13.09.2024 - 09:01

Digital, aber ohne Display: Leica präsentiert die M11-D

Messsucherkamera mit 60 Megapixel, 256GB Speicher und Unterstützung des C2PA-Standards

Leica hat mit der M11-D das Nachfolgemodell der M10-D angekündigt. Wie das Vorgängermodell verfügt auch die M11-D über kein Display und bietet damit keine Möglichkeit zur direkten Bildkontrolle nach der Aufnahme. Dies soll laut Leica für die Fokussierung auf die elementaren Aspekte der Bildgestaltung sorgen. Während der Aufnahme gibt es allerdings keinen allzu großen Unterschied, auf den Messsucher (0,73-fache Vergrößerung) zum Festlegen des Bildausschnitts und zum Prüfen der Schärfe wird schließlich nicht verzichtet.

Bei der Aufnahme-Hardware greift Leica auf die Technik der M11 zurück. Folglich ist ein 36 x 24mm großer BSI CMOS-Sensor mit 60,2 Megapixel verbaut. Als Auflösungen stehen 60, 36 und 18 Megapixel zur Wahl, Bilder lassen sich im JPEG- und DNG-Format speichern. Während Fotografen bei 60 Megapixel Aufnahmen mit einer besonders guten Detailwiedergabe erhalten, profitiert man durch die Triple Resolution Technologie bei 36 und 18 Megapixel von einem geringeren Bildrauschen und einem höheren Dynamikumfang.

Zur Bildkontrolle steht nur der Messsucher zur Verfügung:

Der Sensorempfindlichkeitsbereich der M11-D beginnt bei ISO 64 und reicht bis ISO 50.000, Serienaufnahmen sind mit bis zu fünf Bildern pro Sekunde bei voller Auflösung möglich. Ein Maestro III-Prozessor übernimmt bei der Leica M11-D die Bildverarbeitung, der Pufferspeicher der Kamera ist 3GB groß. Darüber hinaus steht ein integrierter Speicher mit 256GB zur Verfügung. Wer noch mehr Speicher benötigt, kann eine SD-Karte verwenden.

Die Belichtung lässt sich bei der Leica M11-D per mechanischem Verschluss (60 Minuten bis 1/4.000 Sekunde) oder elektronischem Verschluss (60 Minuten bis 1/16.000 Sekunde) steuern, zusätzlich zu den klassischen Aufnahmemodi unterstützt die Kamera Intervallaufnahmen und Belichtungsreihen. Als Blitzsynchronzeit gibt Leica für die M11-D 1/180 Sekunde an, für externe Blitzgeräte ist ein Zubehörschuh verbaut.

Die Oberseite der Leica M11-D:

Drahtlos kann die Kamera mit Mobilgeräten über WLAN und Bluetooth kommunizieren, der USB-C-Port dient zum Anschluss an einen Computer und zum Aufladen des Akkus (1.800mAh, 7,4V) in der Kamera. Wie schon die Leica M11-P unterstützt auch die M11-D die Content Credentials Technologie der Content Authenticity Initiative. Dadurch lässt sich die Echtheit eines Fotos einfach überprüfen.

Das 13,9 x 3,9 x 8,0cm große Gehäuse der Leica M11-D besteht aus Magnesium sowie Aluminium und bringt 539g auf die Waage. Bei der Belederung wird Kunstleder verwendet. Im Fachhandel und bei Leica kann die M11-D ab sofort für eine unverbindliche Preisempfehlung von 9.359 Euro erworben werden.

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Autor: dkamera.de Redaktion