

Die Auswahl des Aufnahmemodus erfolgt wie gewohnt via Taste oder per Touch:

Bei der Tonaufnahme bewegt sich die MISSION 1 mit 32-Bit-Float-Aufnahmen auf dem Level der anderen MISSION-1-Kameras. Zusätzlich zu den integrierten Mikrofonen lassen sich auch externe Modelle via USB-C-Anschluss (entweder direkt oder per 3,5mm Klinkenadapter) oder kabellos via Bluetooth 5.3 anschließen. Der optional erhältliche Media-Mod bietet zudem weitere Optionen.

Für die Bildverarbeitung nutzt GoPro bei allen MISSION-1-Kameras den neuen GP3-Bildprozessor. Dieser ist deutlich leistungsfähiger als die älteren GP-Chips und arbeitet durch das 5nm-Fertigungsverfahren zugleich energieeffizienter. Dadurch soll die MISSION 1 für bis zu drei Stunden in 4K-Auflösung (30p) filmen können und auch bei 8K30p sollen noch 90 Minuten möglich sein.

Wie üblich übernimmt der Bildprozessor bei der MISSION 1 auch die Bildstabilisierung („HyperSmooth“). Die stärkste Stabilisierung, die man über die Sichtfelder-Einstellung wählt, wird als 360°-Horizontsperre bezeichnet und erlaubt das Drehen der Kamera um die eigene Achse ohne Verwacklungen. Als weitere Sichtfelder stehen „SuperView“ (nur bei 16:9), „Weit“ sowie „Linear“ zur Wahl. Die „HyperView“-Option der GoPro-HERO-Modelle wurde dagegen gestrichen.

Am Objektiv kann eine Gegenlichtblende befestigt werden:

Die Schutzlinse lässt sich bei Bedarf entfernen:

Die Brennweite der Fisheye-Optik der MISSION 1 gibt GoPro mit 16mm (KB-äquivalent) an, die Lichtstärke liegt bei F2,8. Die Schutzlinse vor dem eigentlichen Objektiv kann man bei Beschädigungen ersetzen oder auf diese Art Filter montieren.

GoPro MISSION 1 (links) und GoPro HERO13 Black (rechts) im Vergleich:

Mit dem größeren Bildwandler und dem neuen Objektiv geht natürlich auch ein verändertes Gehäuse einher. Die MISSION 1 fällt wie die MISSION 1 PRO mit Abmessungen von 8,0 x 5,2 x 4,4cm etwas größer als die älteren HERO-Modelle aus. Mit 207g ist sie zudem rund 50g schwerer.

Das größere Gehäuse nutzt GoPro auf der Rückseite für ein vergrößertes Touch-Display (2,59 Zoll), dank OLED-Technologie wird zudem auch eine deutlich bessere Wiedergabequalität erzielt. Auf der Vorderseite ändert sich dagegen nichts. Hier ist weiterhin ein 1,4 Zoll messendes LCD ohne Touchscreen verbaut.

Der Akku ist neu, aber weiterhin wechselbar. Als Speicherkarte werden microSD-Modelle genutzt:

Auf der Unterseite kann man die bekannte Halterung ausklappen:

Ein Update hat bei den MISSION-1-Kameras auch der Akku erhalten. Das neue Enduro-2-Modell besitzt eine auf 2.150mAh erhöhte Kapazität und erlaubt somit längere Laufzeiten. Die älteren Enduro-Akkus können ebenso noch genutzt werden, damit erreicht die Actionkamera aber natürlich nicht ganz so lange Laufzeiten. Zur Datenspeicherung setzt GoPro auch bei der MISSION 1 auf microSD-Speicherkarten, hier sollte man sich mindestens für die V30 Speed Class entscheiden. Die Montage der Actionkamera erfolgt mit der klassischen GoPro-Halterung oder einem 1/4-Zoll-Stativgewinde.

Im zweiten Teil unseres Testberichts der GoPro MISSION 1 gehen wir auf die Bedienung und optionales Zubehör ein.

Autor: dkamera.de Redaktion