17.06.2026 - 07:41

Samsung Galaxy S26 Ultra Smartphone- und Kameratest (Teil 1)

Teil 1 von 3: Die technischen Daten, die Verarbeitung und die Bedienung des Smartphones

Das Galaxy S26 Ultra ist Samsungs 2026er Smartphone-Flaggschiff und wird vom südkoreanischen Unternehmen wie schon in den letzten Jahren zusammen mit den beiden Schwestermodellen Galaxy S26 sowie Galaxy S26+ angeboten. Beim S26 Ultra ist wie üblich die beste Technik verbaut, darunter ein besonderes Display. Und auch den S-Pen bekommt man wieder nur hier. Was das Smartphone – im Besonderen bei den Kameras – leistet, schauen wir uns in diesem Testbericht an.

Die technischen Daten:
Mit Galaxy S26 Ultra bietet Samsung natürlich auch 2026 ein aktualisiertes Flaggschiffmodell an. Hier setzt Samsung unter anderem auf ein leicht überarbeitetes Design mit minimal dünnerem Gehäuse (7,9mm) und ein Display mit besonderer Funktion. Letztere nennt sich Privacy Display bzw. Datenschutzanzeige und erschwert das Ablesen von der Seite. An den Displayabmessungen hat Samsung dagegen nichts geändert, mit 6,9 Zoll gehört das Dynamic AMOLED 2X-Panel weiterhin zu den größten Modellen. Bekannt sind auch die Auflösung (3.120 x 1.440 Pixel) und die Bildrate (bis zu 120 Bilder pro Sekunde).

Mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 ist der aktuellste Spitzen-SoC von Qualcomm verbaut. Dieser verfügt über acht Kerne (2 x Oryon V3 Phoenix L mit 4,47GHz sowie 6 x Oryon V3 Phoenix M mit 3,53GHz) und die Adreno 840-GPU, als Arbeitsspeicher sind 12GB oder 16GB LPDDR5X-RAM verbaut. Letztere Kapazität erhalten Käufer des Modells mit 1TB Speicher. Bei 256GB und 512GB sind 12GB RAM mit an Bord. Zur Datenübertragung kann man alle aktuellen Mobilfunkstandards (bis 5G), WLAN (max. Wi-Fi 7), Bluetooth (6.4) und USB (3.2 Gen 1) nutzen, das Aufladen des Akkus (Kapazität 5.000mAh) ist mit bis zu 45 Watt kabelgebunden und bis zu 15 Watt kabellos möglich. Das 214g schwere Gehäuse des Samsung Galaxy S26 Ultra bringt einen Schutz nach IP68-Klasse mit und wird aus Aluminium sowie Glas gefertigt.

Bei den Kameras des Galaxy S26 Ultra hat sich Samsung für keine Sensor-Updates, sondern für Lichtstärke-Updates der Objektive entschieden. Die Hauptkamera verfügt daher nun über eine stabilisierte 23mm-Optik (KB-äquivalent) mit Blende F1,4. Der Bildwandler löst 200 Megapixel auf und gehört zur 1/1,33-Zoll-Klasse, bis zu neun Pixel lassen sich zwecks einer besseren Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen zusammenlegen. Eine höhere Lichtstärke von F2,9 bringt zudem die 5-fach-Teleoptik mit. Das Objektiv besitzt weiterhin eine Brennweite von 115mm und verfügt über einen OIS. Vom Sensor sind die Auflösung (50 Megapixel) und die Größe (1/2,52 Zoll) bekannt. Hier lassen sich auf Wunsch vier Bildpunkte kombinieren.

Gleiches gilt für den Sensor der Ultraweitwinkelkamera, der ebenfalls diese Daten aufweist. Zum Einsatz kommt hier ein 12mm-Objektiv mit Blende F1,9. Kein Upgrade gab es für die 3-fach-Telekamera (70mm KB, F2,2). Deren Bildwandler ist daher weiterhin am kleinsten (circa 1/3,52 Zoll) und löst auch am geringsten (10 Megapixel) auf. Bei der Frontkamera nutzt Samsung einen 12 Megapixel auflösenden Chip (1/3,2 Zoll), das 26mm-Objektiv verfügt über eine Blende von F2,2.

Videos zeichnet das Samsung Galaxy S26 Ultra mit bis zu 8K-Auflösung auf, das können allerdings nur die Ultraweitwinkel-, die Haupt- und die 5-fach-Telekamera. 4K-Aufnahmen sind dagegen mit allen Kameras möglich. In 8K stellen 30 Vollbilder pro Sekunde die höchste Bildrate dar, in 4K sind es bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde und in Full-HD bis zu 240 Vollbilder pro Sekunde.

