Die Serie umfasst das Loxia 21mm F2,8, 25mm F2,4, 35mm F2, 50mm F2 und das 85mm F2,4
Nachdem es jahrelang keine Neuigkeiten zu Foto-Objektiven von Zeiss gegeben hatte, stellte das Unternehmen im Frühjahr 2025 die Otus-ML-Serie vor. Neue Modelle anderer Serien scheint Zeiss dagegen nicht zu planen, das Angebot wird sogar noch kleiner. Das resultiert aus dem Ende der Produktion der Loxia-Objektive. Diese Information gab allerdings nicht Zeiss selbst preis, sondern Kenko Tokina. Das japanische Unternehmen hat die Loxia-Objektive von Zeiss nämlich als Auftragsfertiger produziert.
Betroffen sind auf jeden Fall die Modelle Zeiss Loxia 21mm F2,8, Loxia 25mm F2,4, Loxia 50mm F2 und Loxia 85mm F2,4, das Loxia 35mm F2 ist hingegen nicht aufgeführt. Die genannten Loxia-Objektive lassen sich teilweise noch im Handel erstehen, viele Händler mit lagernden Exemplaren gibt es jedoch nicht mehr. Demnächst dürften die Objektive dann komplett vom Markt verschwinden, denn Zeiss wird die Produktion auch an kein anderes Unternehmen übergeben.
Dass Unternehmen Objektive von anderen Firmen entwickeln oder fertigen lassen, ist in der Branche keine Neuigkeit. Die japanischen Kamera- und Objektivhersteller sind mal über weniger und mal über mehr Ecken miteinander verbunden. So ist Sony als Beispiel mit knapp 15 Prozent der größte Anteilseigner von Tamron, was eine gewisse Zusammenarbeit vermuten lässt. Tamron wiederum kooperiert mit Nikon. Das zeigen unter anderem die zu den Tamron-Objektiven sehr ähnlichen Modelle Nikkor Z 17-28mm F2,8, Nikkor Z 28-75mm F2,8 und Nikkor Z 70-180mm F2,8.
Und auch außerhalb von Japan greift man mutmaßlich gerne auf die Technologie der japanischen Unternehmen zurück. Der optische Aufbau mancher Zoom-Objektive von Leica (Super Vario Elmarit-SL 14-24mm F2,8 Asph., Vario-Elmarit-SL 24-70mm F2,8 Asph. und Vario-Elamrit 70-200mm F2,8 Asph.) ähnelt als Beispiel sehr stark den Pendants von Sigma.