Die Festbrennweite wird mit dem E-Bajonett und dem Z-Bajonett angeboten
Rollei kennt man vor allem als Verkäufer von Stativen, Kamerazubehör und Objektiven. Letztere stammen allerdings von Viltrox. Doch das Unternehmen will noch mehr. Bereits im vergangenen Jahr wurde mit der Rollei 35 AF eine analoge Kamera vorgestellt, ab Juli 2025 bringt Rollei nun auch sein erstes „eigenes“ Objektiv auf den Markt. Dieses trägt den Namen Rollei AF 85mm F1,8 und kann ab sofort mit dem E-Bajonett von Sony sowie dem Z-Bajonett von Nikon vorbestellt werden.
Beide Bajonettversionen verfügen über den identischen optischen Aufbau mit zehn Linsen in sieben Gruppen. Über spezielle Glassorten liegen uns keine Informationen vor. Bekannt ist dagegen, dass der Einsatz des Rollei AF 85mm F1,8 an Vollformat- oder APS-C-Kameras erfolgen kann. Die maximale Schärfe soll die neue Optik zudem schon bei Offenblende erreichen und das Bokeh soll weich, aber charaktervoll sein. Für Letzteres sollen abseits der Offenblende unter anderem elf Blendenlamellen sorgen. Damit Streulicht kein Problem darstellt, verfügen die Linsen über die HFT-X-Beschichtung.
Für den Autofokus ist bei der Festbrennweite ein Schrittmotor zuständig, die Naheinstellgrenze des Rollei AF 85mm F1,8 liegt bei 85cm. Fokussieren kann man manuell per Einstellring oder mit dem Autofokus der Kamera, die Wahl der Blende ist ebenso per Einstellring oder über die Kamera möglich.
Als weitere Bedienelemente wurden ein AF/MF-Schalter und eine Fn-Taste verbaut. Beim Gehäuse scheint Rollei auf Kunststoff zu setzen, das Bajonett besteht jedoch aus Metall. Damit sich Updates der Firmware vornehmen lassen, gibt es einen USB-C-Port. Für Filter steht ein 62mm messendes Gewinde zur Verfügung.
Die Auslieferung des 8,0 x 9,6cm großen und 477g schweren Rollei AF 85mm F1,8 wird am 09. Juli 2025 beginnen, der Einführungspreis liegt bei 299,000 Euro.