19.08.2026 - 07:51

Drei kompakte Travel-Vlogging-Kameras im Vergleich (Teil 1)

Teil 1 von 3: Insta360 Luna Ultra vs. DJI Osmo Pocket 4P vs. DJI Osmo Pocket 4


v.l.n.r.: Insta360 Luna Ultra, DJI Osmo Pocket 4P und DJI Osmo Pocket 4

Die sogenannten Gimbal- bzw. Travel-Vlogging-Kameras haben sich in der letzten Zeit zu den beliebtesten Kameras überhaupt entwickelt. Das liegt an den unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten und speziellen Features dieser Kameraklasse. In diesem Vergleich stellen wir die Luna Ultra von Insta360 der Osmo Pocket 4P sowie der Osmo Pocket 4 von DJI gegenüber. Die ersten beiden Modelle sind mit zwei Kameras ausgestattet, die Osmo Pocket 4 besitzt nur eine Kamera.

Zu unseren Einzeltestberichten gelangen Sie über folgende Links:
Testbericht der Insta360 Luna Ultra
Testbericht der DJI Osmo Pocket 4P
Testbericht der DJI Osmo Pocket 4

Die technischen Daten:
DJI hat mit seinen Modellen der äußerst erfolgreichen Osmo-Pocket-Serie den Standard im Segment der Gimbal-Kameras gesetzt. Alle anderen Hersteller, unter anderem auch Insta360, haben sich bei ihren Modellen daran orientiert. Grundsätzlich bestehen alle Kameras dieser Bauart aus der per Gimbal stabilisierten Kamera-Einheit und einem großen Griff, der zum Festhalten sowie zur Bedienung verwendet wird. Folglich fallen unsere drei Testmodelle doch sehr ähnlich aus. Die Insta360 Lunar Ultra misst 17,0 x 5,3 x 3,9cm und ist 233g schwer, die DJI Osmo Pocket 4P ist 16,0 x 6,3 x 3,4cm groß und bringt 230g auf die Waage und die Osmo Pocket 4 fällt mit 14,4 x 4,4 x 3,4cm am kleinsten sowie mit 191g auch am leichtesten aus. Dies ist natürlich auf die unterschiedliche Anzahl an Kameras zurückzuführen.

Die Luna Ultra besitzt das längste Gehäuse, die Pocket 4 ist am kleinsten:

v.l.n.r.: Insta360 Luna Ultra, DJI Osmo Pocket 4P und DJI Osmo Pocket 4

Die DJI Osmo Pocket 4 verfügt nur über eine Weitwinkelkamera mit 1,0-Zoll-Sensor. Die Brennweite des Objektivs liegt bei 20mm (KB-äquivalent), dessen Lichtstärke bei F2. Eine Kamera mit sehr ähnlichen Spezifikationen ist auch bei der Osmo Pocket 4P verbaut. Auch hier kommt ein Sensor dieser Größe zum Einsatz, es handelt sich allerdings um ein Modell mit LOFIC-Technologie. Ein zusätzlicher Kondensator sorgt hier für einen größeren Dynamikumfang. Beide Hauptkameras (= effektiv Ultraweitwinkelkameras) der DJI-Produkte nehmen Fotos mit bis zu 7.680 x 4.320 Pixel bzw. 6.144 x 6.144 Pixel auf, das geht im JPEG- und RAW-Format.

Die Luna Ultra und die Pocket 4P verfügen über zwei Kameras, die Pocket 4 besitzt nur eine:

v.l.n.r.: Insta360 Luna Ultra, DJI Osmo Pocket 4P und DJI Osmo Pocket 4

Videos kann man zudem mit bis zu 3.840 x 2.160 Pixel (4K) und 24 bis 240 Vollbildern pro Sekunde aufzeichnen, Hochkant-Aufnahmen sind mit bis zu 3K (1.728 × 3.072 Pixel und maximal 60p) möglich. Unterstützt werden darüber hinaus 10-Bit und flache Bildprofile (D-Log und D-Log2). Das gilt allerdings nur für die Hauptkamera der Pocket 4P, die Telekamera unterstützt kein D-Log2. Dies dürfte auf den hier verbauten Bildwandler zurückzuführen sein. Es handelt sich um ein Modell der 1/1,3-Zoll-Klasse ohne LOFIC-Technologie. Maximal kann man mit der Telekamera in 4K filmen, die höchste Bildrate liegt mit 200 Vollbildern pro Sekunde leicht unterhalb der Bildrate der Ultraweitwinkelkamera.

