23.12.2025 - 08:00

Die Insta360 Go Ultra Actionkamera im Test (Teil 2)

Teil 2 von 3: Die Bedienung, die App und das Zubehör

Nachdem wir uns im ersten Teil des Testberichts der Insta360 Go Ultra unter anderem mit den Auflösungen, Bildraten und Sichtfeld-Optionen beschäftigt haben, schauen wir uns im zweiten Teil dieses Testberichts die Bedienung und das (optionale) Zubehör der modularen Actionkamera an.

Die Insta360 Go Ultra ist, wie bereits im ersten Teil dieses Testberichts erläutert, eine Actionkamera, die aus zwei Teilen besteht: dem Kameramodul und dem Action Pod. Das Kameramodul nimmt Videos und Fotos eigenständig auf, ein Teil der Funktion steht ohne den Action Pod jedoch nicht zur Verfügung. Dazu gehört unter anderem die Bildkontrolle. Diese ist zumindest auf klassischem Weg nur mit dem Display des Action Pods möglich.

Das Display dient nicht nur zur Bildkontrolle, es wird wie üblich auch für Eingaben verwendet:

Die schwenkbare Konstruktion erlaubt das Klappen um bis zu 180 Grad nach oben:

Das Display erlaubt die Bildkontrolle dabei nicht nur, wenn das Kameramodul mit dem Action Pod direkt verbunden ist, sondern auch aus der Ferne. Bis zu etwa 15 Meter kann man sich vom Kameramodul mit dem Action Pod entfernen, bevor die Übertragung abbricht. Darüber hinaus lässt sich der Action Pod als Fernbedienung nutzen.

Auf der Oberseite befindet sich eine große Record-Taste:

An der Seite liegen die Power- und die Q-Taste:

Wurde das Kameramodul im Action Pod eingesetzt, kann man mit der Go Ultra wie quasi mit jeder anderen Actionkamera arbeiten. Dafür sorgen die drei bekannten Tasten, die Insta360 auch bei anderen Actionkameras verbaut. Neben der Auslösetaste gibt es eine Taste zum Ein- und Ausschalten sowie eine Q-Taste zum Wechseln zwischen den Aufnahmemodi.

Alle weiteren Einstellungen nehmen Nutzer über den Touchscreen vor. Den Menüaufbau hat Insta360 von älteren Kameramodellen übernommen, Nutzer dieser Modelle finden sich daher sofort zurecht. Das übersichtliche Design macht aber auch neuen Nutzern keine Probleme. Das schnelle und präzise reagierende Touchscreen sowie die großen Bedienelemente sorgen zudem für einen hohen Komfort.

Der Aufbau und das Design des Menüs sind bekannt:

Auf Wunsch lassen sich die meisten Aufnahmeparameter verändern:

Dazu gehören unter anderem der Bildstil ...

... und die Sensorempfindlichkeit:

Der Aufnahmemodus kann unter anderem durch Wischen auf dem Display von links nach rechts oder umgekehrt geändert werden. Das Wischen von unten nach oben öffnet die Aufnahme-Einstellungen, zu denen unter anderem das Sichtfeld, die Auflösung und die Bildrate gehören. Durch Wischen von oben nach unten gelangt man in das Hauptmenü der Actionkamera, das allgemeine Einstellungen erlaubt. Das Wischen von links nach rechts führt in den Wiedergabemodus, umgekehrt gelangt man zu den Belichtungs- und Bildstiloptionen.

Das Hauptmenü der Insta360 Go Ultra:

Hier lassen sich unter anderem allgemeine Einstellungen vornehmen:

Betreibt man die Kameraeinheit alleine, fallen natürlich alle Eingaben über den Action Pod weg. Am Kameramodul sind Eingaben nur über eine einzige Taste vornehmbar, wenn man nicht auf andere Arten der Fernsteuerung zurückgreift. Das lange Drücken der Taste (zwei Sekunden) startet die Kamera, das kurze Drücken startet die Aufnahme.

Darüber hinaus kann man Aufnahmen auf Wunsch auch im FreeFrame-Modus beginnen. Sofern die Kamera eingeschaltet ist, lassen sich Aufnahmen ebenfalls durch das einmalige oder doppelte Drücken starten. Das lange Drücken der Taste (zwei Sekunden) schaltet die Kamera zudem wieder aus.

Aus der Ferne kann man die Actionkamera unter anderem per Gesten steuern:

Die Sprachsteuerung steht ebenso zur Verfügung:

Hier gibt es unterschiedliche Befehle:

Hat man keinen Zugriff auf die Kamera, lassen sich „Eingaben“ via Gesten oder Sprache vornehmen. Die Sprachsteuerung erfolgt auf Englisch und bietet folgende Befehle an: „Take a Photo“, „Start Recording“, „Stop Recording“, „Mark That“ und „Shutdown Camera“. Mittels Gesten können Nutzer Videos starten (Anheben der Handfläche) und Fotos aufnehmen (Victory-Zeichen zeigen).

