15.12.2025 - 07:57

Die Insta360 X4 Air 360-Grad-Kamera im Test (Teil 2)

Teil 2 von 3: Die Bedienung, die App und das Zubehör

Nachdem wir uns im ersten Teil dieses Testberichts der Insta360 X4 Air mit dem Gehäuse und den technischen Daten beschäftigt hatten, nehmen wir in diesem zweiten Teil die Bedienung und unterschiedliches optionales Zubehör unter die Lupe.

Die Bedienung:
Die Insta360 X4 Air ist eine 360-Grad-Kamera auf Basis der X4 bzw. X5. Obwohl sie ein etwas kleineres und leichteres Gehäuse besitzt, ergeben sich hinsichtlich der Bedienung nur geringe Unterschiede. Diese sind auf die weggefallene Menütaste zurückzuführen. Unterhalb des Displays gibt es daher nur noch die Aufnahme-Taste, das Menü wird standardmäßig mit der Q-Taste aufgerufen. Daneben ist eine klassische Power-Taste zum Ein- und Ausschalten der Kamera verbaut.

Zwei der drei Tasten liegen bei der Insta360 X4 Air an der Seite:

Die meisten Eingaben erfolgen per Touchscreen, die dritte Taste liegt genau darunter:

Die allermeisten Eingaben erfolgen wie bei den bereits länger erhältlichen Modellen der X-Serie über den Touchscreen. Durch Wischen vom unteren Rand nach oben werden die Aufnahme-Einstellungen geöffnet, beim Wischen vom oberen Rand nach unten öffnet sich das Hauptmenü der X4 Air.

Wischt man vom linken Bildschirmrand nach rechts, wechselt die Kamera in den Wiedergabemodus und durch Wischen von rechts nach links rufen Nutzer die erweiterten Aufnahmeoptionen auf. Diese erlauben ( abhängig vom gewählten Modus) unter anderem das Verändern des Bildstils, der Belichtung und des Weißabgleichs. Wer die Verschlusszeit und die Sensorempfindlichkeit anpassen möchte, muss zu den manuellen Einstellungen wechseln.

Das Design der Menüs ist von anderen 360-Grad-Kameras der X-Serie bekannt:

Neben zahlreichen Aufnahme-Modi gibt es auch diverse Auflösungs- und Bildraten-Optionen:

Fotos lassen sich mit 29 Megapixel speichern, das geht auch als RAW-Datei:

Beim Einsatz eines Objektivs sind Videos auf 4K begrenzt:

Wie bei der Insta360 X5 sind Eingaben über den Touchscreen der X4 Air sehr gut möglich, große Bedienfelder und eine präzise arbeitende Touchscreenoberfläche sorgen für einen hohen Komfort. Über den Touchscreen kann man zudem den angezeigten Bildbereich ändern sowie zwischen der vorderen und der rückseitigen Linse wechseln.

Zu den weiteren Optionen gehören unter anderem der Bildstil ...

... sowie die Verschlusszeit und die Sensorempfindlichkeit:

Für allgemeine Einstellungen gibt es ein zusätzliches Hauptmenü:

Will man die Insta360 X4 Air aus der Ferne steuern, gibt es dafür mehrere Optionen. In der Nähe lässt sich dafür die Gesten- oder Sprachsteuerung nutzen. Die Gestensteuerung erlaubt allerdings nur das Starten von Videos (Anheben der Handfläche) und das Aufnehmen von Fotos (Victory-Zeichen zeigen).

Per Sprache gibt es noch etwas mehr Optionen. Angeboten werden „Take a Photo“, „Start Recording“, „Stop Recording“, „Mark That“ und „Shutdown Camera“. Auf Deutsch lässt sich die Kamera per Sprache nicht steuern. Angesichts der Einfachheit der Befehle stellt dies jedoch effektiv kein Problem dar.

Aus der Ferne lässt sich die Insta360 X4 Air mittels Gesten oder auch per Sprache steuern:

Die Sprachsteuerung kann allerdings nur auf Englisch erfolgen:

Noch wesentlich mehr Einstellungen lassen sich per App vornehmen. Damit haben Nutzer Zugriff auf alle relevanten Parameter und können aus der Ferne auch die Bildkontrolle vornehmen. Das geht darüber hinaus mit den Fernbedienungen von Insta360. Grundsätzlich können uns alle Steuerungsoptionen überzeugen, die App bietet aber den höchsten Komfort. Damit kann man die Aufnahmen zudem umfassend nachbearbeiten.

Die Insta360-App bietet eine gute Liveansicht ...

