26.05.2026 - 15:00

Ersteindruck der Actionkamera GoPro MISSION 1 PRO

Mit 50 Megapixel 1,0-Zoll-Sensor, 8K60p-Videoaufnahme, 960 Bildern/Sek. Zeitlupe und OLED

GoPro hat mit der Vorstellung der MISSION-1-Kameras eine neue Zeitrechnung gestartet. Nun stellen nicht mehr die HERO-Black-Modelle die Speerspitze im Actionkamera-Portfolio dar, die das Unternehmen seit vielen Generationen anbietet. Neben der MISSION 1 gehören zur neuen Serie auch die MISSION 1 PRO und die MISSION 1 PRO ILS. Letztere wird ab dem dritten Quartal erhältlich sein, die anderen beiden Modelle kann man schon jetzt erwerben. In diesem Ersteindruck-Artikel schauen wir uns die GoPro MISSION 1 PRO an.

Die MISSION 1 PRO ist GoPros neues Spitzenmodell mit fest verbautem Objektiv. Diese unterscheidet sich optisch nicht von der MISSION 1, unterstützt aber höhere Auflösungen und Bildraten. Die MISSION 1 PRO ILS filmt hingegen mit den gleichen Bildraten wie die MISSION 1 PRO, verfügt jedoch über ein Micro-Four-Thirds-Bajonett. Dadurch lassen sich alle MFT-Objektive nutzen. In der Praxis ist jedoch zu beachten, dass mangels elektronischer Kontakte keine Kommunikation mit der Optik stattfindet. Daher ist es unter anderem nicht möglich, den Fokus oder die Blende über die MISSION 1 PRO ILS zu verändern.

Die Sensoren aktueller Actionkameras im Vergleich:

Bei allen Kameras der MISSION-1-Serie, und somit natürlich auch der MISSION 1 PRO, nutzt GoPro einen Bildwandler der 1,0-Zoll-Klasse. Dieser speichert Fotos mit bis zu 50 Megapixel (8.192 x 6.144 Pixel) und erlaubt Videoaufnahmen mit bis zu 8K-Auflösung. Die MISSION 1 PRO unterstützt dabei wie die MISSION 1 PRO ILS Open-Gate-Aufnahmen im 4:3-Format (7.680 x 5.760 Pixel). Wer im klassischen 16:9-Format filmen möchte, kann bis zu 60 Vollbilder pro Sekunde aufnehmen. Darüber hinaus sind 4K-Aufnahmen mit bis zu 240 Vollbildern pro Sekunde und Full-HD-Aufnahmen mit bis zu 960 Vollbildern pro Sekunde möglich. Für letztere Bildrate steht die „Serienfoto Slo-Mo“-Funktion zur Verfügung. Damit lassen sich bis zu zehn Sekunden lange Aufnahmen realisieren. „Unbegrenzt“ bietet die Kamera in Full-HD bis zu 480 Vollbilder pro Sekunde an.

Der größere Bildwandler macht u. a. ein größeres Objektiv notwendig:

GoPro hat bei den MISSION-1-Kameras aber nicht nur den Bildwandler verändert, auch viele andere Komponenten sind neu. Dazu gehört natürlich auch das Objektiv, das mit einer KB-Brennweite von 16mm sowie einer Lichtstärke von F2,8 angegeben wird. Für die Datenverarbeitung ist der neu entwickelte GP3-Prozessor verantwortlich. Dieser hat nicht nur eine hohe Rechenleistung zu bieten, er arbeitet auch deutlich effizienter. Dadurch sind 8K-Videos laut GoPro für mehr als 90 Minuten am Stück möglich. Zur Datenspeicherung werden bei den Mission-1-Kameras microSD-Karten verwendet, als Akku kommt die neue Enduro-2-Battery mit 2.150mAh zum Einsatz.

Der Akku und die microSD-Karte werden wie bekannt an der Seite eingesetzt:

Der USB-C-Port wird zum Aufladen oder zum Anschluss eines Mikrofons verwendet:

Aufladen lässt sich der Enduro-2-Akku in der Kamera per USB-C, der Port unterstützt zudem das Verbinden mit einem Computer sowie den Anschluss eines 3,5mm-Klinkenadapters. Darüber hinaus lassen sich Mikrofone kabellos per Bluetooth verbinden und natürlich gibt es WLAN zur schnellen Datenübertragung. Per GPS kann man zudem die Geoposition aufzeichnen.

Links die GoPro MISSION 1 PRO und rechts die HERO13 Black:

Das Gehäuse der GoPro MISSION 1 PRO ist inklusive aller abstehenden Elemente ungefähr einen Zentimeter breiter als bei der GoPro HERO13 Black und rund 1,2cm tiefer. Dafür sorgt das deutlich größere Objektiv. In der Höhe lässt sich dagegen kein relevanter Unterschied feststellen. Auf der Waage liegt die Differenz beim direkten Vergleich mit eingelegtem Akku bei 50g (157g vs. 207g). Weitere Abweichungen von den bisherigen HERO-Kameras lassen sich nach dem Einschalten feststellen.

Die Menüs hat GoPro optisch etwas verändert:

Der Aufbau ist jedoch gleich gelieben:

Das Display ist bei der GoPro MISSION 1 PRO auf 2,59 Zoll angewachsen und liefert als OLED-Panel mit höherer Auflösung eine deutlich bessere Darstellung. Auf der Vorderseite gab es dagegen keine Änderung, weshalb man hier auf ein LCD mit einer Diagonalen von 1,4 Zoll trifft. Die Menüs hat GoPro bei MISSION 1 PRO optisch leicht modernisiert, deren Struktur wurde dagegen nicht verändert. Zu den neuen Features gehören unter anderem verschiedene intelligente Aufnahmemodi und eine Objektverfolgung.

Mit dem Point-and-Shoot-Griff wird die MISSION 1 PRO zu einer "klassischen" Kamera:

Als Zubehör bietet GoPro für die MISSON-1-Kameras unter anderem den Point-and-Shoot-Griff an. Dieser sorgt bei klassischen Aufnahmen für deinen deutlich höheren Komfort, schützt das Gehäuse der Kamera vor Beschädigungen und lässt sich individuell konfigurieren. Beispielsweise kann man den Griff vom Rahmen trennen und weiteres Zubehör über den Blitzschuh montieren.

Autor: dkamera.de Redaktion