Die Sensorengrößen verschiedener Gimbal-Kameras im Vergleich:

Die Luna Ultra von Insta360 nutzt bei der Hauptkamera ebenfalls einen Sensor der 1,0-Zoll-Klasse, beim Objektiv handelt es sich um ein zusammen mit Leica entwickeltes 20mm-Modell (KB) mit einer Lichtstärke von F1,8. Bei der Telekamera wird ein 1/1,3-Zoll-Chip verwendet, das 60mm-Objektiv besitzt eine Blende von F2. Videoaufnahmen sind mit bis zu 7.680 x 4.320 Pixel möglich, als höchste Bildrate kann man sich hier für 30 Vollbilder pro Sekunde entscheiden. In 4K-Auflösung stellen 120 Vollbilder pro Sekunde die maximale Bildrate dar und in Full-HD sind bis zu 240 Vollbilder pro Sekunde möglich. Bei vertikalen Videos stellen dagegen 1.728 x 3.072 Pixel (sowie max. 60p) die höchste Auflösung dar.

Für HDR-Aufnahmen wird von der Luna Ultra der Dolby-Vision-Standard unterstützt und mittels I-Log steht ein flaches Bildprofil zur Verfügung. Während man bei der Videoaufnahme auf klassische Videos, Zeitraffer oder Zeitlupen zurückgreifen kann, stehen Fotografen unterschiedliche Panorama-Funktionen zur Verfügung. Damit kann man bis zu 200 Megapixel umfassende Aufnahmen erstellen. Standardmäßig sind die Bilder 7.040 x 5.288 Pixel oder 6.144 x 6.144 Pixel groß.

Die OLED-Displays mit Touchscreen erlauben neben der Bildkontrolle auch Eingaben:

v.l.n.r.: Insta360 Luna Ultra, DJI Osmo Pocket 4P und DJI Osmo Pocket 4

Zur Bildkontrolle sind alle drei Gimbal-Kameras mit einem 2,0 Zoll messenden OLED-Display ausgestattet. Dieses löst rund 556 x 314 Pixel auf und lässt sich für vertikale Aufnahmen schwenken. Gleichzeitig unterstützen die Panels Eingaben per Touch und ermöglichen das Einschalten der Travel-Vlogging-Kameras. Während das Display bei der Osmo Pocket 4 und Pocket 4P fest am Gehäuse verbaut ist, lässt es sich bei der Luna Ultra in Form des Touchscreen-Moduls abnehmen. Da hier ein eigener Akku (210mAh) verbaut ist, bringt die Kamera von Insta360 quasi eine eigene Fernbedienungseinheit mit. Bei den DJI-Modellen muss man dafür auf Zubehörprodukte zurückgreifen.

An der Unterseite befindet sich jeweils der USB-C-Port:

v.l.n.r.: Insta360 Luna Ultra, DJI Osmo Pocket 4P und DJI Osmo Pocket 4

Mittels microSD‑Slot lässt sich der integrierte Speicher erweitern:

v.l.n.r.: Insta360 Luna Ultra, DJI Osmo Pocket 4P und DJI Osmo Pocket 4

Apropos Akku: Dieser besitzt bei der Luna Ultra eine Kapazität von 1.550mAh und bei der Pocket 4 sowie Pocket 4P eine Kapazität von 1.545mAh. Aufgeladen werden die Akkus jeweils über einen USB-C-Port, das Wechseln ist nicht möglich. Als Datenspeicher gibt es interne Speicher mit 47GB (Luna Ultra) und 103GB (Pocket 4P) bzw. 107GB (Pocket 4), ergänzend lassen sich microSD-Karten nutzen. Hier sollte man auf Modelle mit der Speedclass V30 zurückgreifen.

Die Stabilisierung erfolgt bei den Travel-Vlogging-Kameras per 3-Achsen-Gimbal. Dadurch sind unverwackelte Aufnahmen auch im Gehen möglich. Die Gimbal-Systeme, die sehr ähnliche Spezifikationen besitzen (neigen um rund 180 Grad, rollen um circa 90 Grad und schwenken um etwa 260 Grad) erlauben zudem die Motivverfolgung, das schnelle Drehen in die Selfie-Position sowie auch manuelle Bewegungen.

Die Gimbal-Systeme sorgen für die Stabilisierung und erlauben zudem das Drehen der Kamera:

v.l.n.r.: Insta360 Luna Ultra, DJI Osmo Pocket 4P und DJI Osmo Pocket 4

Im zweiten Teil unseres Vergleichstestes der Luna Ultra, der Osmo Pocket 4P und der Osmo Pocket 4 gehen wir im Detail auf die Bedienung der Gimbal-Kameras sowie deren Aufnahmemodi ein.

Autor: dkamera.de Redaktion