27.10.2024 - 06:45

Jubiläum: 70 Jahre Leica M

Leica feiert das Jubiläum unter anderem mit einer Sonderedition und einer Sonderausstellung

1954, also vor 70 Jahren, hat Leica das M-System vorgestellt. Als erste Kamera mit dem bis heute genutzten Messsucher erschien die Leica M3, im Laufe der Jahre wurde das System immer wieder erweitert. Bereits zwei Jahre nach der Vorstellung präsentierte das Wetzlarer Unternehmen beispielsweise die Leica MP, die für professionelle Fotografen entwickelt wurde. Das „P“ im Namen steht daher auch für „Professionell“.

30 Jahre später erhielt die Leica M6 eine integrierte Belichtungsmessung und wurde im Laufe der Zeit zu einem wahren Kultobjekt. Die aus mehr als 100 Teilen gefertigte Kamera war auch Jahrzehnte später noch so stark gefragt, dass sich Leica 2022 für eine Neuauflage entschied. 2006 kam mit der Leica M8 dann das erste digitale Modell auf den Markt. Hier war allerdings kein Vollformatsensor für die Bildaufnahme zuständig, sondern ein 28,7 x 19,1mm großes Modell. Konkret handelte es sich um einen damals üblichen CCD-Sensor mit zehn Megapixel.

Alle Meilensteine der M-Serie im Überblick:

Eine Kamerageneration später entschied sich Leica bei der M9 dann für einen Vollformatsensor. Der hier verbaute Chip löste mit 18 Megapixel fast doppelt so hoch wie bei der M8 auf. 2014 erfolgte der Wechsel zu CMOS-Sensoren. Das erste damit ausgestattete Modell war die Leica M (Typ 240). Die Auflösung stieg weiter an, fast 24 Megapixel löste das M-Modell nun auf.

Bereits 2012 wagte Leica den Schritt zu einem Modell mit Schwarz-Weiß-Sensor. Die Leica M Monochrom konnte Details durch den fehlenden Farbfilter deutlich besser wiedergeben und zeigte bei höheren ISO-Stufen ein feineres Bildrauschen. Die 2016 erschienene Leica M-D (Typ 262) verfügte zwar über einen Farbsensor, bei ihr wurde jedoch auf ein Display verzichtet. Folglich bediente sich die Messsucherkamera fast wie ein analoges Modell.

Die Leica M11 ist das aktuelle M-Modell:

2017 wurde mit der Leica M10 wieder ein neues Flaggschiff angekündigt. Bei dieser hat Leica den bislang größten Sucher integriert, konnte die Gehäusedicke aber trotzdem auf 33,8mm verringern. Dadurch wurde die M10 zur dünnsten digitalen M. Bis zur Leica M11 vergingen dann wieder fünf Jahre. Das aktuelle Spitzenmodell verfügt über einen rückwärtig belichteten Vollformatchip mit 60 Megapixel und erlaubt durch die Triple-Resolution-Technologie die Wahl zwischen einer höheren Auflösung (60 Megapixel) oder einem geringeren Bildrauschen und einem größeren Dynamikumfang (18 oder 36 Megapixel). Natürlich kann man auch die elfte M-Generation mit monochromem Sensor (M11 Monochrom) oder ohne Display (M11-D) erwerben.

Die „Leica M Edition 70“:

Zum 70. Geburtstag bringt Leica die limitierte Sonderedition „Leica M Edition 70“ heraus. Das auf 250 Stück limitierte Set umfasst eine Leica M-A, das Leica APO-Summicron-M 50mm F2 Asph. und den Schnellaufzug Leicavit M. Erwerben kann man das Set in ausgewählten Leica-Stores für einen Preis von 22.500 Euro.

Daneben wird Leica den Schnellaufzug Leicavit M in einer schwarz lackierten, einer schwarz glänzend lackierten und einer silbern verchromten Variante anbieten. Der Leicavit M wird anstatt der Bodenplatte montiert und erlaubt deutlich schnellere Aufnahmen. Er ist zur Leica M-A, MP, M6, M7, M6 TTL, M4-P und M4-2 kompatibel und soll in der ersten Hälfte des kommenden Jahres für 1.050 Euro im Fachhandel verfügbar sein. Wer sich für die Geschichte des M-Systems interessiert, kann das Buch „Leica M“ für 49,00 Euro erwerben und die ab dem 06. November 2024 geöffnete Sonderausstellung in Wetzlar besuchen.

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Autor: dkamera.de Redaktion