Das Samsung Galaxy S26 Ultra verfügt über ein 6,9 Zoll großes Display:

Handling, Verarbeitung und Bedienung:
Das Samsung Galaxy S26 Ultra ist schon wie in den Vorjahren das größte und schwerste Modell (163 x 78 x 7,9mm, 214g) der Galaxy-S-Serie. Von seinen Schwestermodellen Galaxy S26 und Galaxy S26+ hebt es sich zudem durch den S Pen für Eingaben und – zum ersten Mal überhaupt – ein ganz besonderes neues Display ab. Dessen Funktion nennt sich Privacy Display bzw. auf Deutsch Datenschutzanzeige. Damit lässt sich der Blickwinkel stark einschränken, wodurch sich „fremde Blicke“ verhindern lassen. Das Samsung Galaxy S26 Ultra verfügt wie erwähnt als erstes Smartphone über diese Technologie, bei anderen Geräten muss man sich mit speziellen Folien behelfen. Möglich ist das Privacy Display durch eine besondere Displaytechnologie, bei der unterschiedliche Pixel-Typen verbaut sind. Diese erlauben das sehr schnelle Abdunkeln des Displays beim Betrachten von der Seite. Dabei gibt es neben der Standard-Einstellung auch noch die Einstellung „Maximaler Privatsphäreschutz“. Hier wird der Effekt noch einmal verstärkt, weshalb wir in der Praxis zu dieser Option raten.

Die Privacy Display-Funktion (rechts) mit der Standard-Display-Ansicht (links) im Vergleich:

Die Privacy Display-Funktion im Menü:

In der Praxis funktioniert die Privacy Display-Funktion bei der maximalen Einstellung hervorragend und sperrt Dritte beim Betrachten des Displays fast vollständig aus. Natürlich muss man in diesem Fall aber auch selbst frontal auf das Panel blicken, denn sonst nimmt die Helligkeit sehr schnell ab. Des Weiteren gilt, dass das Panel bei aktivem Privacy Display weniger hell wird. Im Alltag kann das durchaus stören, weshalb Samsung die automatische Aktivierung der Funktion bei sicherheitskritischen Apps (Banking, Käufe, …) anbietet. Dies dürfte für die meisten Nutzer den besten Kompromiss darstellen.

Die Frontkamera liegt wie gewohnt knapp unterhalb des oberen Displayrandes:

Natürlich ist auch wieder ein Ultraschallfingerabdrucksensor verbaut:

Die neue Displaytechnologie sorgt allgemein zudem für Einbußen bei der Bildschärfe und für etwas stärker erkennbare Spiegelungen. Dabei handelt es sich zwar zweifellos um Meckern auf hohem Niveau, aber angesichts der Einstufung als Flaggschiff kann man die Nachteile eben doch nicht außen vorlassen. Keine Nachteile ergeben sich durch das neue Display beim Ultraschallfingerabdrucksensor. Dieser erkennt Eingaben wie gewohnt sehr schnell.

Am Design wurde nur wenig geändert, drei Kameras sind nun aber "verbunden":

Das Design des Samsung Galaxy S26 Ultra entspricht auf der Vorderseite praktisch dem Vorgängermodell, schmale und gleichmäßige Ränder sorgen für einen sehr modernen Eindruck. Beim Rahmen greift Samsung im Gegensatz zum Vorjahresmodell nicht mehr auf Titan, sondern auf Aluminium zurück. Die Rückseite besteht wie gewohnt aus Glas. Durch die glatten Texturen liegt das Galaxy S26 Ultra grundsätzlich doch recht unsicher in der Hand, eine Schutzhülle ist zweifellos sinnvoll. Bei den Kameras hat sich Samsung zwar für die bekannte Anordnung entschieden, die Haupt-, Ultraweitwinkel- und 5-fach-Telekamera heben sich vom Rest nun aber ab. Leider sorgt der größere Kamerabuckel für ein stärkeres Wackeln, wenn das Smartphone mit der Rückseite auf einer glatten Oberfläche liegt. Für Eingaben muss man das S26 Ultra daher faktisch immer in die Hand nehmen oder anderweitig befestigen.

Die rechte Seite mit der Powertaste und der Lautstärkewippe:

Die Unterseite mit dem SIM-Slot, dem USB-C-Port, dem Lautsprecher und dem S Pen:

Der S Pen ist bei handschriftlichen Eingaben von großem Vorteil:

Die weitere Ausstattung des Samsung Galaxy S26 Ultra ist ebenso bekannt. An der rechten Seite nimmt man Eingaben per Powertaste und Lautstärkewippe vor, an der Unterseite wird der S Pen eingesteckt. Dieser ist wie schon bei früheren Modellgenerationen nur dem Ultra-Modell vorbehalten und erleichtert handschriftliche Eingaben ungemein. Neben dem Steckplatz für den S Pen befinden sich der untere Lautsprecher, der USB-C-Port und der SIM-Slot (2 x Nano-SIM).

Im zweiten Teil unseres Tests des Samsung Galaxy S26 Ultra schauen wir uns die Kameras im Detail an.

Autor: dkamera.de Redaktion