Für Vollformatkameras konstruierte Festbrennweite mit hoher Lichtstärke
Nikon hat mit dem Nikkor Z 50mm F1,4 ein neues Objektiv für spiegellose Systemkameras angekündigt. Die Festbrennweite gehört anders als die bereits erhältlichen lichtstarken 50mm-Objektive (Nikkor Z 50mm F1,2 S und Nikkor Z 50mm F1,8 S) nicht zur S-Serie, sie soll aber trotzdem mit einer hohen Leistung überzeugen können. Dafür sorgt unter anderem ein optischer Aufbau mit zehn Linsen in sieben Gruppen, der auch ein asphärisches Element beinhaltet.
Die hohe Lichtstärke des Nikkor Z 50mm F1,4 macht Aufnahmen bei wenig Licht sowie mit einer geringen Schärfentiefe möglich, zum Abblenden greift Nikon auf neun abgerundete Lamellen zurück. Der kleinste Blendenwert der Optik liegt bei F16. Für das Scharfstellen ist ein Multi-Focusing System zuständig. Durch die Innenfokussierungen ändern sich die Abmessungen des Objektivs zu keiner Zeit, an der Naheinstellgrenze von 37cm erreicht das Nikkor Z 50mm F1,4 einen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:5,9. Für Videoaufnahmen soll sich das Objektiv laut Nikon durch einen leisen Fokussiervorgang und das unterdrückte Fokus-Breathing eignen, beim manuellen Scharfstellen steht die lineare Umsetzung des Fokusrings zur Verfügung.
Beim Gehäuse des 420g schweren Nikkor Z 50mm F1,4 handelt es sich um eine gegen Staub und Tropfwasser abgedichtete Konstruktion, die Abmessungen liegen bei 7,5 x 8,7cm. Die Montage von Filtern ist per 62mm großem Gewinde möglich, als Bedienelemente gibt es einen Fokusring und einen Steuerring. Wer das Nikkor Z 50mm F1,4 an einer APS-C-Kamera statt einer Vollformatkamera nutzt, erhält den Bildwinkel einer 75mm-Optik.
Ab Ende September 2024 soll das Nikkor Z 50mm F1,4 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 559,00 Euro im Fachhandel erhältlich sein. Damit liegt die UVP der neuen Festbrennweite nur leicht oberhalb des Marktpreises des Nikkor Z 50mm F1,8 S (etwa 530 Euro). Die unverbindliche Preisempfehlung des S-Objektivs beträgt sogar deutlich höhere 699,00 Euro.