12.12.2025 - 08:14

Die Insta360 X4 Air 360-Grad-Kamera im Test (Teil 1)

Teil 1 von 3: Die technischen Daten im Überblick

360-Grad-Kameras haben in den letzten Jahren deutlich an Popularität gewonnen. Das liegt neben verbesserten Software-Funktionen auch an der deutlich gesteigerten Bildqualität. Da ältere Modelle mittlerweile zudem günstiger erworben werden können, sind 360-Grad-Kameras für eine größere Zielgruppe erschwinglich. An Personen mit etwas geringerem Budget richtet sich Insta360 nun mit der X4 Air. Diese startet bei 399,00 Euro (UVP des Standard-Bundles), bietet aber trotzdem eine lange Feature-Liste. Wir haben uns die Kamera ins Testlabor geholt.

Der Lieferumfang:
Wer das Standard-Bundle der Insta360 X4 Air erwirbt, bekommt neben der Kamera eine Transporthülle und ein USB-C-Kabel zum Datenaustausch sowie zum Aufladen des Akkus in der Kamera.

Dieses Zubehör liegt der Insta360 X4 Air beim Standard-Bundle bei:

Die technischen Daten:
Die Insta360 X4 Air ist – wie der Name bereits verrät – unterhalb des aktuellen Flaggschiffs Insta360 X5 angesiedelt. Die technische Ausstattung der neuesten Kamera aus dem Hause Insta360 kann mit der X5 daher nicht mithalten. Das Kürzel „Air“ im Namen der Insta360 X4 Air weist auf das leichtere Gewicht und die kompakteren Abmessungen der 360-Grad-Kamera hin. Sie misst nur 4,6 x 11,4 x 3,7cm und bringt 165g auf die Waage. Im Vergleich zur X5 spart man somit rund 35g ein. Der Schutz vor Staub und Wasser bleibt allerdings erhalten, die Kamera kann ohne Gehäuse bis zu 15m tief tauchen. Daneben lässt sie sich bis minus 20 Grad Celsius einsetzen.

Die Bauform ist von früheren X-Modellen bekannt, die X4 Air ist ebenso abgedichtet:

Eingaben erfolgen über drei Tasten und das Touchscreen-Display:

Von der X5 sowie früheren Modellen wurde die längliche Bauform übernommen, die Bedienung erfolgt mittels drei Tasten und über das Touchscreen des Displays. Den Akku und die Speicherkarte setzt man ebenso wie gewohnt ein. Der wechselbare Akku wird standardmäßig in der Kamera via USB-C aufgeladen, das 2.010mAh starke Lithium-Ionen-Modell erlaubt laut Herstellerangabe bis zu 88 Minuten lange Aufnahmen in 8K.

Die verwendeten microSD-Modelle sollten bei der X4 Air mindestens die SpeedClass V30 besitzen und können bis zu 1TB groß sein. Drahtlos sendet die Kamera Daten via WLAN und Bluetooth, darüber erfolgt zudem die Steuerung per App oder mittels einer Fernbedienung.

Der Akku lässt sich entnehmen, als Datenspeicher kommen microSD-Modelle zum Einsatz:

Über USB-C erfolgt der Datenaustausch sowie das Aufladen des Akkus in der Kamera:

Zur Bildaufnahme nutzt die 360-Grad-Kamera zwei Bildwandler der 1/1,8-Zoll-Klasse, die Fisheye-Objektive werden mit einer Brennweite von 6,4mm und einer Lichtstärke von F1,95 angegeben. Wie bei der Insta360 X5 lassen sich die Linsen bei Beschädigungen vom Nutzer selbstständig wechseln, das Einschicken der Kamera an den Hersteller wird dadurch überflüssig. Dies spart Zeit sowie Geld und kann im Falle der Fälle von großem Vorteil sein.

Wie alle 360-Grad-Kameras besitzt auch die X4 Air zwei gegenüberliegende Objektive:

Die äußeren Linsen können Nutzer selbstsändig wechseln:

Fotos nimmt die Insta360 X4 Air mit bis zu 29 Megapixel (7.680 x 3.840 Pixel) im JPEG- sowie RAW-Format auf, Videos lassen sich mit unterschiedlichen Auflösungen und Bildraten aufzeichnen. In 8K (7.680 x 3.840 Pixel) sind bis zu 30 Vollbilder pro Sekunde, in 6K (6.016 x 3.008 Pixel) bis zu 50 Vollbilder pro Sekunde und in 4K (3.840 x 1.920 Pixel) ebenfalls bis zu 50 Vollbilder pro Sekunde möglich.

Die Active-HDR-Funktion steht allerdings nur bei bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde zur Verfügung, gleiches gilt für die Adaptive-Tone-Funktion. Beide Technologien erlauben das Verbessern der Belichtung. Die Bit-Tiefe der Aufnahmen liegt stets bei 8-Bit, 10-Bit sind nicht wählbar.

Als Aufnahmemodi hat die Insta360 X4 Air „Video“, „InstaFrame“, „Zeitraffer“, „TimeShift“, „Loop-Aufnahme“ und den Straßenmodus zu bieten, bei Fotos stehen „Foto“, „Intervall“, „Starlapse“ und „Serie“ zur Wahl. Als höchste Bildrate sind dabei unter anderem fünf Aufnahmen pro Sekunde möglich.

Die Insta360 X4 Air filmt mit bis zu 8K-Auflösung und speichert Fotos mit 29 Megapixel:

Wer nur ein Objektiv der Actionkamera nutzen möchte, kann sich für 4K (3.840 x 2.160 Pixel), 2,7K (2.720 x 1.536 Pixel) oder Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) entscheiden. Daneben gibt es den FreeFrame-Modus für Videos im 1:1-Format (bis zu 3.840 x 3.840 Pixel), einen Ich-Modus und die Loop-Aufnahme. Da die Kamera hier nur einen klassischen Bildbereich aufzeichnet, lässt sich natürlich auch zwischen den bekannten Sichtfeld-Optionen „MegaView“, „ActionView“, „UltraWide“, „Dewarp“ und „Linear“ wählen.

Auf der Unterseite befindet sich ein 1/4-Zoll-Gewinde:

Für ruhige Aufnahmen in allen Lebenslagen sorgt bei der Insta360 X4 Air die FlowState-Stabilisierung, die 360-Grad-Horizontsperre hält den Horizont dabei auch bei starken Drehungen der Kamera gerade. Zudem ist die X4 Air dazu in der Lage, den verwendeten Selfie-Stick aus den Aufnahmen herauszurechnen. Apropos Selfie-Stick: Dieser wird per 1/4-Zoll-Gewinde mit der Kamera verschraubt.

Im zweiten Teil des Tests der Insta360 X4 Air gehen wir auf die Bedienung per App und optionales Zubehör ein.

Autor: dkamera.de Redaktion