06.06.2026 - 07:00

Die GoPro MISSION 1 PRO Actionkamera im Test (Teil 2)

Teil 2 von 3: Die Bedienung, die App und das Zubehör

Im ersten Teil des Testberichts der GoPro MISSION 1 PRO hatten wir die technischen Daten unter die Lupe genommen. In diesem zweiten von drei Teilen schauen wir uns die Bedienung sowie den Point-and-Shoot-Handgriff an, der sich für die Actionkamera optional erwerben lässt.

Die Bedienung:
GoPro hat bei seinen MISSION-1-Actionkameras verschiedene Änderungen vorgenommen. Bei der Bedienung bleibt sich das Unternehmen allerdings treu und setzt auf ein klassisches Vorgehen. Zum Einschalten und für den Moduswechsel befindet sich an der linken Seite die gut bekannte Mode-Taste. Das Starten und Stoppen von Videos sowie die Aufnahme von Fotos erfolgt zudem mit der Taste auf der Oberseite.

Die Power- und Mode-Taste befindet sich wie bei früheren Modellen an der Seite:

Die Auslösetaste ist ebenso an der bekannten Stelle auf der Oberseite zu finden:

Während die Lage der Tasten von der HERO13 Black sowie einer Reihe von anderen Kameras bekannt ist, hat sich deren Ausführung allerdings etwas verändert. Diese schauen nun etwas weiter aus dem Gehäuse heraus und lassen sich dadurch deutlich angenehmer drücken. Von Vorteil ist bei der GoPro MISSION 1 PRO zudem das neue Display. Dieses macht Eingaben durch eine Diagonale von 2,59 Zoll besser möglich und bietet dank OLED-Technologie eine wesentlich bessere Bildqualität. Die Auflösung scheint GoPro ebenso erhöht zu haben, die Darstellung fällt feiner aus.

Das Front-LCD misst 1,4 Zoll und ermöglicht die Bildkontrolle bei Vlogs und Selbstporträts:

Das rückseitige Panel ist 2,59 Zoll groß und setzt auf die OLED-Technologie:

Die allermeisten Eingaben erfolgen wie gewohnt über den Touchscreen der Actionkamera. Über die sogenannten Shortcut-Tasten lassen sich Parameter wie das Bildformat, die Auflösung oder das Sichtfeld schnell anpassen. Für umfassendere Einstellungen muss man wie üblich die Optionen am unteren Bildrand aufrufen. Hier trifft man vor allem auf bekannte Einstellungsmöglichkeiten. Neu ist unter anderem die Objektverfolgung. Diese sorgt laut GoPro für die perfekte Positionierung des Motivs. Das geht wegen des deutlich kleineren Bildwinkels allerdings auf Kosten der Qualität. Dank des hochauflösenden Sensors halten sich die Qualitätsabstriche allerdings noch im Rahmen.

Wer das Bild händisch vergrößern möchte, kann neben den unterschiedlichen Sichtfeldern den Zoom der Kamera nutzen. Zumindest bei der maximalen Zoomstufe leidet die Qualität der Aufnahmen aber schon deutlich.

Die Menüs wirken optisch etwas moderner, die Änderungen sind jedoch minimal:

Wie die älteren HERO-Kameras hat die MISSION 1 PRO diverse Optionen zu bieten:

Dazu gehören auch die "Farbe" ...

... und die Bitrate:

Neu ist bei der MISSION 1 PRO auch die Bildoptimierung. Zur Wahl stehen „Ausgewogen“, „Sport“, „Gesicht“ und „Unterwasser“. In der Praxis konnten wir keine riesigen Unterschiede feststellen, den Unterwassermodus haben wir jedoch nicht getestet. Manuell lassen sich bei der GoPro MISSION 1 PRO ebenso sehr viele Parameter einstellen. Dazu gehören neben der Verschlusszeit die Belichtungskorrektur, der Weißabgleich oder die Bewegungsunschärfe. Zu den veränderbaren Bildparametern zählen die Schärfe, die Farbe, die Entrauschung, die Bitrate, die Bit-Tiefe und das Bildprofil. Wer diese Optionen nicht verändern möchte, kann sich hier natürlich auch für die voreingestellten Werte entscheiden und erhält sehr solide Ergebnisse.

