Kompaktkamera mit 60 Megapixel, 43mm F2-Objektiv, 8K-Video und Schwenk-Display
Seit 2015 bietet Leica die Kompaktkameras der Q-Serie mit Vollformatsensor und Festbrennweite an. Während sich die technischen Daten des Sensors oder auch des Suchers und des Displays im Laufe der Modellgenerationen geändert haben, blieb das Objektiv stets das gleiche: ein Summilux 28mm F1,7 Asph. Bei der Leica Q3 43 ist das nun anders. Hier setzt Leica auf ein APO-Summicron 43mm F2 Asph.
Bei der Festbrennweite mit elf Linsen in acht Gruppen (darunter sieben asphärische Flächen) handelt es sich um ein Normalobjektiv, der Bildeindruck entspricht somit in etwa dem menschlichen Auge. Wird ein noch engeres Bildfeld benötigt, bietet die Kamera dafür unterschiedliche Stufen an, die per digitalem Crop realisiert werden. Zur Wahl stehen 60mm, 75mm, 90mm, 120mm und 150mm. Wie die Objektive der anderen Q-Modelle besitzt auch das APO-Summicron 43mm F2 Asph. eine extra Makrostellung. Damit lässt sich die Naheinstellgrenze von 60cm auf 26,5cm verkürzen.
Der Bildwandler der Leica Q3 43 ist von der Leica Q3 bekannt. Auf dem 36 x 24mm großen BSI-CMOS-Chip sind 60 Millionen Bildpunkte untergebracht, die Triple Resolution Technologie macht zudem Aufnahmen mit 36 und 18 Megapixel möglich. Hier kann man von einem geringeren Bildrauschen sowie einem höheren Dynamikumfang profitieren. Als Sensorempfindlichkeiten unterstützt die Kamera ISO-Werte von 50 bis 100.000. Serienaufnahmen schafft die Leica Q3 43 mit bis zu 15 Bildern pro Sekunde, die kontinuierliche Fokussierung und Belichtungsmessung ist jedoch mit maximal vier Bildern pro Sekunde möglich.
Für die automatische Fokussierung ist ein Hybrid-AF mit Phasenvergleich und Kontrastmessung verantwortlich, insgesamt stehen 315 Messfelder zur Verfügung. Die Steuerung der Belichtungszeit übernimmt ein Zentralverschluss (bis zu 1/2.000 Sekunde) oder ein elektronischer Verschluss (bis zu 1/16.000 Sekunde). Blitzen ist beim Einsatz des Zentralverschlusses bis zu 1/2.000 Sekunde möglich.
Videos zeichnet die Leica Q3 43 in 8K-Auflösung (8.192 x 4.320 Pixel oder 7.680 x 4.320 Pixel) mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde auf, in 4K-Auflösung (4.096 x 2.160 Pixel oder 3.840 x 2.160 Pixel) sind bis zu 60 Vollbilder pro Sekunde wählbar und in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) stellen 120 Vollbilder pro Sekunde das Maximum dar. Die Tonaufnahme erfolgt mit dem integrierten Stereomikrofon oder einem via USB-C angeschlossenen Modell.
Zur Bildkontrolle verfügt die Leica Q3 43 über einen elektronischen Sucher mit 5,76 Millionen Subpixel und 0,79-facher Vergrößerung. Dieser kann bis zu 120 Bilder pro Sekunde wiedergeben und wird von einem Augensensor aktiviert. Das 3,0 Zoll messende Display löst 1,84 Millionen Subpixel auf und erlaubt Eingaben via Touchscreen.
Beim 13,0 x 8,0 x 9,8cm großen und 772g schweren Gehäuse der Q3 43 setzt Leica auf Magnesium-Druckguss und Abdichtungen nach IP52-Standard, zur Datenspeicherung gibt es einen SD-Steckplatz mit UHS-II-Geschwindigkeit. Drahtlos sendet die Kamera via WLAN und Bluetooth, ein Micro-HDMI und USB-C-Port sind ebenso verbaut. Über letzteren kann man den 2.200mAh starken Lithium-Ionen-Akku aufladen. Im Handel ist die neue Leica Q3 43 ab sofort verfügbar, die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 6.750 Euro.
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