Zur Steuerung per Smartphone oder Tablet dient die Insta360 App:

Damit lassen sich alle relevanten Parameter verändern:

Das gilt nicht nur für Videos, sondern natürlich auch für Fotos:

Deutlich mehr Optionen sind natürlich via App möglich. Diese bietet Zugriff auf sämtliche relevante Parameter sowie die Bildkontrolle. Zudem lassen sich die Aufnahmen damit umfassend nachbearbeiten. Für weitere Fernsteuerungsoptionen bietet Insta360 unterschiedliche Fernbedienungen an.

Insta 360 bietet für die Go Ultra eine Reihe von Zubehör an:

Als Zubehör bietet Insta360 für die Go Ultra eine längere Liste von Produkten an. Dazu gehört unter anderem das "Mini 2-in-1-Tripod 2.0 Remote Kit". Konkret handelt es sich dabei um einen Griff, der auch als Mini-Stativ genutzt werden kann. Dazu verfügt dieser über an der Unterseite herausziehbare Stützen. Damit lässt sich das Stativ auf glatten Oberflächen sicher abstellen. In der Hand sorgt die gummierte Oberfläche des Griffs für einen hohen Komfort, eine Schlaufe verhindert das versehentliche Fallenlassen.

Das "Mini 2-in-1-Tripod 2.0 Remote Kit" mit "Quick Release Mount" und Insta360 Go Ultra:

Am Griff kann man die Fernbedienung befestigen:

An der Unterseite lassen sich Stützen herausziehen:

Das "Mini 2-in-1-Tripod 2.0 Remote Kit" im Einsatz als Stativ:

Als weitere Funktion erlaubt das "Mini 2-in-1-Tripod 2.0 Remote Kit" das Fernsteuern der Kamera mittels einer kleinen Fernbedienung. Nutzt man diese nicht, kann man an deren Stelle zudem eine kleine Box verstauen, die microSD-Karten aufnimmt. Dieses Ausstattungspaket kann sich sehen lassen und machte im Test einen sehr guten Eindruck.

Der "Quick Release Mount" wird zur Montage benötigt:

Der Insta360 "Pivot Stand":

Der Insta360 "FOMO Flexi Mount":

Der Akku lässt sich über den USB-C-Port des "FOMO Flexi Mount" aufladen:

Zur Montage der Insta360 Go Ultra wird am "Mini 2-in-1-Tripod 2.0 Remote Kit" der "Quick Release Mount" benötigt. Mittels ihm kann man die Kamera zudem an weiteren Zubehörartikeln montieren. Will man das Kameramodul um den Hals tragen, geht dies unter anderem mit dem "FOMO Flexi Mount". Dieser erlaubt durch den vorhandenen USB-Port und die Schnittstelle zudem das Aufladen des Akkus. Zur Montage an anderen Gegenständen bietet Insta360 den "Pivot Stand" an. Dieser verfügt auf der Unterseite über ein Klebepad, das auf glatten Oberflächen haftet.

Für eine bessere Tonqualität bietet Insta360 das "Mic Air" an. Dieses wiegt nur 7,9g und erreicht laut Datenblatt trotzdem eine Akkulaufzeit von bis zu zehn Stunden. Zum Paket gehören unter anderem eine Transporttasche, eine Ladeschale, ein Klipp zur Montage und ein Windshield. Verbunden wird das Mikrofon über das Hauptmenü der Go Ultra, zu anderen Actionkameras ist es ebenso kompatibel. Im Test ließ sich die Audio-Qualität mit dem Mic Air in den meisten Situationen verbessern, andere Mikrofone liefern aber noch eine höhere Tonqualität. In Relation zur Größe und dem Preis ist das "Mic Air" für den Anfang aber durchaus eine gute Wahl.

Beim "Mic Air" liefert Insta360 zahlreiches Zubehör mit:

Das Mikrofon ist so groß wie eine 1-Euro-Münze (jedoch deutlich tiefer) und wiegt nur 8g:

Zum Aufladen liegt eine Mini-Ladeschale bei:

Als weiteres Zubehörprodukt gibt es den "2-in-1" Cardreader + Case". In diesem kann man eine SD- und drei microSD-Karten verstauen sowie Fotos und Videos kabelgebunden an ein Gerät mit USB-C-Schnittstelle übertragen. Das "2-in-1" Cardreader + Case" wiegt dabei nur 55g und misst lediglich 6,0 x 6,3 x 2,0cm.

Der Insta360 "2-in-1" Cardreader + Case":

Dabei handelt es sich um eine Box mit Kartenleser und Steckplätzen:

Im dritten Teil unseres Testberichts der Insta360 Go Ultra nehmen wir unter anderem die Bildqualität der Actionkamera unter die Lupe.

Autor: dkamera.de Redaktion