Teil 2 von 3: Die Bedienung, die App und das Zubehör
Im ersten Teil des Testberichts der GoPro MISSION 1 sind wir auf die technischen Daten der Actionkamera eingegangen. In diesem zweiten von drei Teilen schauen wir uns die Bedienung sowie zwei optional erhältliche Fernbedienungen an.
Die Bedienung:
Da GoPro die Gehäuse bei den MISSION-1-Kameras nur leicht überarbeitet hat, ändert sich an der Bedienung der neuen Actionkameras wenig. Eingaben erfolgen wie gewohnt über zwei Tasten und das Touchscreen-Display auf der Rückseite. Die Taste auf der Oberseite der Kamera ist wie üblich vor allem für das Starten und Stoppen von Videos gedacht, die Taste an der Seite dient zum Ein- sowie Ausschalten und erlaubt die Moduswahl. Die Größe beider Tasten hat GoPro quasi nicht verändert, diese sind nun aber höher und durch einen etwas abweichenden Aufbau auch besser zu drücken.
Ein deutliches Upgrade hat zudem das rückseitige Display erhalten. Dieses fällt mit einer Diagonalen von 2,59 Zoll größer aus und bietet dank OLED-Technologie eine wesentlich bessere Bildqualität. Bei der Auflösung hat sich ebenso etwas getan, genaue Pixelwerte nennt GoPro jedoch nicht. Die Darstellung fällt insgesamt aber sichtbar besser aus. Keine Änderungen wurden dagegen am Frontdisplay vorgenommen. Hier muss man weiterhin mit einem 1,4 Zoll messenden LCD auskommen. Ein Touchscreen gibt es ebenso nicht.
In der Praxis bedient sich die GoPro MISSION 1 bis auf wenige Ausnahmen wie die älteren HERO-Modelle, zur MISSION 1 PRO gibt es gar keinen Unterschied. Neben den bereits erwähnten Eingaben via Tasten erfolgen die meisten Bedienschritte über den Touchscreen. Das Hauptmenü und den Wiedergabemodus erreicht man durch Wischen von oben nach unten bzw. von unten nach oben. Weitere Eingaben sind über die konfigurierbaren Touchtasten möglich.
Die Menüs der Kamera hat GoPro nur leicht verändert, ganz neu ist lediglich das Schnellauswahlmenü. Darüber lassen sich bestimmte Voreinstellungen besonders komfortabel zusammenstellen und wieder abrufen.
Die weiteren Optionen finden sich an den bekannten Stellen. Für generelle Optionen gibt es bei der MISSION 1 das Hauptmenü, die meisten für Fotos und Videos relevanten Einstellungen werden über das Aufnahmemenü vorgenommen. Zu den hier veränderbaren Optionen gehören die Auflösung, die Bildrate oder auch das Sichtfeld. Wer die Belichtung oder die Schärfe verändern möchte, ruft die ProTune-Einstellungen auf. Neben der Verschlusszeit lassen sich unter anderem die Sensorempfindlichkeit, die Schärfe, das Farbprofil oder auch die Entrauschung konfigurieren.
Zu den Audiooptionen gehören die Klangabstimmung (Standard oder Stimme) sowie die Windreduzierung (Auto, Aus, An). Den von früheren GoPro-Modellen bekannten Einfach-Modus gibt es bei den MISSION-1-Modellen nicht mehr, die Zielgruppe der Actionkameras wird diesen aber auch nicht benötigen.
Wie üblich kann man die MISSION 1 nicht nur mit direktem Zugriff auf das Gehäuse steuern, dies geht auch anderweitig. Auf kurze Entfernung bietet sich der Einsatz der Sprachsteuerung an. Die Actionkamera unterstützt hier die von anderen GoPro-Kameras bekannten Befehle. Deutlich mehr Optionen sind natürlich mit der Quik-App möglich. Neben zahllosen Einstellungsmöglichkeiten hat die App auch eine Liveansicht zu bieten und erlaubt das Betrachten der bereits gespeicherten Aufnahmen. Weiterhin gibt es eine Reihe von Bildbearbeitungs-Optionen.
Als Zubehör bietet GoPro für die MISSION 1 unter anderem zwei Fernbedienungen an. Eine davon nennt sich „The Remote“. Dabei handelt es sich um eine bis zu fünf Meter Tiefe wasserdichte Fernbedienung, die über drei Tasten auch rudimentäre Eingaben erlaubt. Zur Bildkontrolle eignet sich die „The Remote“ dagegen nicht, es gibt nur ein Schwarz-Weiß-LCD.
Mit einer Fernbedienung lassen sich bis zu fünf Kameras gleichzeitig steuern, die Kommunikation erfolgt energiesparend per Bluetooth Low Energy und aufgeladen wird der Akku per USB. Als maximale Reichweite gibt GoPro 60m an und tragen kann man die „The Remote“ mit einem Armband beispielsweise wie eine Uhr.
Gleiches gilt auch für die „Waterproof Shutter Remote“. Diese erlaubt abseits des Auslösens per Taste jedoch keine Eingaben. Auch bei dieser Fernbedienung wird Bluetooth Low Energy zur Datenübertragung genutzt, die maximale Reichweite liegt allerdings nur bei 20m. Wasserdicht ist die „Waterproof Shutter Remote“ bis zu fünf Meter, eine LED-Anzeige informiert über den Kamerastatus. Zur Stromversorgung wird eine Knopfzelle verwendet. Auf ein Display muss man hier komplett verzichten.
Im dritten Teil unseres Testberichts der GoPro MISSION 1 prüfen wir die Bildqualität und fassen unsere Ergebnisse zusammen.