Das neue Schnellauswahlmenü sorgt für einen hohen Komfort:

Die Modi lassen sich kopieren und bearbeiten:

Sehr gut gefällt uns bei der GoPro MISSION 1 PRO das neue Schnellauswahlmenü. Dieses erlaubt den schnellen Zugriff auf bestimmte Aufnahme-Presets („Modi“), die man vor der Aufnahme zusammenstellen kann. Eine ähnliche Lösung bieten zwar auch ältere GoPro-Kameras, bei der MISSION 1 PRO ist die Umsetzung aber deutlich komfortabler und besser gelöst.

Das Hauptmenü der GoPro MISSION 1 PRO:

Neue Optionen finden sich auch bei der Audioaufnahme:

Alle allgemeinen Einstellungen sind wie üblich über das Hauptmenü der Actionkamera zu erreichen. Dieses bietet viele bekannte Optionen. Weggelassen wurde hier der Einfach-Modus, das neue Audio-Menü erlaubt dafür den vereinfachten Zugriff auf die wichtigsten Audio-Optionen sowie die angeschlossenen Mikrofone. Diese lassen sich per USB-C, mittels des Media Mods (optionales Zubehör) oder drahtlos mit der Kamera verbinden. Letzteres funktioniert per Bluetooth. Wer bereits ein Bluetooth-Mikrofon besitzt, kann dieses (mit eventuellen Qualitäts- oder Einstellungseinschränkungen) auch an der MISSION 1 PRO nutzen. Zudem bietet GoPro bald auch ein eigenes Mikrofon-Set an. Dieses umfasst zwei Sender sowie einen Empfänger und soll demnächst erhältlich sein.

Will man die GoPro MISSION 1 PRO aus kurzer Entfernung ohne direkten Zugriff steuern, steht dafür natürlich die Sprachsteuerung zur Verfügung. Die Befehle sind dabei von früheren HERO-Modellen bekannt und ermöglichen unter anderem das Starten und Stoppen von Videos, die Aufnahme von Bildern sowie das Ausschalten.

Die Quik-App von GoPro erlaubt wie gewohnt die Bildkontrolle und Fernsteuerung:

Zudem lassen sich wie gewohnt alle Aufnahme-Einstellungen verändern:

Weitere Optionen der App:

Möchte man aus der Ferne umfangreiche Einstellungen vornehmen, ist der Griff zur Quik-App notwendig. Diese hat GoPro für die 8K-Videoaufnahme tauglich gemacht. Die App bietet die bekannte Liveansicht, alle relevanten Einstellungsmöglichkeiten und natürlich kann man die Aufnahmen auf sein Mobilgerät herunterladen sowie bearbeiten.

Die GoPro MISSION 1 PRO montiert im Point-and-Shoot-Griff:

Die Kamera wird seitlich in den Rahmen eingesetzt:

Als neues Zubehörprodukt bietet GoPro für die MISSION-1-Kameras den Point-and-Shoot-Griff an. Dabei handelt es sich um ein Produkt, das aus einem Rahmen mit seitlich montierbarem Griff besteht. Mit der Kamera kommuniziert dieser nicht, zusätzliche Akkus sind ebenso nicht verbaut. Mit dem Point-and-Shoot-Griff kann man die GoPro MISSION 1 PRO dank Gummierung deutlich komfortabler festhalten und der „Auslöser“ auf der Oberseite sorgt ebenso für einen gesteigerten Aufnahmekomfort. Der Metallrahmen schützt das eigentliche Kameragehäuse darüber hinaus zusätzlich.

Der Griff sorgt für ein deutlich besseres Handling:

Der Auslöser wird beim Einsatz des Griffs per Hebel betätigt:

Zu den weiteren Features des Griffs gehören das Anbringen von Zubehör über einen Blitzschuh (Cold-Shoe) sowie die Montagemöglichkeit einer Handschlaufe oder eines Kameragurtes. Ohne montierten Griff lässt sich die Kamera zudem im Hochformat durch ein zusätzliches 1/4-Zoll-Stativgewinde befestigen.

Als Zubehör lässt sich unter anderem die magnetische Halterung verwenden:

Die MISSION 1 PRO mit magnetischer Halterung:

Als weiteres Zubehörprodukt bietet GoPro für die MISSION-1-Kameras sowie deren Enduro-2-Akku (Enduro-Modelle lassen sich auch laden) eine duale Ladeschale an. Eine magnetische Halterung gehört ebenso zum Portfolio.

Für den Enduro-2-Akku bietet GoPro ein Dual-Ladegerät an:

Im dritten Teil unseres Testberichts der GoPro MISSION 1 PRO prüfen wir die Bildqualität und fassen unsere Ergebnisse zusammen.

Autor: dkamera.de Redaktion