... und viele Aufnahme-Optionen:

Auf die Helligkeit und weitere Aufnahme-Parameter kann man ebenso Einfluss nehmen:

Zu den Optionen gehören nicht nur das Anpassen der Helligkeit oder das Kürzen von Videos, auch das Reframing (Wahl des Bildausschnitts) ist möglich. Durch zahlreiche Automatiken kann man Personen dabei automatisch verfolgen lassen. Wer in möglichst kurzer Zeit ansprechende Ergebnisse erhalten möchte, profitiert von den zahlreichen Features der App ungemein.

Zudem kann man sich für den automatisierten Upload der Dateien entscheiden. Aufgrund der großen Datenmengen kommt dafür aber effektiv nur eine stationäre WLAN-Verbindung infrage. Ein einminütiges 8K-Video belegt beispielsweise rund 1,5GB.

Beim Nachbearbeiten der Aufnahmen stehen viele Automatiken zur Verfügung:

Unter anderem kann man Videos zuschneiden und den Bildausschnitt festlegen:

Die aufgenommenen Bilder lassen sich ebenso bearbeiten:

Insta360 beschränkt Bearbeitungen aber nicht nur auf die App, es gibt auch eine passende Desktop-Software. Diese nennt sich Insta360 Studio und wurde im Laufe der letzten Jahre immer weiter ausgebaut. Insta360 Studio bietet einen sehr großen Funktionsumfang und bringt wie die App zahlreiche Automatikfunktionen mit. Ein Klick reicht für die Wahl des richtigen Bildausschnitts oftmals aus, Bearbeitungen lassen sich schnell kontrollieren. Eine bessere Desktop-Software zum Bearbeiten von 360-Grad-Dateien findet sich ohne die Ausgabe weiteren Geldes zweifellos nicht. Als einziges Manko ist die fehlende Möglichkeit zum Bearbeiten der RAW-Fotos zu nennen. Hierfür muss man auf andere Programme zurückgreifen. Ein paar Funktionen der Studio-Software haben wir im zweiten Teil des Testberichts der Insta360 X5 vorgestellt.

Als optionales Zubehör lassen sich unter anderem Selfie-Sticks erwerben:

Optionales Zubehör (Auswahl):
Wie mittlerweile bei Actionkameras (klassische Modelle und 360-Grad-Kameras) üblich, ist auch für die X4 Air eine Reihe von unterschiedlichem Zubehör erhältlich. Dieses gehört teilweise zu den diversen Paketen, in denen sich die Kamera erstehen lässt, oder kann optional erworben werden.

Der Invisible Selfie-Stick ist kompakt und leicht, aber trotzdem bis zu 114cm lang:

Unter anderem bietet Insta360 zwei Selfie-Sticks an. Der Invisible Selfie-Stick wiegt nur 123g und ist beim Transport lediglich 23cm lang. Man kann ihn jedoch auf bis zu 114cm ausfahren und damit Aufnahmen aus anderen Perspektiven erstellen. Die verwendete Aluminiumlegierung sorgt beim Invisible Selfie-Stick für eine hohe Robustheit, die teilweise gummierte Oberfläche für ein gutes Handling.

Der Extended Selfie-Stick fällt deutlich größer aus, lässt sich aber auf bis zu 3m ausfahren:

An beiden Sticks wird die X4 Air mittels Gewinde angeschraubt:

Der Griff des Extended Selfie-Sticks liegt gut in der Hand:

Für Aufnahmen aus „großer“ Höhe gibt es zudem den Extended Edition Selfie-Stick. Dieser ist maximal ausgefahren drei Meter lang und trotzdem nur 365g schwer. Das ermöglicht eine Kohlefaser-Konstruktion, die auch bei der maximalen Auszugslänge vergleichsweise stabil ausfällt.

Beim Transport misst der Extended Edition Selfie-Stick nur 36cm und passt daher auch in etwas größere Rucksäcke. Festhalten kann man ihn durch das griffige Material an der Unterseite jederzeit problemlos, bei vollem Auszug sollte man aber natürlich Vorsicht walten lassen.

Mit der Lens Cap kann man die Linsen beim Transport vor Beschädigungen schützen:

Zum Schutz der Objektive kann man unter anderem die Lens Cap erstehen. Diese wird aus Silikon gefertigt und schützt die Linsen vor Kratzern oder anderen Beschädigungen. Wer die Insta360 X4 Air nicht im Rucksack transportiert oder anderweitig schützt, sollte über den Erwerb der Lens Cap nachdenken.

Im dritten Teil unseres Testberichts der Insta360 X4 Air nehmen wir unter anderem die Bildqualität der 360-Grad-Kamera unter die Lupe.

Autor: dkamera.de Redaktion